Silkes Familie

Silke Ehlert, Weihnachten 1968 in Rosgaard

Silke Brachhaus geb. Ehlert, am 21.5.65 in Rosgaard, Krs. Sl-Flbg.



1934, Hochzeitsfoto meiner Großeltern Lieschen und Hans-Heinrich Ehlert.


ca. 1958, Familienfoto. vlnr: mein Vater Hans-Otto Ehlert, geb. 1934 in Moldenit; unbekannte Person; Mutter meines Vaters Lieschen Ehlert, geb. Schäfer; Schwester meines Vaters Elke Ehlert; Vater meines Vaters Hans Ehlert.


Silke ist sich nicht sicher, ob das Foto (mit Papa) ein Klassenfoto oder etwas anderes ist?
Admin: Inzwischen ist mit Hilfe von Jochens’ Mutter geklärt, dass auf dem Foto die Jungs aller Altersstufen der Dorfschule Moldenit zu sehen sind.


Konfirmationsfoto meines Vaters Hans-Otto Ehlert, erste Reihe ganz links (der kleinste). Er war auf der Ansgar-Skolen. Dänische Realschule. Das Foto muss so ca. von 1949 sein. Ich weiss nicht, ob das alles Schüler von dieser einen Schule sind. Oder vielleicht von mehreren dänischen Schulen.
 


1974, das Graukloster. Hier wohnte mein Uropa Johannes Schäfer. Als Rentner; ich meine er zahlte nur 10 DM Miete im Monat. Die Wohnung dort hatte noch eine alte Kochstelle mit Kessel über dem Feuer.

Ca. 1972, im Graukloster bei Uropa Joh. Schäfer, man beachte die völlig nach unten gewölbte Zimmerdecke, die schiefen Wände und die geringe Raumhöhe :>>

Fotos von der Goldenen Hochzeit Uropa Johannes Schäfer. Ist das im Graukloster??? ca. 1960
Admin: Ich glaub schon, Silke
Jochen: Das mittelalterliche Graukloster der Bettelmönche noch in Betrieb; und das mit der ganzen lieben Familie in’t Schapptüch; mir bleibt die Spucke weg! Fantastische Bilder!



Frühjahr 1959, hinter dem Haus Karpfenteich 6. Vlnr: Lieschen, Hans-Heinrich, Ingeborg und Elke Ehlert

Zw. 1957 und 1959, Hochzeitsfoto meines Vaters Hans-Otto Ehlert und Ingeborg. geb. Kühl. Das Besondere an diesem Foto ist, dass Ingeborg das Gesellenstück meines Vaters trägt (Kettenanhänger). Er war Goldschmied bei Juwelier Kluge im Lollfuß 20. Ich bin im Besitz der Beschreibung dieses Gesellenstücks mit Zeichnung, Materialverbrauch etc. Jedoch nicht des Anhängers. Werde ich zusammen mit dem Lehrvertrag und dem Zeugnis von Kluge einstellen :-P




1958 ca., Elke Ehlert mit einem fremden Herrn vor einem schönen Auto

1961, Hans-Otto und seine Schwester Elke vor einem alten Opel Rekord

Meine Tante Elke Ehlert, geb. ca. 1938, gest. 1965

Ingeborg Ehlert geb. Kühl vor dem Haus Karpfenteich 6 ca. 1958


ca. 1956, Elke mit Mitschülerinnen , eine Art Hauswirtschaftsschule evtl.

Susanne: Moin Silke!
1956 – Elke mit Mitschülerinnen – es ist der Innenhof der Landwirtschaftsschule, Abt. Hauswirtschaft. Das Gebäude stand 1976 noch an der Spielkoppel. Es gab für die Damen auch das Fach Gartenpflege. Meistens wurden die Rosen gequält. :-) Ich schicke Gerd mal ein Foto von der Eingangstür und dem Umziehraum.
Die Aufnahmen sind allerdings von 1975.


Ansichten: 285 Schulen:

Stillgestanden!

Susanne Römer:

Moin Herr Tams!

Anbei mein Konfirmationsfoto von 1973.

Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. 2.te Reihe, fünftes Mädchen von links. Ihr Name ist Brigitte Eggert. Ist sie eventuell die Tochter von Egon Eggert?

