Leckschietenredder

SN vom 24. April 2012: “…Die FDP hat sich dafür ausgesprochen, den Hindenburgplatz nicht umzubenennen. … „Offenbar wird den Bürgern nicht zugetraut, Hindenburgs Rolle beim Untergang der Weimarer Republik selbst zu bewerten“, so die FDP…”

Für die Bildung: Paul von Hindenburg bei Wikipedia

Der Hindenburgplatz

Der Dauerbrenner in der Ratsversammlung:

Umbenennung des Hindenburgplatzes!

SN vom 10. April 2012: Stichworte aus dem Artikel: Neuer Name für Hindenburgplatz soll kommen – Arbeitsgruppe aus SPD, CDU, SSW, FDP und Grünen tagt erstmalig nach Ostern – Anwohnerbeteiligung ja oder nein? – Anwohner möchten den Namen mehrheitlich beibehalten – “Platz der Menschenrechte” ist nicht genehm…

SN vom 17. Oktober 2011: Am 2. Nov. 2011, 19 Uhr, wird im Ständesaal des Rathauses über die mögliche Umbenennung des Hindenburgplatzes diskutiert und informiert. Ein Historiker aus Hamburg wird hindenburg-spezifisches vortragen und ein Ratsherr von der SPD wird moderieren.

Im “Klassentreffen” haben sich seit dem 18. Juni 2011 81% gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Die Abstimmung läuft weiter – hier:

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Aus einem Leserbrief in den SN vom 21.4.2012: Es ist schon erstaunlich, dass man meint, auch gegen den Willen der Anwohner den Hindenburgplatz umbenennen zu müssen, einen neuen Namen zu finden. Warum eigentlich erst jetzt? So viele Jahrzehnte hat sich niemand daran gestört…



SN vom 18. Juni 2011: “Anwohner sollen über neuen Namen für Hindenburgplatz auf einer Einwohnerversammlung mitentscheiden… …Auf der Veranstaltung soll ein Fachmann über Paul von Hindenburg und seine umstrittenen Leistungen referieren…”.
Admin: Noch steht nichts fest, der alte Name kann auch bleiben. Aber welche Namen kommen evtl. in die engere Wahl?

Platz der Menschenrechte (Vorschlag von Amnesty International)
Hans-Werner-Jürgensen-Platz (Vorschlag Bauausschussvorsitzender Klaus Bosholm (SPD))
Leckschietenplatz (Vorschlag des “Klassentreffens”) :mrgreen:
Ernst Petersen Platz (Vorschlag von Sönke, s. Begründung)

Die “Stadtgeschichte” vertritt übrigens folgenden Standpunkt in der “Leserecke” (Zitat-Ausschnitt) und bittet um Meinungsäußerungen:

“…Nun hoffen wir, dass Schleswig auch künftig neue Straßen bauen muss (wird), eventuell auch problematische Namensgebungen wie „Hindenburgplatz“ korrigiert werden…”

(Da die “Stadtgeschichte” für den Online-Dialog nur ein m.E. antiquiertes “Gästebuch” anbietet und bisher nur zwei (!) veröffentlichte Leserbriefe verbucht, ist das “Klassentreffen” gern bereit, an dieser Stelle zu helfen! :-D )


Gegugelt: Die Stadt Münster befasste sich mit der gleichen Frage. Die Volkshochschule Münster hat das Internet genutzt, und diese Frage online zur Diskussion gestellt. Davon könnte man doch profitieren, oder? Der Hindenburgplatz wurde übrigens bis heute nicht umbenannt (es wurde von 1997 bis 2006 diskutiert, dann hatte sich das Thema offenbar erschöpft).

Rainer Pose: zur allgemeinen Information: Die Stadt Münster hat sich des Hindenburgplatzes entledigt und besitzt jetzt einen Schloßplatz.

Hahahaha… gerade oben gelesen: “hey Germans, call your place Rinderroulladenplatz… these things are so awesome..”

Die Hildesheimer Zeitung liess 2008 auch über diese Frage diskutieren und abstimmen. Damals stimmten 55,9% gegen eine Umbenennung.

