Karl Spethmann


Wenn man genauer hinsieht, erkennt man (links und rechts) den Schriftzug “Karl Spethmann” auf dem liebevoll gestalteten “Kriegsnotgeld” der Stadt Schleswig im Wert von 25 Pfennig.

Dieser Künstler wurde in Heft 23 der “Beiträge zur Schleswiger Stadtgeschichte” von Ernst Schlee gewürdigt. Er lebte (lt. Schlee) von 1888 bis 1944 (Wikipedia ist da wohl eine Schreibfehler unterlaufen). In Schleswig hat er sich mit Grabstelen auf dem Garnisonfriedhof (s. bei Sönke) “verewigt” – und – mit dem Notgeldschein (Schlee: Nov. 1916).

Zitat bei Schlee: “Ich wurde zum 84. Infanterie Regiment in Schleswig einberufen. … Ich erhielt jedoch von der Militärbehörde und von der Stadtverwaltung den Auftrag, für jeden im Schleswiger Lazarett gestorbenen ein Holzgrabmal zu gestalten…” …Es dauerte diese Arbeit bis über das Ende des Krieges hinaus…

…Die Stadt Schleswig stellte dem bildhauernden Soldaten bereits im ersten Kriegsjahr Räume in der Mädchenschule am Domziegelhof als Atelier zur Verfügung…


(Admin: ein Bild von Karl Spethmann habe ich leider (noch) nicht gefunden)


Ansichten: 22 Stimmung: Spät in der Nacht, Strassen: ,

1977

Moin Moin Herr Tams.

Eine Frage an Schleswig-Kenner. Diese Aufnahme stammt aus November 1977, wir machten unseren Hochzeitsurlaub in Schleswig, meiner Geburtsstadt. Nur wo ist das? Könnte es die an die Michaelisallee angrenzende Fehrsstrasse sein ?

Viele Grüße – Dieter Reppmann

Jochen: Rechts ist das Kreishaus zu sehen, im Vordergrund die Flensburger Strasse. Der Fotograf blickt in die Windalle, Richtung Burgsee/nördlich vom Schloss.

Lutz: …tja Jochen. Da möchte ich Dir aber widersprechen. Niemals befindet sich auf der linken Seite – also gegenüber dem Kreishaus ein roter Backsteinbau – wie die Fenster zeigen aus den siebziger Jahren

Jochen: Hallo Lutz … und ich war mir so sicher…..
Jetzt habe ich mir die Situation aber einmal bei Google Earth angesehen; bedauerlicherweise gibts ja kein Streetview. Aber die Ecke sieht auch auf der Karte/dem Luftbild immer noch so aus, wie auf dem Foto von 1977; und ich kann mich ja fast noch genau daran erinnern, dort Kastanien vom Gehweg aufgesammelt zu haben…
Auch bei Sönke, in der Alten-Schleihalle, kann man ein Luftbild sehen, dass mich dann doch erneut versichert: es ist die Situation Windallee/Flensburger Strasse.

Ich habe mich aber nun doch dazu durchgerungen, Dir nicht anzubieten, einen Besen zu verzehren. Vielleicht findet sich ja noch ein Bild der von Dir angesprochenen Fassade mit den grossen Fenstern; oder ein Mitleser vor Ort macht ‘mal schnell eine Aufnahme????

Admin: da Dieter Reppman sicher das stärkste Interesse hat, ein Detail von seiner Hochzeitsreise aufzuklären, rechne ich mit einem aktuellen Vergleichsfoto aus seiner Kamera… :wink:

Lutz: …sorry Jochen. Bin gestern zum Kreishaus gefahren – und nehme meinen Einspruch mit dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns zurück. Du hast natürlich recht – und Dir gebührt der Tusch!


Ansichten: 126 Stimmung: Gut gemacht! Strassen: ,

Als es noch keine Schuhkartons gab

Dieses ist mal wieder ein aufgewärmter, leicht umgestellter und angereicherter Eintrag, mit dem die Verschandelung unserer Stadt im Zeichen des “Fortschritts” belegt wird. Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass man in einer Straße mit ehemaligen Arbeiter-Häusern alle Bäume abhackt, Straße und Bürgersteige mit Betonsteinen versiegelt und Fassaden mit Eternit-Scheiß verkleidet! Wer ist dafür verantwortlich?

Bei dem Anblick der “neuen” blattbefreiten Bismarckstaße fällt mir ein, dass ich kürzlich bei einem Besuch in Schleswig meiner Frau die Angelner Straße gezeigt habe, in der ich als Junge ein paar Jahre gewohnt habe. Die Straße ist jetzt komplett baumlos und die Straßendecke und die Bürgersteige sind wartungsfrei versiegelt. Die Straße sieht zum Fürchten langweilig aus.

Beweisfoto s. links – auf dem Foto rechts haben Oma und Opa gerade das Haus Angelner Straße 11 verlassen. Wie man sieht, sieht man einen Baum!


