Kälberstrasse

Aktualisierter Beitrag; bitte weiter unten nachsehen (“scrollen”):

Meine Mutter hatte noch dieses Foto von der alten Kälberstrasse. In dem Haus rechts ist mein Vater mit drei Geschwistern aufgewachsen.


Die alten Häuser und die Schlachterei Rasch wurden abgerissen.

Hanns Mieschendahl schickt am verregneten 29.3.09 das Foto links:

…In meinem Fotoalbum klebt ein Bild, das Sie selbst viel besser haben. Aber vielleicht sind Sie drauf – auf dem Wege zu Oma und Opa? Die gleiche Perspektive hat mich schon verblüfft. Für mein Foto bin ich ca. 1958 in der Altstadt unterwegs gewesen mit einer Agfa-Ambi-Silette, gekauft bei Herrn Münch in der Friedrichstr. als “Leica des kleinen Mannes”. Hinter dem Laden wurden in seinem Labor dann die Filme entwickelt und vergrößert…



Links ein Bild der Agfa-Ambi-Silette von Hanns Mieschendahl

Rechts die Agfa Clack, die mir als mein erster Fotoapparat geschenkt wurde


Hanns Mieschendahl:

…und mein erster Knipskasten war so eine Bilora-Box von Foto-Münch 1951 für DM 11,- (der Lederbehälter hätte DM 15,- gekostet!)


Susanne Römer schickt diese Fotos und schreibt:





Das Foto von meinem Vater mit dieser Leica entstand in den 50 iger Jahren. Man bemerke die aufwendigen Tapeten zu der Zeit! :-)

Diese Kamera ist noch voll funktionstüchtig und macht klasse Aufnahmen. Sehr viel Geduld ist gefordert, da noch mit Belichtungsmesser gearbeitet wird.

Die “güldene Leica” habe ich auf einem Flohmarkt erstanden. Sie dient für Ersatzteile, falls mal nötig!

Es ist eine Leica III a von 1937. Mein Vater hat sie im Krieg erstanden. Die Daten stammen aus dem Leica Produkt- und Sammlerbuch.

Ob es wohl in Erfahrung zu bringen ist, wer der Erstbesitzer war? Haben Sie eine Idee?

Hanns M. macht wenig Hoffnung…:no:


Admin: Keine Ahnung, aber wer weiß, welches Knoff-Hoff bei der Leserschaft vorhanden ist…:D Übrigens: Die “güldene” Kamera mit der Nummer 154409 ist eine im Jahr 1935 gebaute Leica III (Woher ich das weiß? Von dieser Seite!).


Ihr seht die Kälberstraße vom Domturm aus und das Haus Kälberstraße 17 mit der Vorder- und Rückseite. Harald Rieve schreibt in einem Leserbrief an die “Stadtgeschichte”, dass in dem Haus seine Urgroßeltern Ketelsen wohnten. Das Haus sei ca. 1918 abgebrochen worden und diente zunächst als zusätzlicher Lagerplatz von Steinmetz Borgwardt (den Ausschnitt des “Domblicks” habe ich von Sönke).


Ansichten: 185 Strassen: ,

Herbsträtsel Nr. 20


Moin Gerd,

anbei ein Foto und ein Ausschnitt. Zu erraten wäre, wo das Haus stand…

Wird aber auch zu einfach sein :(

Sönke



Admin: Danke Sönke, dein Foto kommt natürlich später… :-D Links ein Vergleichsfoto aus dem Fundus… :roll:


Torsten:

Wo wurde noch mehr abgebrochen?
Bei Rasch – Lornsenplatz – da kam dann viel Grün hin…


Das gibt wieder einen typischen Torsten-Tusch!

(Übrigens, wenn man “54.516149 9.56832″ bei Google-Maps als Suchbegriff eingibt, findet man es doch, oder? :roll: )
Ansichten: 52 Strassen: ,

Sommerlochrätsel Nr. 39 – zweiteilig

Jochen Meyer:

Hallo Gerd,

mal sehen, wie schnell das hier erledigt wird:

Was wird hier abgerissen? Standort Schleswig.


Torsten:

…sieht mir sehr nach Abriß am Schwarzen Weg (Vertens) und Plessenstraße (Rasch) aus.

Jochen:

…Grösstenteils liegen auf dem Bild wohl die Brocken der Gebäude der Kälberstrasse und vielleicht auch des Kindergartens (?) zwischen der Strasse und dem verlängerten Schwarzen Weg; man blickt aber auf die noch stehenden Reste von Rasch. Sönke Hansen hat in seiner Alten Schleihalle ein Luftbild des betroffenen Gebietes

Ein Tusch! für Torsten nach Bremen!

Dieses Foto wurde dem “Klassentreffen” zugesandt. Aus rätseltaktischen Gründen verschweige ich zunächst mal den Namen des Einsenders.

Die Frage lautet:

Wie heißt dieses Haus?

