Frühlingsrätsel Nr. 12

Wo? (1) (Wenn ich Euch mit zu vielen Rätseln nerve – Bescheid sagen!) :.

Dieses Mal wird schon vor der Lösung gezeigt, was auf dem Schild am Baum steht!


Admin (seufz!): :( Da keinerlei Kommentare (nach Jochen) zu diesem ersten Rätselteil eingehen, muss hier wohl massive Hilfestellung gegeben werden. Wenn die Rektorin ihren Wagen abgestellt hat, wären es nur rund 15 Meter bis zum Privatgelände…


Norbert:

Dat süht sehr naa de Gallbargschool ut un wenn dat nich stimmen deit, scheet ick mol mit Schrot un segg: Bogenhagen- oder Willemminenschool.

Torsten:

Damit Norbert nicht so alleine ist und der Admin nicht so ganz enttäuscht, meine Vermutung aus 255 km und 37 Jahren Entfernung:

Ich weiß zwar nicht, wo die Rektorin der Gallbergschule dort parkt (zu meiner Zeit kamen Pädagogen zu Fuß zur Lehranstalt), aber unterhalb der Schule war der Bissenweg und Kattsund und irgendwo dort hat sich der Fotograf den Weg durchs Gestrüpp gebahnt. Da das LKH ja verdampt wurde, ist es dort auch Privatgelände, und das Blaue auf dem Bild könnte der Mühlenbach sein…

Admin: Danke Torsten, dass Du Dich so solidarisch verhältst. Auch Deine Vermutung, dass ich mit Gestrüpp gekämpft habe, ist richtig!

Links neben der Turnhalle der Gallbergschule ist ein Pfad und ein Zaun ist gelöchert. Es war also Abenteuer pur, aber der Blick auf den Polierteich ist der Lohn! Bitteschön! Und je ein halber Tusch! für Norbert und Torsten! Geht das so in Ordnung?
(Das Schild am Baum muss allerdings alt sein – und die Steinpfeiler, an denen wohl mal ein Tor befestigt war, sehen uralt aus!)

Wo? (2)

Jochen Meyer:

Das untere Bild ist wohl vom Netzetrockenplatz; Blickrichtung Westen; der Zaun zum Garten des Klosters…? Aber die Schilderbilder? Keine Ahnung…


Ok, Jochen!
Das war für Dich ein leichtes Spiel! Die zweite Hälfte des Rätsels ist nicht geraten, sondern eindeutig identifiziert.

Da bei diesem Rätsel zwei Tusche vergeben werden, hier für Dich ein Tusch!


Ansichten: 110 Strassen: , , Schulen:

Ein echter H.Petersen – aber welcher?




(Die untere Signatur ist eine Abbildung zu dem unten wiedergegebenen Artikel in den SN)

Graphologen, Kriminalisten, Kunstsachverständige!

Ihr seid doch sicher meiner Meinung, dass beide Signaturen von dem einen und einzigen H.Petersen stammen!

Ja, aber von welchem Petersen? Von Carl Heinrich Petersen aus Husum oder von Heinrich Christian Petersen aus Schleswig oder Klein-Brodersby?
Diese Frage treibt den “Maler-ForscherHeinrich Jäger aus Kiel um. Herr Jäger wendet sich mit Hilfe der SN heute an die “Bevölkerung” (die Hervorhebungen sind von mir):

Die Suche nach dem richtigen Petersen

Zwei Maler aus Schleswig kommen für zahlreiche Höfe- und Landschaftsbilder aus Angeln in Frage Schleswig

Ein Anruf brachte Heinrich Jäger aus Kiel ziemlich aus dem Konzept. Lange hatte er sich bemüht, die Identität des Malers zu ermitteln, der seine Höfe- und Landschaftsgemälde schwungvoll mit H.Petersen oder nur H.P. signierte. Auf 23 solcher Gemälde war Jäger bei seinen Forschungen nach Höfe-Malern in Angeln gestoßen. Doch nach einem Anruf aus Schleswig ist die Urheberschaft der Werke wieder absolut in Frage gestellt.