Jürgen Brandt hat diese beiden Fotos Sylvester 2011 dem “Klassentreffen” geschickt. Wir sehen die Angelner Straße im Jahr 1960 und im Jahr 2011. Deutlicher lässt sich der “Fortschritt” in dieser Straße nicht belegen. Ich habe als Knirps noch den Bürgersteig vor dem Haus links neben dem LKW gefegt und das Laub weggeharkt. Jetzt ist alles schön versiegelt. Und die Autos werden nicht mehr von herabfallenden Blättern und kleinen roten Früchten (war es nicht Rotdorn?) verschmutzt!


Die SN haben das Thema “Verschönerung” am Beispiel eines Hauses in der Angelner Straße vor etlichen Jahren schon einmal aufgegriffen. Das “sachliche” und “nüchterne”, das die SN im Text beschreibt und möglicherweise vorsichtig hinterfragt, hat sich in der Angelner Straße mit brutaler Konsequenz durchgesetzt!

Eine kleine Bildergalerie:



















Hier spendiere ich den Leserinnen und Lesern des Klassentreffens einen kleinen Spaziergang durch das Schleswig in den Jahren zwischen 1927 und 1968.

Der Spaziergang soll der Erholung dienen, weil uns auf den Fotos keine Bauten im “Schuhkartonstil” begegnen, die heute so gerne von Bauämtern genehmigt werden.

Es ist auch ein Beitrag zu der lebhaften Diskussion zum Thema “Was reißen wir denn jetzt ab?” an dieser Stelle.

Alle Fotos sind aus diesem schönen Buch der Altstädter St. Knudsgilde herauskopiert. Das Klassentreffen bedankt sich recht herzlich.

Sönke Hansen: Fotos vom bebauten Capitolplatz sind immer wieder Klasse. Die Gilden haben bestimmt noch mehr Bilder “im Keller”. :!: :?:

Rainer Pose: Im Gegensatz zu Sönke, der Bilder vom bebauten Capitolplatz immer wieder Klasse findet, stehe ich mit großen Augen vor dieser Aufnahme. Ich habe noch nie ein Bild der Plessenstraße gesehen, wie sie bis zum Stadtweg reicht. Ich kenne nur das Capitol-Kino und den freien Platz davor. Wenn nicht das Kaufhaus “Hans Nissen” im Hintergrund stünde, hätte ich grübeln müssen, welcher Abschnitt der Plessenstraße dort fotografiert ist.
(Hier hast Du noch einen anderen Blickwinkel, Rainer :D )

…Auch die Wohnung von Studienrat Witthinrich im ersten Stock des Feinkosthauses “Julius Hansen” ist jetzt bildlich dokumentiert…

Die drei Fotos vom Gallberg sind auch sehr stimmungsvoll!

Und die Bismarckstraße hat sich doch wunderschön gemausert, nicht wahr? :no:


Ansichten: 217 Strassen: , , , , , , ,

Hintermofenrätsel Nr. 66

Diese Frage wird in – sagen wir mal – einer Minute gelöst werden:

Wo war der Weinteich?

Die Zeit läuft…
(Bilder kommen nach der Lösung)

Admin: Nun ist ungefähr eine Stunde vergangen – und… nichts! Entweder liest niemand mehr das “Klassentreffen” (schnüff :cry: ) – oder – der Weinteich wird für den Bierteich gehalten, und den hat es wirklich nicht gegeben…

Lutz: ..habe mal die alten Karten durchforstet – aber, Fehlanzeige! Vielleicht ist ja der Admin auch nur “weinselig”… Admin: Alsooooo, Lutz, ich vermeide es weitestgehendst unter Alloholeinfluss zu formulieren!!!

Lutz: …schade, hatte eigentlich gehofft, dass die kleine Provokation Dich zu einer Hilfestellung animiert… aber Pustekuchen Admin: Zuerst mal, Lutz, war es für mich eine Frage der Ehre! :wink:

Aber wenn man so nett bittet :roll: hier jetzt ein erster zarter Tipp:

Auf der Karte links ist der Weinteich (mit Beschriftung) eingezeichnet!

Lutz: …dann müßte es sein: Planquadrat C 3, linke obere Hälfte

Admin: Zitat aus “Plan der Stadt Schleswig” von H. Philippsen, 1926:

Thiessensweg, angelegt 1909 und benannt nach seinem Erbauer, dem im Jahr 1913 verstorbenen Rentier W. Thiessen in Schleswig, der mit diesem Wege die sog. Weinteichkoppel für Bauzwecke erschloß. Der “Weinteich” bildete das zweite Reservoir der nach dem Schlosse Gottorf führenden Wasserleitung.

Ein Tusch für Alleinkämpfer Lutz!

(Die beiden Fotos sind aus “Stadtrundgang 1905” bei Sönke)

Sönke: Das Rätsel war auch nicht einfach, Gerd. Ich kannte den Weinteich bis zum Erhalt der Bilder auch nicht. Admin: :yes:


Ansichten: 59 Strassen: ,