Was sagt Adam Riese Norbert dazu? :roll:

Pastor Magaard war in der St. Pauluskirche tätig. Rechts neben ihm seine Tochter.

Liebe Grüße und einen schönen Wochenanfang wünscht

Susanne Römer

(Eine Anmerkung des Admin: Ein Foto im Dom ist doch schöner nicht?)

Aaaber:

“Doch so spartanisch die Kirche von außen auf den Betrachter wirken mag: In ihrem Inneren geht es fröhlich zu. St. Paulus wirkt wie ein Kontrastprogramm zum vergleichsweise traditionell-orientierten Dom.”

Auf Wunsch einer einzelnen Dame…:oops:

Und jetzt auf Wunsch eines einzelnen Herrn…:))


Ansichten: 55 Schulen:

Email von Werner Tellkamp

Moin Gerd,

am 13. September fanden im Schleswiger Dom die Feierlichkeiten für die goldene Konfirmation des Jahres 2009 statt. Mit dabei waren Wolfgang Kather, Erdmann Weber, Uwe C. Christiansen und Werner Tellkamp.

Übrigens, für die Organisation unseres 50-jährigen Klassentreffens habe ich Egon Eggert dazu gewinnen können. Wir beide werden nun versuchen, etwas Angemessenes auf die Beine zu stellen.

Beste Grüße
Werner

Wolfgang Kather hat eine Namensliste geschickt. (Nicht alle auf der Liste haben auch teilgenommen, sagt Wolfgang.)

Zum Vergleich (viel Vergnügen :>>) die drei “amtlichen” Konfirmationsfotos, auf denen alle “2009er” zu finden sein müssten!





Ansichten: 46 Schulen:

Mein Opa

KisteWir haben da so eine alte Kiste aus Eisen, in der alte Dokumente sind…


Diese Heiratserlaubnis (eine halbe Seite weiter unten) wurde Johann Zeier erteilt, der der Vater des Vaters des Vaters meine Opas ist.

Mein Opa heißt Peter Christian Nikolaus Seier, geb. 8. Mai 1892 in Schleswig

Sein Vater (mein Urgroßvater) heißt Peter August Seier, geb. 17. April 1869 in Norderfahrenstedt oder Uelsby


Dessen Vater (mein Ururgroßvater) heißt Christian Seier aus Klappholz, der am 15. April 1863 die Brautkronengebühr bezahlt hat, um sich zu verheiraten.


Und dessen Vater (mein Urururgroßvater) heißt Johann Zeier, geb. 12. April 1812 in Jübeck,


und dessen Vater (mein Ururururgroßvater) heißt Christian Jacob Zeier und ist Tagelöhner!

(Uff! Das ist alles in der Eisenkiste drin! Das hier ist übrigens mein Vater Henry Tams, geb. 5. April 1918 in Schleswig, verstorben am 11.11.2002 während einer Urlaubsreise nach Spanien. Und das hier ist meine Mutter Ilse Tams, geb. 5. April 1921 in Schleswig, jetzt wohnhaft in Bovenau in einem Pflegeheim. Sie ist die Tochter meines Opas. Nu ham was! Eigentlich wollte ich noch nie nach meine Ahnen forschen…:oops:)

Vorläufige Entzifferung:

Johann Zeier, als Tagelöhner Christian
Jacob Zeier und Anna geborener Thordsen
ehelicher Sohn in Jübeck,?, …
geboren d 12 (zwölften) April 1812
(eintausend achthundert zwölf) und …
getauft. Gevattern sind geworden:

1) Anton Neiß (?)in Schleswig,
2) Johann Andreas Zeier in Friedericksaue,
3) Charlotte Maria Zeier auf dem Stadtfeld
in Schleswig.

Confirmiert ist er 1828 Palmarum …
in hiesiger Kirche und darauf zum Genusse (?)
des H. Abendmahls zugelassen worden.
Zu seiner Confirmation hat er …
Schleswig … 10.. Juli 1823 von Suadica.. …
und (?) Dr. Suadica.. gewohnet (?).
… mehrere Jahre außerhalb hiesiger
Gemeinde (?) sich aufgehalten hat, … …
… Proclamation … nicht erforderlich. …
… rechtskräftig (?) Ehebindungen
in hiesiger Gemeinde frei (?), … , soviel ..
bekannt, von hier aus anständiges Ehe…
… … entgegen.
… unter herzlichen Segenswünschen
sub fide Pastoralis attestiert wird.