Jochen:

Könnte das am Königswiller Weg sein? Umkleide der Sportsfreunde? Wie sah das da noch aus???? Das ist so verdammt lange her, dass wir auch da mal gegen die Anderen verloren haben; also wir vom TSV Schaalby….



Admin: Mein “Informant” hat auch ein Foto mit der Ansicht auf das Rätselhaus von der anderen Seite eingesandt (links). Ich denke mal, dass Jochen schon zu 90% die Lösung gefunden hat. Die restlichen 10% werden vergeben, wenn der Name des Hauses genannt wird! :>>


Benny Gutmann:

Das ist das Haus Schleswig – direkt am Dr. Blaser Platz – Spiel- und Sportfreunde Schleswig (SSS). Rechts davon ist das Haus Holstein – links davon das Haus Mecklenburg (gesehen aus dem Sportplatz-Blickwinkel). Diese drei Häuser waren ursprünglich Unterkünfte der “Burschen” des Paulihofs Königswiller Weg.


Ein Tusch! für Jochen und ein Tusch! für Benny!

PS: Die Fotos sind von Rolf Breitfeld


Veit Heidemann: Das ist eindeutig das Haus Schleswig. Im Keller die Sportumkleide, im EG die Schlafsäle und der Aufenthaltsraum, oben der sogenannte Bunker und Kofferräume. Unterhalb des Gebäudes lag der Sportplatz. Wurde von 1964-1968 dort “erzogen” (Arbeit macht frei).


Ansichten: 95 Strassen: , , ,

Eine Frage

Sehr geehrter Herr Tams,

auf Ihren Seiten habe ich Fotos entdeckt, bei denen auch die Kälberstraße mit dabei ist. Kennen Sie noch Personen, die in den 30-50er Jahren in dieser Straße wohnten?

Mein Vater Hans-Jürgen Mohr wohnte dort, aber leider weiß ich keine genaue Anschrift.

Ich suche Bilder aus dieser Zeit von seinem Wohnhaus und der Feuerwache am Gallberg, da mein Vater und mein Großvater (Jakob Mohr) auf dieser Wache tätig waren.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen, Sabine Stock geb. Mohr



Liebe Frau Stock, Ihre Anfrage ist für mich ein schöner Anlass, die vorhandenen Fotos von der alten, abgerissenen Kälberstraße noch einmal hier zu “versammeln”. Leider weiß ich nicht, welche anderen Einwohner (außer den Eltern meines Vaters) in der Kälberstraße gewohnt haben (in diesem Haus, auf dem Foto re.). Vielleicht kann Ihnen aber von den mitlesenden “Ureinwohnern” geholfen werden?

Lutz Clausen:

Hallo Frau Stock, in dem Adreßbuch der Stadt Schleswig von 1908 – ist eingetragen unter Kälberstraße Nr 3: Mohr, Sophie, Witwe.

Handelt es sich hierbei vielleicht um Ihre Groß- resp. Urgroßmuter?

Stephanie:

Ich habe im Angebot das Adressbuch von

1934…
wohnte ein Jakob Mohr, Verwaltungsobersekretär, in der Kälberstraße 8

1950…
wohnte ein Jakob Mohr, Stadt-Oberinspektor, am Gallberg 48,

1956…
wohnte ein Jakob Mohr, Stadtbürodirektor, in der Bismarkstraße 8

1959…
wohnte ein Jakob Mohr, Stadtoberinspektor, in der Bismarkstraße 15c

Sönkes Mutter, die 1939 geboren wurde, wuchs ebenfalls in der Kälberstraße 8 auf. Mit ihr wohnte dort Erwin Drawert, Schumachermeister und sein Bruder Erich Drawert Elektromeister.

Admin: Auf dem linken Foto ist die Nr. 8 das Haus links – auf dem rechten Foto ist es das Haus rechts…

Das Haus meines Großvaters in der Kälberstraße 7 war wohl ziemlich genau gegenüber.



Sabine Stock:

Hallo an alle die schon geantwortet haben. Ich bin überwältigt…

Torsten Hansen:

Für Frau Sabine Stock:

Noch zwei Auszüge aus der Feuerwehr-Chronik (falls nicht schon bekannt):

…Am 20. August 1948 wurde der bis dahin kommissarisch eingesetzte Wehrführer, der Leiter des Ordnungsamtes, Jacob MOHR als Wehrführer gewählt. …

und

Im Jahre 1955 muß Oberbrandmeister J. MOHR aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst als Wehrführer aufgeben. Neuer Wehrführer wurde Hartwig JESSEN. Seine erste Amtshandlung war, den bisherigen Wehrführer MOHR zum Ehrenmitglied zu ernennen. …

Eine (auch für Euch?) interessante Frage: Was wissen “wir” über die Feuerwache auf dem Gallberg?

