
(Hier die Fotos aus dem Album “Sanitaetsmeierei” als Diashow)
Hallo Gerd,
betrachtet man den Internetauftritt des “Klassentreffens” so könnte man zu der Ansicht gelangen die hier Mitmachenden wären allesamt Biertrinker.
Es muss in Schleswig aber auch Milchtrinker gegeben haben,
gab es doch die Sanitätsmeierei in der zeitweise bis zu fünf Christiansen arbeiteten (diese jedoch, kriegsbedingt, nicht alle zur gleichen Zeit).
Ich sende Dir heute eine CD mit Bildern aus einem alten Fotoalbum welches ich in einem hinteren Eck eines Schrankes meiner Mutter fand.
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Alle Fotoaufnahmen stammen von Christian Christiansen. Er fiel 1941 in Russland. Zum Zeitpunkt der Einberufung zum Kriegsdienst war er bereits Buttermeister. Die Fotos dokumentieren also den technischen Stand der Molkerei im Jahre 1936. 1939 wurde der Butterversandhandel meines Großvaters im Herrenstall durch die Nazis
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im Zuge der Anwendung der “Gesetze über den Aufbau des Reichsnährstandes” enteignet. Seit dieser Zeit arbeitete auch mein Großvater in der Sanitätsmeierei. Nach und nach folgten die anderen Geschwister nach, so dass nach 1945 drei Christiansenbrüder und deren Vater hier arbeiteten.
Die Berufswahl zum Meieristen, wie mein Vater meist sagte, erfolgte unter vereinfachten Bedingungen; jedenfalls aus heutiger Sicht kann man das so sagen. Es soll so gewesen sein, dass der Leiter einer befreundeten Meierei in Klappholz meinen Großvater anrief und fragte: “Kümmt een vun dien Jungs ut de Schol?” Konnte diese Frage mit ja beantwortet werden, so hatte die Meierei in Klappholz wieder einen neuen Lehrling.
Es wäre nun für mich interessant zu erfahren, wann die Sanitäts-Meierei gegründet wurde und ihren Betrieb aufnahm. Vielleicht kann Dr. Ritter oder Wolfgang Clausen hierüber etwas mehr in Erfahrung bringen? Über Hinweise würde ich mich freuen.
Sönke ist schon tätig geworden….
Über die Sache mit den Aufmärschen der Reichsarbeitsdienstes kann ich nichts sagen, außer, dass die Bilder sich im gleichen Album befanden.
Soweit es möglich war, habe ich die handschriftlichen Einträge des Fotoalbums in den Dateinamen des einzelnen Bildes übernommen. Falls hierzu Fragen bestehen, bitte eine Mail senden (Admin: oder hier kommentieren :D)
Vielleicht sind einzelne Bilder interessant und Du stellst sie ein.
Herzliche Grüße
Uwe C.
Hier jetzt Marschier-Fotos rund um die Meierei herum – ach bin ich froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben!
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Wolfgang Clausen:
Hallo Uwe C., als Milchtrinker und als Exmeiereikind will ich gern einige Daten zur Entwicklung der Sanitätsmeierei beisteuern.
Gründungsdatum ist der 30. April 1927
Vorstandsvors.: Georg Greve, Königsweg, Schleswig
AR-Vors.: Peter Rasch, Gut FalkenbergProduktionsstätten:
- Kauf und Umbau der ausgebrannten Fabrik Flensburger Str.-Süßmosterei Walbohm – Gesamtkosten 340.000RM
Eröffnung 15. Juli 1927- Verlegung der Verarbeitungsstätte aufgrund steigender Milchanlieferungsmenge zur “Freiheit” – Inbetriebnahme 1. Jan. 1930
- Aufkündigung dieser Liegenschaft durch die Nationalsozialisten, da auf dem Gelände der “Freiheit” die Wehrmacht aufgebaut werden sollte.