St. Michaelis in Schleswig Petersen
d 9t (?) Januar 1837

…Gebühr (24) Stempel…(?)

Daß obge… Johann Zeier, der sich …
ununterbrochen in … Havetofter … aufgehalten
hat, soviel mir bekannt ist, von Ehebindungen in dieser Gemeinde
er frei ist, … seiner Verlobung in Uelsbye von
hier aus nichts im Wege … , … von mir
sub fide Pastorali attestiert.

Pastorat zu Havetoft d. 12ten Jah.1837. Joh: Aug: Schöttel (?).

Hier ist noch die Rückseite des Dokuments; da steht:

Aagtebrief (?)
Zeier
1837

Bei dem Tode des Johann Zeier
an seinen Sohn ausgehändigt.

Uelsbye d. 25 Mai 189’5′ (?)
C.L. Mohr (?)



Links: Havetoft – Rechts: Ülsbyholz


Maria Catharina Erichsen, die Mutter des Vaters meines Opas, bekommt einen Taufschein (?)

Vorläufige Entzifferung:

Taufschein (?)
AD 1841 (Ein tausend achthundert ein und vierzig) den 20 (zwanzig)
Januar ist geboren und den 31. M. getauft:
Maria Catharina Erichsen zu Friedrichsfeld, der un-
verheirateten Anna Catharina Detlefsen daselbst (ehel.
Tochter des Detlef Hinrich Detlefsen, …. in Idstedt
und Maria Catharina geb. Saxtorp) außerehel. Tochter.

Gev.
1. Frau Abel Margareth Jäde (?) zu Friedrichsfeld
2. … Marie Franzen ebd.
3. Jacob Wieben, ebd.

Als Vater dieses Kindes …. Johannes Matzen in Hollingstedt
angegeben Hinrich Erichsen …. aus Taarstedt.
Die Schwängerung ist geschehen …

Wochenbett ist gehalten … Jacob Wieben
zu Friedrichsfeld (Bei dem sie von der Landgemeinde
… ist).

Schleswig, Pastorat zu St. Michaelis den 29. Debr. 1854
Geb. 3 (?)

(Siegel) “St. Michaelis Pastorat-Siegel”

… Confirmationen i. Fahrensted, den … April 1855
… i Havetoft … 15 Marts 1863
F. Reiffenstein

(Im Kirchenführer von Havetoft findet man, dass Frederik J.J. Reiffenstein von 1859 bis 1864 Pastor in der Gemeinde war.)


Links: Hollingstedt – Rechts: Taarstedt


Maria Catharina Erichsen, die Mutter des Vaters meines Opas, bekommt die Heiratserlaubnis!

Vorläufige Entzifferung:

Ägtebrief (?)
Maria Catharina Erichsen zu Friedrichsfeld,
der Anna Catharina Detlefsen zu Friedrichsfeld
und angeblich des Dienstknechtes Hinrich
Erichsen aus Taarstedt außereheliche Tochter,
ist geboren anno D. 1841 (Ein und Vierzig)
d. 20. Januar (zwanzigster)
getauft d. 31. Januar …
…St. Michaeliskirche.
Confirmiert ist sie nicht mehr in dieser Gemeinde, da die
Mutter von hier gezogen.
Aus der Armen… hat sie nach ihrem 18 Lebensjahre
keine Unterstützung empfangen.
Sie ist hieselbst weder copuliert noch verlobt worden;
auch ist die Proklamation (?) …
nur erforderlich, wenn sie sich in keiner … Gemeinde
ununterbrochen ein volles Jahr aufgehalten,
dieser ihrer Verehelichung mit Christian Seier aus Ülsbyholz
falls dieserhalb keine Unterstützung aus der Armen…
erhalten, von hier aus nichts zu Recht erheblich im Wege steht.

