Frau Schäffler

Immer wenn es darum ging, der Klasse wegen irgendwelcher Missetaten die Leviten zu lesen, kam sie, stellte sich vor die Klasse und hielt uns eine Standpauke.

Das konnte sie sehr gut! Sie war eine Respektsperson. Geholfen hat es natürlich nichts. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie in unserer Klasse unterrichtet hat.

Margareta Schäffler verstarb am 23. Januar im Alter von 89 Jahren. Bis 1969 war sie Rektorin in unserer Schule. Nach Anfängen nach dem Krieg in der Bugenhagenschule genehmigte das Amt für Volksbildung ab 1.4.1946 die Einrichtung einer neuen Schule, der heutigen Bruno-Lorenzen-Schule.

Hier haben wir jetzt ein Foto, auf dem wir Frau Schäffler sehen. Das Foto ist in einer „Fibel“ enthalten, die Falk Ritter im Stadtarchiv entdeckt hat.

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Wolfgang Kather erinnert sich
Differenzen mit Lollo
Kontrolle!
 
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1 Kommentar zu „Frau Schäffler“

  1. Frau Scheffler wohnte mit ihrer Mutter in der Bahnhofstrasse, drei Häuser von Helga Dietrichsens Kolonialladen. Meine Mutter besuchte sie dort nach ihrem vergeblichen Versuch, im Sommer 1942 bei Lill+Kähler einen Einkochkessel zu erstehen. Zuvor hatte sie eine Kleingartenparzelle am Kolonnenweg ergattert und hoffte auf lebenserhaltende Ernte. Lill+Kähler hatten keinen Kessel mehr, wussten aber, dass sie den letzten (keine Gefahr der Nachlieferung in Kriegszeiten) an Schefflers verkauft hatten und schlugen vor, dort zwecks Ausleihe nachzufragen. Ständig wird so ein Teil ja nicht benötigt. Die Kontaktaufnahme führte zu andauerndem freundschaftlichem Kontakt.
    Frau Scheffler erfuhr als Schulleiterin vom 1948/49 in Neumünster geplanten Lehrernotkurs und empfahl meiner Mutter, sich dort zu bewerben. Sie war erfolgreich, wurde damit Lehrerin erst in Meddewade (noch mit Mittagstisch bei den Bauern, Torf-Deputat, einer Wochenstunde mehr Unterricht und 10% weniger Gehalt als die männlichen Kollegen (!!!)), danach in Silberstedt an der zweiklassigen Dorfschule unter Prof. Simoneit als Chef und schliesslich an der Pestalozzi-Schule in Schleswig…

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