Jäger hatte einen Carl Heinrich Petersen als Maler der HP-Bilder identifiziert. Der war 1841 zwar in Husum geboren worden, hatte aber lange als Dekorations- und Höfe-Maler in Schleswig gelebt, ehe er zu seinem Sohn nach Kiel gezogen war, wo er 1910 starb. Doch dann erreichte Jäger ein Anruf von Erich Koch aus Schleswig – und die Frage, wer die Signatur verwendet hat, war wieder offen.

Koch, der der Stadtgruppe Schleswig des Heimatvereins der Landschaft Angeln angehört, machte den Kieler Maler-Forscher auf einen Schleswiger Kunstmaler namens Heinrich Christian Petersen aufmerksam. Dessen Geburtsort ist in einer Quelle mit Schleswig angegeben, neuere Forschungen ergaben aber, so Jäger, dass er am 12. Oktober 1841 in Klein-Brodersby geboren wurde. Im Nachruf des am 10. Oktober 1905 Verstorbenen heißt es, dass der Kunstmaler ein Dilettant war, der die Landschaftsmalerei betrieb und seine Motive mit Vorliebe der Umgebung seiner Vaterstadt Schleswig entnahm.

Aus vielen verschiedenen Quellen zeichnete Jäger sowohl das Leben des einen, wie auch des anderen Petersens nach – ohne die Signaturfrage klären zu können. Da halfen bisher auch zwei weitere HP-Werke nicht, die Erich Koch entdeckte – eines von der St. Michaeliskirche und eines vom Mühlenhaus am Gallberg, letzteres allerdings nur als schwarz-weiß Abbildung.

Wo sich das Original befindet, konnte Jäger bisher nicht herausbekommen. Er hofft auf Mithilfe der Bevölkerung. „Über das mit H. Petersen signierte Bild von der St. Michaeliskirche, das im Pastorat hängt, müsste es doch vielleicht Unterlagen geben, aus denen hervorgeht, wer genau es gemalt hat“, meint Jäger.

Kurz vor dem Anruf aus Schleswig hatte Jäger sein zweites Buch über Höfe-Maler – das erste befasste sich mit den Werken von Hinrich Detlef Hinrichsen – fast fertig. Für das Werk über Schleswig-Holsteins malende Chronisten, das der Heimatverein der Landschaft Angeln demnächst unter dem Titel „Höfe und Häuser in und um Angeln“ herausgeben will und das neben einem Nachtrag über Hinrichsen auf mehr als 90 Künstler und Maler hinweist, hofft Jäger, die HP-Frage noch klären zu können – mit Hilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung.

Die SN vom 2.10.2008 schreibt (auszugsweise): …Zwei Maler standen zur Auswahl. Jäger hatte zuerst Claus Heinrich Petersen ermittelt, der als Dekorations- und Höfemaler im 19. Jahrhundert in Schleswig gelebt hatte. Doch seine These geriet, wie berichtet, ins Wanken, als er von einem Heinrich Christian Petersen erfuhr, der 1841 in Brodersby geboren wurde. Er war offenbar zwei Mal verheiratet, in erster Ehe mit Sophia Maria Thran. In seiner Todesanzeige 1905 taucht als Witwe Anna Petersen auf. Für Jäger steht inzwischen fest, dass dieser Heinrich Christian Petersen der von ihm gesuchte Maler ist.

Ich habe mich als “Bevölkerung” angesprochen gefühlt und Heinrich Jäger am Telefon gesagt, dass ein “H.Petersen” bei uns an der Wand hängt. Das Bild ist ja schon im “Klassentreffen” in Zusammenhang mit der “Bumsbamskuhle” thematisiert worden. Aber das ist eine andere Geschichte…:D

(Das Bild stellt nach meiner Meinung die St. Jürgener Mühle dar, über die Sönke Hansen berichtet.)

So, Herr Jäger war am 4.9. bei mir zu Hause und hat das Bild von H. Petersen als “echt” identifiziert und mit seiner nicht-digitalen (!) Kamera fotografiert. Das Bild von der St. Jürgener Mühle wird also in dem neuen Buch zu finden sein.

Dieses Bild ist übrigens auch von H. Petersen und wird in dem neuen Buch veröffentlicht werden. Es zeigt sehr schön den Polierteich und die Michaeliskirche mit dem Blick des Malers!