Die Gnade des Herrn sein mit ihr im Ehestande.
Schleswig Pastorat der St. Michaelisgemeinde, d. 19. März 1963

B….

(Siegel ist abgefallen)

….. Havetoft
d 15 April 1863
F.Reiffenstein



Christian Seier, der Vater des Vaters meines Opas, hat die Brautkronengebühr einbezahlt!

Vorläufige Entzifferung:

… der Dienstknecht Chri
stian Seier
zu Klappholz, welcher
sich mit seiner Braut Maria Erich
sen
von …terfeld zu verehelichen
gedenkt, die derfällige Brautkronen
gebühr mit 3..16.. hieselbst einbe
zahlt hat, wir hiermittelst beschei
nigt.
Königl. …dorf Gardere.. Schleswig,
den 15. April 1863
Biis (?)

Geb. 3:16 S
… 12
3:28 S

… i Havetoft
d 15 April 1863
F Reiffenstein



Das hier ist jetzt vielleicht die in dänischer Sprache verfasste Heiratsurkunde vom 20. Marti(?) 1863. Jedenfalls kann man “Christian Seier i Klapholt” und “Marie Catharina Erichsen” aus dem Dokument herauslesen.

Jochen Meyer, kannst Du bei der Entzifferung helfen (Sönke hat schon mal angefangen :D):

Das folgende … heute …
Knecht (?) Christian Seier i Klapholt, … Dienstknecht (?)
Havetoft Johann Seier und Hausfrau Marie Sophie geb. Schulz
und … Marie Catharina Erichsen …
Tochter von Anna Catharina Detlefsen in Friedrichsfeld
… in Havetoft Kirche …

… d. 20 … Marts 1863

(Siegel) “BOHLER KIRCHENSIEGEL”

Gb…


Pastoratet v Havetoft

Sönke Torsten hat sich mit seinem Schwedisch an die Entzifferung gemacht – vielen herzlichen Dank, Sönke Torsten!


Jochen:
For følgend af mig i dag trolovede Beedeger:
Ungkarl Christian Seier i Klapholt, Søn af Tjeneste karl v. Havetoft Johann Seier og Hustru Marie Sophie f. Schulz
og Pigen Marie Catharina Erichsen på Bølertermark,
Datter af Anna Catharina Detlefsen i Friedrichsfeld
udbedes (To?)lysning i Havetoft Kirke paa 5 Søndag i Fasten, Palmsøndag og v. Paasken
Bøl Præstegaard d. 20. Martz 1863 Unterschrift (Hautehn?) Siegel

Wenn die Lesung richtig ist, bescheinigt der Pastor in Bøl hier, dass für das genannte Brautpaar an drei Sonntagen in der Kirche in Havetoft “aufgeboten” wird.

Übersetzt also in etwa:
Für die folgend (genannten) beeidige ich heute:
Junggeselle Christian Seier in Klappholz, Sohn des Dienstknecht bei Havetoft Johannes Seier und dessen Ehefrau Marie Sophie, geb. Schulz und dem Mädchen Marie Catharina Erichsen auf Bølertmark (Bölfeld), Tochter der Anna Catharina Detlefsen in Friedrichsfeld wird das Aufgebot erbeten in der Kirche von Havetoft am 5. Sonntag in der Fastenzeit, an Palmsonntag und an Ostern. Böl Pastorat, den 20. März 1863, unterschrift: Hautehn (?), Siegel



Links die Taufurkunde des Vaters meines Opas, Peter August Seier, geb. in Norderfahrenstedt

Rechts die Taufurkunde der Mutter meines Opas, Marie Margaretha Christiane Hagge, gen. Sinn geb. in Rendsburg (der Zimmergesell Christian Friedrich Sinn ist der “angebliche Vater”).