Hier beginnt der “ältere” Eintrag:
Diese beiden “fangfrischen” Fotos aus den Tiefen des Internet bieten die Gelegenheit für das “Klassentreffen”, auch mal kein Rätsel aus Fotos zu machen! Das würde in diesem Fall ja auch nicht klappen, weil alle wissen, dass der alten Hindenburg am 31. Mai 1927 Schleswig besucht hat! :roll:

Das “Klassentreffen” möchte seine Leserschaft aus seinem “Fundus” zum Thema “Hindenburg? Was war das für ein Typ?” mit zusätzlichen Fotos unterhalten. :-D Anlass ist der Bericht von Bernd Philippsen in den SN von heute.

Bernd Philippsen in den SN vom 27.August 2009 (Auszüge):

…Ein Jahr später wurde im längst gleichgeschalteten Rathaus entschieden, die „Hauptsiedlungsstraße der nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung“, den Leckschiedenredder, in Hindenburgstraße umzubenennen… (Admin: Bürgermeister Baselli von Süßenberg hat es am 13.3.1935 genehmigt).

Admin: 1938 ist der Hindenburgplatz von Straßen “umzingelt”, die nach Generälen oder Admirälen benannt sind. Die Schubystraße trägt den Namen eines Generalfeldmarschalls und die Flensburger Straße heißt nach dem größten Feldherrn aller Zeiten.

Kai Wulf: Ähemm… Leckschietenredder meine Herren, mit t! Eine mögliche Erklärung des Namens aus den Schleswiger Nachrichten vom 22. Nov 1934 habe ich bereits an Gerd geschickt. Daher wahrscheinlich bald hier für alle zu sehen. (Admin: Aber klar doch, Kai, siehe oben)

…Weitere Neubauten machten eine große Straßenkreuzung notwendig – so entstand in unmittelbarer Nähe der Hindenburgplatz….

…beschloss die Stadtverordnetenversammlung 1947, eine Reihe von Straßen wieder umzubenennen. Davon war auch die Hindenburgstraße betroffen, die einen neuen Namen erhielt: Amselstraße

Links der Platz nochmal mit Wasserturm – rechts ein Luftbild:

Im Vordergrund, quer verlaufend, der Leckschietenredder, nachmals Hindenburgstraße und dann Amselstraße.

Unter dem Foto links (aus der Reihe “Archivbilder”) steht geschrieben, dass Hindenburg 1927 ein “großer Empfang” in Schleswig bereitet wurde.


Drei kleinformatige Fotos vom Ereignis haben sich auch noch angefunden…rechts ist wohl auf Annettenhöh.

Im “Gottorper Amtshaus” wurde am 31. Mai 1927 ein eigens für ihn erdichtetes Festspiel aufgeführt – und zwar in Anwesenheit des Reichspräsidenten!

Voilà – das war’s. Ach ja, noch eins: Kiel hat ja bekanntlich das Hindenburgufer. Dort hat sich eine unglaubliche Geschichte abgespielt – bitte hier klicken! :yes:

(Auf der Karte links, hier kann man auch klicken, findet ihr den Leckschitenredder – nur mit “i”.)

Zum Schluss: Soll man dem langweiligen Hindenburgplatz (meine Meinung) einen anderen langweiligen Namen geben? Ich würde es langweilig finden. Wie soll denn ein Opa seinem Enkel noch erklären, wer Hindenburg war, wenn es nicht mehr auf dem Straßenschild steht?

Aber wenn, ja wenn ein neuer Name her müsste, dann ist

Leckschietenplatz
die allererste Wahl! Oder?

Elke Hinz-Müller, die Mutter von Susanne Römer erinnert sich:

Auf dem Hindenburgplatz war im Februar 1945 – als ich nach der Flucht dort ankam – gegenüber Schubystrasse 91 ein FEUERLÖSCHTEICH. Damals traf die Amselstrasse noch auf die Schubystrasse. Der Teich lag zwischen Amsel- und Berlinerstrasse.

Admin: Hätten wir doch bloß ein Foto mit dem Teich! :|

Update: Auf diesem Luftbildauschnitt von 1945 sieht man wohl andeutungsweise den Feuerlöschteich, den Elke Hinz-Müller noch gesehen hat…


Ansichten: 810 Strassen: , , , , ,

Hintermofenrätsel Nr. 79

Lutz: wo stehen denn diese Kinder?