Das Buch ist jetzt erschienen (48€) und wird während der Frühjahrstagung des Heimatvereins der Landschaft Angeln am morgigen Sonntag in Grundhof offiziell vorgestellt werden (SN vom 13.6.2009).


Ansichten: 522 Strassen: ,

Begehung II


Begehungsneuauflage; Schleswig, am 16. Mai 2008; Hauptbahnhof 10:17 Eintreffen Wolfgang Kather.

Auf dem Bahnsteig: Norbert Neidebock und Gerd Tams. Für die LGS werden wir wohl keine Zeit haben. Weitere Vorschläge?

Wolfgang Kather: Ich hatte geglaubt, daß einige Leute, jedenfalls zeitweise, zu uns stoßen würden. Schade!

Gerd Tams: Vielleicht kommt ja noch eine Einladung auf eine Tass Kaff auf einer Schleswiger Terrasse per Kommentar rein? :.


Diese Postkarte schon mal zur Einstimmung Jungs! 1952 sind wir hier auch schon herum gestromert…

Sönke Hansen: Dann könnt ihr euch noch einmal das Stadt Hamburg anschauen, nach Aussage der Stadtverwaltung steht der Abriß unmittelbar bevor.

Torsten Hansen: Ihr könnt ja bei “Gosch” mal das älteste Lokal der Stadt testen oder im “Schloßkeller” bei einem Kaffee fragen, ob er nicht doch noch älter ist.

Benny Gutmann: Ihr müßt Euch auch dann einmal den neu gestalteten Stadthafen ansehen. Ich finde, daß der gut gelungen ist; jedenfalls erfreut sich die dortige Gastronomie regen Zuspruchs

Die Begehung:

Wir drei Männer machten uns bei schönstem Wetter zu Fuß auf den Weg und erreichten zunächst die höchste Höhe des Erdbeerenbergs. Aber leider ist dort kein Aussichtsturm mehr, so dass sich der Nachkriegsblick aus dieser Geschichte nicht mehr rekonstruieren ließ. Es fand sich aber ein schön grüner Weg runter vom Berg in Richtung Roter Elefant. Neben den alten Geschichten fand sich schnell ein aktuelles Thema: Durst!

Nichts lag also näher, als das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Wir entschieden also ohne Diskussion, die Geschichte des Schlosskellers zu erkunden und dort gleichzeitig ein Getränk einzunehmen. Das Projekt scheiterte aber auf der ganzen Linie, weil der Keller noch zu war. Wären wir doch eine Viertelstunde später gekommen!

In Windeseile tauchte die Stampfmühle am geistigen Horizont auf und wurde unverzüglich als nächstes Ziel festgelegt. Wie man hier links sieht, kamen wir der Mühle schon näher. Wolfgang, der vieles als “Gedienter” durch die verteidigungspolitische Brille sieht, erinnerte uns an den Schießstand (linker Hand) und an die seinerzeit zerbrochenen Wasserspieltiere. Die Tommies wären damals mal so eben mit dem Tank über die Löwen gefahren – und kaputt waren sie. Und dann kamen die damals im Burggraben wiedergefundene WII-Waffen ins Gespräch und der Schülerschuss mit einer WII-Pistole, der Schleswig damals für ein paar Tage aus dem Dornröschenschlaf erweckte.

Ein paar Schritte weiter fragte Norbert: “Ja wo ist denn jetzt der Twistschuppen?”. Nix Stampfmühle (alias Twistschuppen), nur Seniorenresidenz und nochmal Seniorenresidenz. Aufgrund der von mir durch das Studium der Schleswiger Nachrichten erworbenen Ortskenntnisse, wusste ich, dass man die Stampfmühle noch finden kann. Sie ist hinter der Residenz versteckt. Einsam lag sie da, die Stampfmühle. Zwei Seniorinnen saßen in der Sonne und ignorierten uns. Den Durst konnten wir nicht löschen – weil – erst ab 14 Uhr. Die nah gelegene Minigolfanlage war übrigens auch zugekettet. Geöffnet ab – hab ich jetzt vergessen…

Es war eine neue Strategie zu entwickeln, die das Flüssigkeitszufuhr- und -ablassproblem zu berücksichtigen hatte. Wir entschieden uns, wiederum einstimmig, die Alleeroute einzuschlagen, die alte BLS zu tangieren, bis zum Thingplatz vorzustoßen, bei der Lornsenschule zum Lollfuß abzusteigen, um dann im Patio aufzuschlagen. Die beigefügten Fotos dokumentieren, dass dieser Plan durchgeführt werden konnte und zum ersehnten Ziel führte.