Peter August Seier wurde am 30.März 1884 im Dom zu Schleswig konfirmiert und “hernach zum Heiligen Abendmahl zugelassen”. Angeblich wäre er lt. Taufschein in Uelsby geboren. Tja, ist es nun Norderfahrenstedt oder Uelsby? |-|

(Rechts die Schule zu Norderfahrenstedt)


opaelternHier zum Anklicken die Heiratsurkunde der Eltern meines Opas, Peter August Seier und Marie Margaretha Christiane Hagge genannt Sinn. Da ist der Knabe also schon einen Monat da. Der Vater ist Arbeiter, die Mutter Haushälterin. Die Wohnung der Eltern ist am Holm. Sie stammen aber aus Norderfahrenstedt und Rendsburg, sind also keine Holmer Einwohner.
Mein Opa hat im Mai 1904, also mit zwölf Jahren, den Dienst bei einem Bauern angetreten. Von dort aus ist er auch zur Schule gegangen. Das ergibt sich aus den beiden folgenden Zeugnissen.


Hier sind einige der alten Papiere. Die handschriftlichen Eintragungen sind überwiegend in der ‘alten’ Schrift und teilweise schwer leserlich. Deswegen habe ich sie ‘übersetzt’:

Entlassung

Entlassungszeugnis für

Christian Seier
geboren den 8ten Mai 1892 in Schleswig
ev. luth.
Erste Impfung 1895, Juni 10

Zuname, Stand und Wohnort des Vaters bzw. eines Vertreters:

Schwennsen, Johannes, Landwirt zu Maasleben-Mühle

Eintritt in die Schule: 1904 Mai 3
Austritt aus der Schule: 1908 April 10

Aus welcher Schulklasse entlassen: Erste Klasse einer dreiklassigen Schule

Angabe, ob und inwieweit das Ziel der Schule erreicht ist: Genügend
Leistung in Religion: Gut
Leistung in Deutsch: Genügend
Leistung in Rechnen: Genügend
Fleiß: Gut, fast sehr gut
Betragen: Gut, fast sehr gut

Seeholz, den 10. April 1908
Der Hauptlehrer: Frank

(Die Prädikate sind: sehr gut, gut, genügend, nicht genügend)

Zeugnis

Zeugnis.

Vorzeiger dieses, Christian Seier aus Schleswig,
hat seit Mai 1904 bis seiner Konfirmation 1908 von mir
aus die Schule besucht und steht seit dem bis jetzt als Knecht
bei mir in Dienst. Selbiger hat sich während dieser Zeit durch
Ehrlichkeit, Treue, Fleiß und gutes Betragen in allen seinen
Arbeiten ausgezeichnet und hat sich da durch meine volle
Zufriedenheit erworben, was ich ihm hierdurch bescheinige.

Maasleben-Mühle, d.30.7.10 Johs. Schwennsen
Landmann

Gesinde

Gesinde-Dienstbuch

für: Peter Christian Nikolaus Seyer
aus: Schleswig
alt: geb. 8 Mai 1892
Statur: mittel
Augen: grau
Nase: gewöhnlich
Mund: gewöhnlich
Haare: rotblond
Besondere Merkmale: keine
Ausgefertigt Thumby den 29ten April 1908.
Der Amtsvorsteher
Harrs
(AMT MAASLEBEN KREIS ECKERNFÖRDE)

Name, Stand und Wohnort der Dienstherrschaft:
Johs. Schwennsen
Parzellist
Maasleben
Mühle

Inhaber ist angenommen als: Knecht
Tag des Dienstantritts: 1. Mai 1908
Tag des Dienstaustritts: 1. Okt. 1910

Grund des Dienstaustritts und Dienstabschiedszeugnis:
Beendigung der vertretlichen(?) Dienstzeit.
Hat sich durch Treue und Fleiß ausgezeichnet.

Beglaubigung: Prd.(?) Thumby, den 30.Septbr.1910
Der Amtsvorsteher.
Harrs
(AMT MAASLEBEN KREIS ECKERNFÖRDE)

Name, Stand und Wohnort der Dienstherrschaft:
Prvz.(?) Irrenanstalt
b. Schleswig
Landwirtschaft
(Insp. Stubbe)
Inhaber ist angenommen als: …knecht
Tag des Dienstantritts: 1. Oktober 1910
Tag des Dienstaustritts: 15/10. 1912

Grund des Dienstaustritts und Dienstabschiedszeugnis:
Seier verlässt seine Stellung wegen
Eintritt zum Militär.
Er hat sich während seiner Dienstzeit gut geführt
und alle Arbeiten zur Zufriedenheit ausgeführt.