(Torsten, Du müsstest es wissen, wirst hiermit aber zum Schweigen “verdonnert”) :wink:

Torsten:
Es juckt natürlich, aber ich schweige!

Jochen: Schubystrasse 64, Bäcker Franz Schubert

Admin: …jetzt bin ich aber neugierig, aus welcher Veröffentlichung das Foto stammt! Oder ist das altes “Schleswiger” Wissen… :roll:

Jochen: Wissen und wissen. Man kann ja sehr schön Bäck(er) und Fra(…) lesen. Und welcher Bäcker ist nicht schon einmal im Klassentreffen vorgekommen!? Aber ist die Antwort richtig? Dunkel kann ich mich an das Gebäude erinnern, gegenüber vom Hohenzollern, westlich der Kreuzung. Ich möchte mal wissen, wie lange man da noch Brötchen kaufen konnte, ob ich da vielleicht noch eingekauft habe? Ich kann mich eigentlich nur an die grosse Fensterscheibe und irgendeine Agentur (Versicherung??) in den 1980er Jahren erinnern. Wer weiss mehr?

Admin: ich darf die Siegerehrung vornehmen, weil Lutz mir die Lösung vorab mitgeteilt hatte. Jochen liegt völlig richtig! Tusch, Jochen!

Torsten: Also Jochen, Bäckerei Schubert war ein Teil meiner Kindheit, ich bin nebenan aufgewachsen (1964 dann weggezogen) – da war noch umfangreicher Grundbesitz mit großem Stallgebäude und Garten zur verlängerten Moltkestraße. Bei Schuberts habe ich oft Tüten mit Kantenstücken und Rumkugeln fürn Groschen gekauft – und nebenan beim Holzkiosk von Daum dann noch Frigeo-Brause-Pulver… Sehr viel länger als bis Mitte/Ende der 60er dürften Schuberts die Bäckerei nicht mehr betrieben haben – oder Lutz?

Admin: das Foto ist aus dem Bericht von Angela Hansen in “Schleswig in der Nachkriegszeit, Zeitzeugenberichte 1″. Das Foto ist untertitelt: “Als Kindermädchen bei Fa. F. Schubert, auf dem Weg in die Kinovorführung…, Winter 1950″
Ansichten: 62 Strassen: ,

Hindenburgplatz

Lutz: Hallo Gerd,
auf dem im Anhang befindlichen Bild erkennst Du den kleinen Lutz, seine Schwester, Mutter und Oma.

Das Bild ist 1958 am Hindenburgplatz aufgenommen worden – und zeigt im Hintergrund den späteren Durchbruch zur Friedrich-Ebert-Straße.

M.W. ist das die eizige Aufnahme, die bisher dieses Motiv zeigt. Links erkennt man den Eingang zur Strickerei Ennuschat – und daneben die “grüne Bude”. Links Fisch Jensen – rechts Marie Peuker.

Die Tochter von Jensen heiratete später den Schlachter Köhn, der Ecke Schubystraße/Chemnitzstraße eine Schlachterei betrieb.

Rainer: Danke für das Bild. Das Haus im Hintergrund ist die Schubystr. 89c, da bin ich großgeworden.


Admin: Hallo Lutz, diese beiden Fotos, eingesandt von Elke Müller, zeigen auch die Stelle mit dem späteren “Durchbruch” – in zwei “Entwicklungsstufen” – oder?


Elke Müller: Möbel Henke hatte zuerst sein Möbelgeschäft zwischen Krüger und Hecht. Er kaufte dann Schubystrasse 91. Besitzer Diekelmann-Erbin Enkelin Barth (Schwiegervater war Schuster Barth in der Michaelisstr.). Familie Hinz wohnten seit 1934 im 2. Stock. Im 1. Stock wohnte Frau Backhus mit Sohn Dieter und eine Flüchtlingsfamilie Braasch (ein Sohn hieß Dieter, eine Schwester Sieglinde).
Ich bin 1957 dort ausgezogen, weil ich Viktor Scheffel geheiratet habe. Habe mich über die Bilder Schubystr. gefreut. Ein halbes Jahrhundert ist seitdem vergangen.