Gegugelt:

Ursprünglich war das Gerätehaus [Admin: vom Löschzug Altstadt] am Gallberg in Schleswig. Als jedoch die Einsätze zunahmen und der Einsatzbereich vergrößert wurde, war bald nicht mehr genügend Platz für Fahrzeuge und Mannschaft. So entschloss sich die damalige Wehrführung mit der Verwaltung der Stadt Schleswig dazu ein neues Gerätehaus zu bauen. Seit 1980 nun befindet sich das Gerätehaus in der Königsstraße unweit des Schleswiger Domes, der schon bei der Anfahrt nach Schleswig von weitem zu sehen ist.


Kinners, wo war denn die Feuerwache auf dem Gallberg?
Ich finde nix (außer dass sie dort offenbar von 19141980 wachte) – und meine armen grauen Zellen geben keine Auskunft…:no:

Norbert:

Die Fw-Wache war m.E. zwischen Ahrens und dem Elektrogeschäft. Hieß das Erichsen? Jedenfalls auf der Seite des Gallbergs.


Vorsicht Falle! Was jetzt kommt, ist total aus der Luft gegriffen! :oops:

Norbert:

Die beiden Tore gehören zur Feuerwache. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wie es mit der Nummerierung 1910 oder auch später aussah, weiß ich natürlich nicht.

Torsten:

…auf dem Foto “Gallberg 1960” siehst Du hinter den beiden Käfern die zwei Tore, die sich (falls ich mich recht entsinne) ziehharmonika-mäßig öffneten – direkt dahinter standen die Einsatzfahrzeuge.


Admin: Wo er recht hat, hat er recht, der Norbert (und Torsten auch)! Mit Doppelklick auf das Foto li. oben oder hier! sieht man zwischen Ahrens und dem Elektrogeschäft Jessen die beiden Tore, hinter denen die Feuerwehrautos auf ihren Einsatz lauerten.

Die Feuerwache (Gallberg Nr. 7) und das Haus rechts daneben (Elektro-Jessen) sind offenbar erst nach 1903 gebaut worden, weil die beiden Häuser rechts neben Ahrens (Foto oben, am Haus steht: “Atelier für künstlichen Zahnersatz”) wohl abgebrannt sind. Da bot es sich natürlich an, nach dem Brand die Feuerwehr dort anzusiedeln…:roll:

Der Admin, muss gestehen, dass er Dinge, die ihm erzählt werden, ungeprüft übernimmt und dann als vermeintliche Wahrheiten in die “Welt” hinausposaunt! :oops: Eine junge Frau, Stephanie, bringt das Kartenhaus mit der Adresse Gallberg 5 für die Feuerwache gnadenlos zum Einsturz! XX(

Belege! (das ist ein seemännischer Ausdruck für “ich nehme alles zurück”) oder auch “Rin in de Kantüffeln – rut ut de Kantüffeln!”. Wir haben es jetzt mit zwei Wahrheiten zu tun:

Erstens:
Die Feuerwache war doch zwischen Ahrens und Elektro-Jessen (Nr. 7).
Zweitens: Nach den von Stephanie im Gemeinschaftsarchiv gefundenen Plänen gab es (zumindest als Plan) einen alten und danach einen neuen Geräteschuppen der Feuerwehr hinter dem heutigen Bauamt (Gallberg Nr. 3).

Folgendes ist die von Stephanie gemailte Wahrheit:

So,

ich war dann mal heute im Archiv und bin fündig geworden. In der Anlage ein Lageplan sowie ein Grundriss vom neuen Feuerlöschgeräteschuppen der Turnerfeuerwehr am

Gallberg 3.

Dieser wurde laut Plan im November 1910 geplant und kurz danach gebaut. Der bis dahin alte Geräteschuppen ist auch noch verzeichnet.

Ich habe das ein wenig eingefärbt und auf die schnelle einmal “übergeschrieben”, weil die Kopie nicht so gut ist.

Ich hoffe es hilft weiter…

Tja, so is dat mit de jungen Deerns! Wat meenst Du, Norbert?

Benny, könntest Du als langgedienter Feuerwehrmann etwas dazu sagen? :|
Gab es neben der “Feuerwache Nr. 7″ noch zusätzlich einen Geräteschuppen der Feuerwehr hinter der “Nr. 3″?

Admin: Das Foto links habe ich am Morgen nach unserem Jubiläumsklassentreffen geschossen. Links die alte Feuerwache, rechts Elektro-Jessen… ach nee, die machen da jetzt auf billig…:(

Das Foto rechts entstand am gleichen Tag und zeigt die Rückseite des auch von der Vorderseite hässlichen Sky-Marktes am Gallberg, der ziemlich sicher geschlossen wird. Es rentiert sich nicht mehr, sagt Coop. Der Bürgermeister will mit Coop in Kiel reden (SN v. 26.4.2010), aber “die Politik” ist natürlich machtlos. Es wird wohl zu einem weiteren traurigen Leerstand kommen, wie z.B. auch am unteren Ende der Moltkestraße…


Ansichten: 32 Strassen: , ,