Beglaubigung: Prd. 15 .. 1912
(POLIZEI-BEHÖRDE SCHLESWIG)

Name, Stand und Wohnort der Dienstherrschaft:
Prvz.(?) Heilanstalt
Schleswig
Landw.
Inspektor Stubbe.
Inhaber ist angenommen als: Futterknecht.
Tag des Dienstantritts: 2.12.18

Hier noch ein Karte des damaligen “Wirkens”. Knecht in Maasleben-Mühle, Schule in Seeholz, Amtsvorsteher in Thumby


Links: Gut Maasleben – Rechts: Thumby


Pass

Militärpass
des Musketier Gefr.
Peter Christian Nikolaus Seier
Jahresklasse 1912

Nationale des Buchinhabers.
Vor- und Familienname:
Peter, Christian, Nikolaus Seier
Geboren am 8ten Mai 1892
zu Schleswig Bundesstaat Preußen
Stand oder Gewerbe: Landw. Knecht
Religion: evgl.
Datum und Art des Dienstantritts: 16.10.12
als 2jähr. Freiw.
Truppenteil:
9.Kompagnie,Inft. Regts. v. Manstein
(Schlesw.) Nr. 84

Versetzungen:
Am 2.8.1914 mit 2./R.I.K.76 ins Feld
Truppenstammrolle Nr. 62 für 1912
Körpergröße: 1,715m.
Besondere militärische Ausbildung:
Mit Gewehr 98 ausgebildet
Ist Freischwimmer
Als Pferdpfleger ausgebildet
Schießklasse: 1te
Bemerkungen: Stiefelmass: Länge 30cm. Weite: 6
Ausgefertigt, Schleswig den 12ten Mai 1918

An Bekleidungsstücken hat derselbe bei seinem Abgange erhalten:
Waffenrock usw.,
Hose,
Unterhose,
Mütze,
Halsbinde,
Hemde,
Paar Stiefel (Schuhe).

Zusätze zu den Personalnotizen.

Diente vom 4.8.1914 bis 20.1.15 bei nebenstehendem Truppenteil (2. Kompagnie Res. Infant. Regt. 76)
Grund des Abganges: 20.1.15 nach I/IR.84 versetzt
Mitgemachte Gefechte:
26.8.14 Strassenkämpfe in Loewen.
16.-19.9.14 Schlacht von Noyon.
20.9.14-20.1.15 Stellungskämpfe westl. Roye-Noyon.
Beförderungen: 12.12.14 zum Gefrt. ernannt.
Auszeichungen: ./.
Eignung: gut
Strafen: Keine
Faksimilierte Unterschrift (Unleserlich)
Leutnant & Stellv.Komp.Führer

War vom 22.1.15 – 14.8.16 bei nebenstehenden Truppenteil (1. Komp.R.-I.-R.84.).
Gefechte:
22.1.15-22.10.15 Stellungskampf westlich Roye-Noyon
28.10.15-29.2.16 desgl. im Artois
1.3.-23.6.16 Stellungskämpfe i.Franz.-Flandern u. im Artois
24.6.-7.7.16 Erkundungs- u. Demonstrat.-Gef. d. 6.Armee
(in Zusammenhg. m. d. Schlacht a. d. Somme)
7.7.-20.7.16 Stellungskampf i. Franz.-Flandern
21.7.-14.8.16 Schlacht a.d. Somme
29.8.16 Hamb. Hans. Kreuz
Am 14.8.16 zum R.I.R.39 versetzt.
Führung: Gut Strafen: Keine
Schewe
Leutnant u.Komp.-Führer

Der Gefreite Peter Seier war vom 22. August 1916
bis 10. September 1916 bei nebenstehendem Truppenteil
(1.Kompagnie Res.Inf.Regt. Nr. 39) und wurde gem. Verfg.
des 13. Res… vom 8/9.16 I/101 .. zu einer Neuformation
abgegeben.
Mitgemachte Gefechte:
Schlacht bei Verdun 22.8.-10.9.16
Beförderungen: ./.
Orden u. Ehrenzeichen: ./.
Führung: gut
Strafen: Keine

1.Kompagnie Res.Inf.Regt.Nr.39 Im Felde, am 24. Juli 1918
Unterschrift unleserlich (Gro…)
Leutnant-L. u. Komp.-Führer

Gefr. Seier war vom 28.11.-6.12.17 beim M.-G.-O.b.St.I.R.397
eingestellt. Am 6/12.17 z.R.-I.-R.61 versetzt.
Dienstfähigkeit: kv
Führung: Gut
Strafen: Keine

11.Komp.I.-R.397 Datum 17.8.18 Unterschrift unleserlich (Figgen..?)
Ltn.d.Res.u.Komp.-Führer.