- Kauf und Bebauung der Fläche Stadtfeld 19 – Inbetriebnahme 15. Juli 1935
Diese Daten habe ich aus meinem Aufsatz
Gründung und Entwicklung der
Sanitätsmeierei Schleswigden ich 1961 als Abschlußjahresarbeit für die Realschulprüfung abgegeben habe.
Mein Vater, Hans Clausen, leitete die Meierei in Ulsnis bis er 1954 die Sani übernahm. Sein Vorgänger war m.e. ein Herr Andresen. 1974 ging mein Vater in der Ruhestand; sein Nachfolger wurde Heinrich Lorenzen.
1986 beschlossen die Genossen der Sani, ihre Milch an die Nordbutter zu liefern. Der Betrieb der Sanitätsmeierei wurde eingestellt.
Die Immobilie wurde m.E. an die Fa. Stoll verkauft, die einen Teil der Bebauung abriß. Dort wurden Reihenhäuser gebaut; das Hauptgebäude wurde in Wohn- u. Büroräume umgebaut.
2 Bilder der Sani von 1960 schicke ich direkt an Gerd, damit er diese hier einstellt. (Admin: Schon passiert, danke Wolfgang!)Uwe C. zu welchem der Brüder Christiansen kann ich Dich zuordnen? Gespielt – auch Handball – habe ich viel mit Peter, der leider verstorben ist. Auch hatte ich zu Christian Kontakt.
Hallo Gerd,
heute sende ich Dir ein Foto aus dem besagten alten Fotoalbum.Die Aufnahme könnte etwas mit dem Butterversandhandel meines Großvaters zu tun haben. Trifft diese meine Vermutung zu dann könnte der Mann der Milchwissenschaftler Petersen sein dessen Konterfei sogar auf Ehrenurkunden in der Molkereitechnik auftauchte.
Könntest Du dieses ins Klassentreffen einstellen mit der Frage ob jemand der Besucher/Leser diesen Mann und/oder die Kinder kennt?
Oder aber es ist jemand der zur Familie Rothmann Herrenstall gehört.
Vielen Dank im Voraus
Uwe C.
(Admin: Ich habe Uwes Email ohne Änderungen übernommen.)

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Die Redaktion bittet den Druckfehler im “Friedrichsberger” zu entschuldigen. Es heißt nicht “Sprenglers Hotel” sondern “Spenglers Hotel“. :p
Sönke:
…beim Stöbern in meinem “Archiv” habe ich noch einen Bericht über die Sanitätsmeierei gefunden. Erschienen ist dieser Artikel am 29.April 1977 in dem Werbeblatt “Der Friedrichsberger”.
Email v. 18.12.2009 von Uwe C. Christiansen:
Hallo Gerd,
nach Durchsicht von schwarz/weiss Negativen meines Vaters fand ich diese von der Sanitätsmeierei. Sie zeigen also eine techn. Ausstattung der 50er Jahre und liegen so ca. 20 Jahre später als die bisher im Klassentreffen veröffentlichten. Butterrei, Milch bzw. Kannenannahme, Maschinenraum mit Zentrifugen zum Entfetten und eventuell ein Pasteur zum Schnellhocherhitzen mit nachfolgender Abkühlung meine ich erkennen zu können. Die beiden Personen kann ich nicht namentlich benennen. Vielleicht kann das Wolfgang Clausen. Dieser kann bestimmt auch mehr zu den Bildern aussagen.Die Negative steckten in orangefarbenen Papperöllchen mit der Aufschrift: Fotohaus Hölste Spezialgeschäft für Photo – Kino, (24b) Schleswig, Stadtweg 75.

Der linke Mann in der Butterei ist mein Großvater Thomas Westergaard Christiansen. Er warf mit großem Geschick ca. jedes 10. Stück automatisch abgepacktes Butterpäckchen auf die Waage.
Ansichten: 169 Strassen: Altstadt, Sanitätsmeierei, Stadtfeld