(Wolfgang hat uns nicht verraten, was er von dem Baum wollte. Wir vermuten, dass er ein eingeritztes Herz mit seinen Initialen suchte…)

Das Patio war in der Lage, unsere Bedürfnisse zu befriedigen.

Nach einer halben Stunde konnten wir – doppelt befriedigt – unseren Weg fortsetzen. Wir nahmen die Direttissima durch das pulsierende Herz der Schleswiger Geschäftwelt. Nichts konnte uns aufhalten, weil das Grauen uns weitertrieb. Die Baulücke Nr. 62, das alte Firmenschild von Hullmann, die Werbung von Schleswig 06, den noch erhaltenen Eingang der früheren Volkshochschule und den Blick in die Passage, wo früher hinten rechts eine Kneipe war, in der Norbert vom Wirt Selbstgebranntes konsumierte, haben wir noch schnell geknipst. Das ganze endete dann mit dem Knalleffekt, dem verschandelten Gallberg.

Doch frisch ans Werk. Wir ließen es uns nicht verdrießen und wanderten weiter in Richtung Stadthafen, unserem auftragsgemäßen Fernziel. Norbert wollte das von ihm in einem Buch gefundenen Motiv aus der Schlachterstraße wieder finden. Wir haben es gefunden, auch wenn man ziemlich genau hinsehen muss. Ein Tipp: Der neue Zustand ist in Farbe auf dem Foto rechts dargestellt!


Auf dem Weg zum Malerwinkel am Mühlenbach dokumentierten wir noch zwei markante Beispiele für die Kunst, alte Häuser mit Fassadentechnik in einen definitiv hässlichen Zustand zu versetzen.


Der Weg weiter, irgendwie in der Nähe des Holmer Noors und der alten Kreisbahnbrücke und dann zum Grauen Kloster und Rathaus hin, war so richtig schnuckelig. Auch zum Holm hin gab es nichts zu meckern. Alles ansichtskartenfähig. Wir durften Touristen den Weg zum Holm zeigen. Den haben wir dann ausgelassen und den neuen Hafen angesteuert (Foto rechts).


Und noch zwei Bilder, bitteschön. Auf dem einen Bild ist das Jürgen-Drews-Mobbelkom-Gedächtniszelt zu sehen (hier noch mal von gegenüber). Sehr chic! Um unseren Ruf als Meckerpötte zu zementieren, sei jetzt verraten, dass wir das Gastronomieangebot auf dem Hafenareal verschmähten (Originalton Norbert: “Ich lauf hier doch nicht mit dem Teller durch die Gegend!”). Auch die professionelle Durchsage “Nr. 32, Nr. 32 bitte!” mag etwas Abschreckendes gehabt haben. Wir betraten das straßenjenseitige Olschewski, aßen seriös und etwas teurer und verließen später zufrieden diese Stätte gastronomiekonservativen Friedens. Den neuen Hafen fanden wir dann irgendwie “…touristisch aufgeräumt” oder so. Alles sehr sehr sauber. Zu wenig Dreck mit anderen Worten. Tja, wir sind halt im Schmuddel groß geworden. Das prägt vermutlich.


Käptn Neidebock übernahm jetzt die Führung. Er kannte wohl bei Wolfgang und mir die verdauungsbedingte Blutleere im Gehirn und ging wie selbstverständlich ans Ruder. Unter der glühenden Sonne durchfurchten wir die Plessenstraße, notierten die traurigen Rudimente der Gleisanlage der Kreisbahn, gönnten Wolfgang (dem alten Gewerkschafter) einen Blick auf die SPD-Zentrale und gelangten durch den Geheimgang über den Kornmarkt zum Mühlenbachgang in Richtung Polierteich.