Seier war vom 24.4.18-28.11.18 bei nebenstehendem Truppenteil
(5.Komp. I.R. 54).
Am 28.11.18 nach Schleswig Kr.u.Bezkmdo. Schleswig entlassen.

50,- M Entlassungsgeld
15,- M Marschgeb.(?) ist gezahlt und …Marschgang(?) erhalten.
Gefechte:
24.4.-29.4.18 Kämpfe im Zeperenbogen.
30.4.-8.5.18 Stellungskrieg i. Flandern.
9.5.-18.6. Stellungskämpfe südlich Estaires.
19.6.-29.9.18 Stellungskämpfe in Artois
29.9.-12.11.18 Abwehrschlacht in Flandern
Führung: Gut
Strafen: Keine

Kolberg, den 8.3.19
Unterschrift unleserlich
Oberleutnant u.Komp.Führer

Lt. Entlassungsschein Entlassungsbezug(?) erhalten.
Stempel:
KÖNIGL.PREUSS.INFANT.REGIMENT
VON DER GOLTZ
(7t POMMERSCHES)
Nr. 54.
III BATAILLON

Meldungen und Beurlaubungen.

Angemeldet seit 30.11.18
Schleswig, Stadtfeld 28 St.Jürgen 5
Schlesw. 29. Julie 1919
Kock
Bezirksfeldwebel
12 Zg(?) S 24 D/19(?)

Hamburg

Der Senat der freien und Hansestadt Hamburg

hat dem Gefreiten im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 84

Christian Seier

für Verdienst im gegenwärtigen Kriege
das Hamburgische Hanseatenkreuz verliehen.
Zu Urkund dessen ist dieses Besitzzeugnis
ausgefertigt worden.

Hamburg, den 29. August 1916.

Siemsen Dr
Oberregierungsrat.

ek

V o r l ä u f i g e r Ausweis

Im Namen
Seiner M a j e s t ä t des Kaisers und Königs habe ich

Gefreiten Christian, Peter, Nikolai Seier, 9.Komp.I,R.397
das Eiserne Kreunz zweiter Klasse verliehen.

Div. St. Qu., den 3. Dezember 1916.
I.A.v.d.K.
Unterschrift unleserlich
Oberst

Inhalt in lesbarer Form:

Berlin Wilmersdort, 28.12.1918

Der Gefreite Christian Seier,
war seit 1913 mein Pferdebursche, hat mich
während des ganzen Krieges bei den verschiedenen
Truppenteilen, zu denen ich als Kompagniechef und
Bataillionskommandeur versetzt wurde, begleitet
und in treuester Anhänglichkeit zu mir gestanden.

Er hat sich als absolut zuverlässig und ehrlich
erwiesen, meine Pferde besonders gut und liebevoll
in Stand gehalten und auch sonst als Soldat und
als Mensch sich überall vortrefflich bewährt.

Besonders muß ich hervorheben, daß er 1916 in
Noyelles bei Lens trotz starkem Artilleriefeuer
und seiner bereits stark vorgeschrittenen
Erkrankung an Blinddarmentzündung unter
großer persönlicher Lebensgefahr meine Pferde
sattelte und besorgte; wenige Stunden nachher
lag er schwer krank und operiert im Lazarett.

Auch im Kameradenkreise war er wegen
seiner stets gleichmäßigen Freundlichkeit,
Ruhe und Hülfsbereitschaft sehr gern gesehen.

Ich bewahre ihm ein sehr treues Andenken
und wünsche ihm das Beste für seine Zukunft.