Hier steht noch mehr…


Ansichten: 124 Strassen: ,

Hintermofenrätsel Nr. 40

Da hat sich seit 1939 aber einiges verändert… (huch, vom Hauptgebäude ist nur ein Stück vorhanden :>> )

…hier hat sich auch viel geändert (aber nicht ganz so viel)…


Beide Örtlichkeiten sind den Lesern des “Klassentreffens” bestens bekannt. Die zweite Örtlichkeit wird im “Klassentreffen” etwa 5 mal häufiger als die erste Örtlichkeit erwähnt.

gähn…

Tote Hose hier… sind alle im Weihnachtsstress?

Rate-Profi Torsten:

Das rechte (zweite) Ensemble erinnert mich an das allseits bekannte “Hohenzollern” .

Admin: Uff! Da bin ich aber froh, dass sich zumindest die 2. Rätsel-Hälfte nicht als gordischer Knoten erwiesen hat. Für die souveräne Lösung erhält Torsten einen Tusch!

Torsten: In welche Richtung muß ich denn nun stramm 30 Minuten marschieren, um die Reste des linken Teils zu finden?

Admin:
Man denke sich eine Luftlinie vom Hohenzollern zum Finanzamt :oops: und setze diese Linie gedanklich fort…

Torsten: Bei flottem Spaziergang würde ich nach 30 Minuten sicher am Forstamt (hinter der Flensburger Straße) sein! :-D Einige Langsam-Geher wären dann gerade mal am Michaelis-Gemeindehaus von ehemals Pastor Iversen… :))

Admin: Hmmmm… sollte ich mich so verschätzt haben? Na gut, dann muss eben gejoggt werden… Grummel grummel… ich würde bis zum Forstamt nur ‘ne Viertelstunde mit flottem Schritt brauchen… ehrlich…

Torsten: Ich nehme mal an, daß der Admin vom Finanzamt zum Forstamt 15 Minuten benötigt – ich rechne die 30 Minuten vom Ausgangspunkt Hohenzollern…

Admin: Also neeeeee, Torsten. Vom Finanzamt zum Forstamt sind es keine 5 Minuten!!! Nachtrach: Also Torsten, ich habe mit Googel-Maps mal die Route vom Finanzamt bis zum Forstamt berechnen lassen – das sind mit dem Auto 500 m, zu Fuß wahrscheinlich noch weniger…

Norbert: Also: Vom Finanzamt zum Forstamt saach ich ma, max. 10 min., genau wie vom Hohenzollern zum Finanzamt. Ich habe mir meinen Stadtplan geholt.
Wenn ich die gedachte Luftlinie so weitergehe, dann lande ich ungefähr bei der Einmündung des Thiessenwegs in die Flensburger Str.. Leider kann ich da kein solches Haus erinnern, bullshit! Noch weiter lande ich am Schloß Gottorf. Wenn ich dann noch über den Burgsee schwimmen könnte, komme ich in der Nähe des Schlosses Annettenhöh raus. Dorthin würde man zu Fuß aber länger brauchen. Hmm, was will der Dichter mir damit sagen? Vielleicht war es in der Neuwerkstr. die ehemalige dänische Jugendheberge?
Egal, auf dem Ende weiß ich sowieso nicht Bescheid. :cry:

Admin: Mannomann, das ist ja eine schwere Geburt! Also, wenn ihr tatsächlich angekommen seid (etwas weiter nördlich), dann könnt ihr Euch dort ein Zimmer nehmen und – bevor ihr ins Bett geht – nochmal ein schönes Abendessen einnehmen! Hoffentlich ist ein Zimmer frei! Die Sylvesterparty ist aber schon ausgebucht… so, jetzt muss ich erstmal zur Skigymnastik!


Kirsten: …wie wäre es mit dem Waldschlösschen???

Admin: Danke Kirsten! Endlich ist die Kuh vom Eis! Ein Tusch! für Dich!


“Zum Hohenzollern” gab es auch schon 1898…


Ansichten: 192 Strassen: , , ,