Der Fußweg hoch zum Polierteich ist wirklich schön. Man wohnt dort wohl ruhig und angenehm. Der Polierteich war in meiner Jugend ein stinkender Tümpel. Das ist jetzt ganz anders. Die Fassade (rechts) kann den Gesamteindruck nicht verderben. Gelle?


So, und jetzt kamen wir zur Spielwiese unserer Kindheit, “der Anstalt”. Dazu ist im “Klassentreffen” schon einiges gesagt worden. Die beiden Fotos zeigen, dass es immer noch schön grün ist und dass das Gelände – und das ist jetzt neu – einen Puff aufzuweisen hat. Der Wasserturm, der jetzt kein Wasserturm mehr ist, soll als lockendes Symbol vom Puff dazu gemietet worden sein (ein kleiner Scherz darf doch hier erlaubt sein…).


Flott ging es jetzt weiter am Bach entlang, an “meinem” Baum vorbei, einen ganz schmalen Fußweg hoch nach “Drei Kronen”, dann rechts rum zum Moldeniter Weg – und schwupps landeten wir bei “Fiete” in der Werkstatt. Hier hat früher Norberts Großvater den Schmiedehammer geschwungen. Fiete erzählte uns, dass am Tag vor unserem Besuch 14(!) Kumpels in der Werkstatt gesessen hatten um sich auf ein traditionelles Power-Spiegelei-Essen vorzubereiten, das bei einem anderen Kumpel stattfand. Gerhard Neugebauer und Wilfried Pirschel waren auch dabei. Fiete repräsentiert den Ur-Schleswiger mit Leute-Kenn-Automat-Knopf. Nennst Du einen Namen kommt die Auskunft, dass er “X” gestern mit Frau und Hund beim Einkaufen getroffen hat. Nach der Werkstatt zogen wir noch mal von wegen der Sonne in den Innenhof um, haben schön geklönt, wurden gut versorgt (vielen Dank nochmal an Fiete+Frau) und verließen dann durch die Werkstatt wieder den gastlichen Ort.


Den Weg zurück zum Bahnhof haben wir dann im Geschwindschritt bewältigt. Durch die Anstalt (mal wieder), am Stadtfeld vorbei (auch so eine Bau-Sch…), durch die Angelner Straße (wo sind die Bäume?), durch die Schuby-> und Bellmannstraße, an der Mittelschule vorbei, die Lollfußtreppe runter, Stadt Hamburg vielleicht zum letzten Mal gesehen, an der “Schleihalle” vorbei (“Investoren gesucht” – immer noch) und durch die renovierte Friedrichstraße zum Bahnhof. – Das wars. Hier die fotografischen Beweise:



Falk Ritter hat sich an die Begehung I erinnert und hat zwei Tage nach der Begehung II eine kleine Ergänzungsbegehung veranstaltet. Diese beiden Fotos belegen, dass im Marienbad etwas passiert. Damit wird wahrscheinlich wahr, was

aus “sehr gut unterrichteten Kreisen” zu hören war…

…und hier ist die Wahrheit!


Ansichten: 184 Strassen: , , , , , ,

Die Bumsbamskuhle…



…nahe des Polierteiches am Ende der Faulstraße wird im Jahr 1663 mit 143 Fuder Sand aufgefüllt und gepflastert

Heinrich Philippsen schreibt allerdings: Den Polierteich versorgte die Quelle in der “Bumsbams-Kuhle” mit vorzüglichem Trinkwasser, besondere Kosten scheint diese nicht verursacht zu haben. Sie sprudelte in einer neben dem Polierteich befindlichen Erdgrube, die als Ableitungsvorrichtung für das überschüssige Wasser im Polierteich angelegt war und erst vor einigen Jahren zugeworfen ist.

schreibt der Schleswiger Bürgermeister.
Die Postkartenmotive sind zwar schon alt, aber die Bumsbamskuhle war zu der Zeit auch schon nicht mehr da.

Auf der anderen Seite des Teiches wären wir der Bumsbamskuhle schon etwas näher, wenn es sie dann noch gäbe…

(Das Foto links hat Wolfgang Kather am 7.8.2007 fotografiert)



Über dieses Wasserrad fließt das Wasser aus dem Polierteich in Richtung Kornmarkt…



…dann durch den Kälberteich…vorbei an der Schlachterstraße 13…und das Holmer Noor in die Schlei (aus dem etwas schmuddeligen Kälberteich ist jetzt der “Lornsenpark” geworden).


Da bleibt dann noch die Frage, wie denn der Polierteich sein Wasser bekommt.

Also auf dem Foto links, in Sankt Jürgen (da bin ich geboren) ging ein schmaler Weg (rechts neben dem Baum) zum Mühlenbach herunter. Heute ist es immer noch so, aber der Bach ist nicht mehr so schön…


Ein paar Meter weiter fließt der Bach in den Mühlenteich, auf dem sich mein Opa als Bootsführer betätigte. Nach der Unterquerung des Mühlenredders konnte man von der Brücke in den Mühlenbach spucken…


In der Ruine der Mühle am Mühlenredder haben wir noch als Kinder gespielt. Ein H. Petersen hat die winterliche Mühle im Jahr 1901 gemalt. Das Bild ist vor vielen Jahren aus dem Bestand des Landeskrankenhauses ausgemustert worden.
Das Bild rechts zeigt den Anstaltspark (eine “Partie”) mit Blick auf den Wasserturm.

Norbert Neidebock: Im Anstaltspark war auch noch ein kleiner Teich mit einer Insel mit Entenhaus. Der ist nun leider auch nicht mehr.
Ich erinnere noch, wie der Mühlenredder ausgebaut wurde. Es wurden jede Menge Karpfen, teilweise riesige Viecher, gerettet. Der Inspekter Jessen (oder Jeß?) hatte Pferdewagen zur Verfügung gestellt mit großen Holzfässern. Die Karpfen wurden dann im Brautsee ausgesetzt.
Aus dem Mühlenbach haben wir uns oft Frösche gefangen. Unsere Mütter waren “sehr begeistert” :-)),denn wo bewahrt ein Junge die auf? Klar, in der Hosentasche!

Nochmal Norbert: Apropos Schnaps, Anfang der 50er wurde die Spritfabrik eröffnet. Da lagen große Berge Datteln oder Feigen, von denen wir uns manchmal welche klauten. Wir mußten nur schneller als die Arbeiter sein, die uns immer verjagten. Diese Fabrik hat mit ihren ungeklärten Abwässern den Mühlenbach versaut, so daß die Frösche und Stichlinge und weiß der Deubel, was noch mehr, ausgerottet wurden. Aber das hat damals kaum ein Schwein gestört!!

…dem Schleswiger Stadtplan entnehme ich dann, dass der Mühlenbach sich ohne große Umstände geradeswegs in den Polierteich begibt (s.o.).

Aber woher kommt der Mühlenbach?

Dieser Frage bin ich als Junge natürlich auch nachgegangen. Wenn man also von Drei Kronen zum Bach runter ging (Foto!) und sich nach rechts (also nördlich) bewegte, kam zuerst ein kleines Wäldchen und dann nur noch eine große Wiese. Durch diese Wiese schlängelte sich der Bach. Ich kann mich noch erinnern, dass in dem klaren Wasser Stichlinge zu sehen waren. Aber wie ging es weiter?

Heute hilft hier Google.

Nach der Karte links wandert der Mühlenbach oben in der Gemarkung “Thymiansberg” aus der Karte raus.

Diese kleine grüne Karte zeigt, dass der Mühlenbach aus der Gegend des Langsees kommt, aber offensichtlich nicht aus dem Langsee. Der Mühlenbach hat demnach zwei “Quellflüsse” (wie der Nil :!:), die aus der Gegend um Nübel und Neuberend kommen.

In früheren Zeiten hieß der Bach übrigens St. Jürgenbach. Er unterquerte kurz vor der Altstadt die Brücke der Mönchenbrückstraße und floß in den Kälberteich. Der Kälberteich wurde 1896 zugeschüttet. Dafür gabs dann einen Lornsenplatz (D1). Schleswig bekam den Kälberteich so ca. 1978 wieder zurück.


Ansichten: 173 Strassen: ,