Saar (?)
Major
Inf.Regt. Nr.84,zuletzt
im Kriege Battr.Kdr. im I.R.54

Bei der “Provinzialirrenanstalt” bzw. der späteren “Provinzialheil- und Pflegeanstalt” hat mein Opa, wie aus dem Gesinde-Dienstbuch hervorgeht, ab 1910 bzw. ab 1918 als Knecht gearbeitet. Diese Institution ist heute das Landeskrankenhaus. Im Internet findet man dazu Folgendes:

Nach dem deutsch-dänischen Krieg und dem Krieg von 1866 erfolgte 1876 die Eingliederung der Irrenanstalt in die schleswig-holsteinische Provinzialverwaltung. Die Bezeichnung hieß nun Provinzialirrenanstalt. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wurde immer mehr Gebäude hinzugebaut.
Eine wichtige Rolle spielten die Privatanstalten. Das waren einzelne private Pflegeanstalten, die die Konzession hatten, Patienten zu pflegen und die Möglichkeit boten, Patienten in der Landwirtschaft zu beschäftigen. Die ärztliche Versorgung wurde von den Ärzten aus dem Stadtfeld gewährleistet..
Der erste Weltkrieg brachte für die Provinzialheil- und Pflegeanstalt, wie die Irrenanstalt jetzt hieß, zahlreiche Veränderungen.

omaHier jetzt, zum Anklicken, die Geburtsurkunde meiner Oma. Die Heirat wird wohl ziemlich kurze Zeit nach der Rückkehr meines Opas aus dem Krieg stattgefunden haben. Meine Oma war bereits Kriegswitwe.

Rechts jetzt die nachgelieferte Heiratsurkunde von Oma und Opa, am 31.Mai 1919. Hier die Heiratsurkunde der Eltern meines Opas.


In der dunklen Zeit des Nationalsozialismus wurden ca. 1000 Patienten von Schleswig in andere Anstalten nach Meseritz Obrawalde, Bernburg etc. deportiert und dort getötet. Kinder starben in der Kinderfachabteilung. Patientinnen und Patienten wurden zwangssterilisiert.

Diese “Sache” da aus der “dunklen Zeit” war nie und nimmer nicht ein Gesprächsthema, an das ich mich erinnern kann. Ich vermute mal, dass “niemand etwas gewusst” hat. Ich will hier auch nicht weiter mit diesem Thema “nerven”. Es ist mir beim Googeln ja auch eher zufällig unter die Finger gekommen. Aber ich lass es doch mal hier stehen.

ahaMein Opa wurde am 1.3.1949 entnazifiziert und in die Gruppe V (Mitläufer) eingereiht. Beim Geburtsjahr hat man meinen Opa um 10 Jahre verjüngt. Hier wurde schon mal berichtet.


So sah übrigens mein Opa aus:

Ausweis

Peter Christian Nicolaus Seier, wohnhaft in Schleswig, Gallberghöhe 6, ist am 22. Juni 1971 um 7 Uhr 35 Minuten in Schleswig [im Krankenhaus an der Moltkestraße nach einem Schlaganfall] verstorben.

Seine Ehefrau, Wilhelmine Johanna Margareta Seier geb. Andresen ist am 21. Januar 1983 um 18 Uhr 45 Minuten in Schleswig verstorben.

Nach einem Schlaganfall wurde sie von meinen Eltern in der Angelner Straße 11 noch einige Zeit bis zu ihrem Ende gepflegt.

Dieser Eintrag hat bisher (seit 15.11.2005) bei duettundatt.de vor sich hin gedämmert. Ich habe ihn in das “Klassentreffen” übernommen, weil Sönke Hansen gerade so kommentiert hat:

Übrigens lese ich gerade in der Zeitung, dass der Futtermeister Christian Seier, St.-Jürgener-Str.21, sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiert.

In dem SN-Jahresrückblick 1935. Das Jubiläum war am 1.Oktober 1935.

Diese Meldung deckt sich mit dem Eintrag im Gesinde-Dienstbuch:

Tag des Dienstantritts: 1. Oktober 1910


Diese Kuh hat er damals von den Kollegen geschenkt bekommen. Jetzt hängt sie bei uns an der Wand.


Ansichten: 453 Schulen: