Die zahlreichen Fotos, auf denen die Strandhalle drauf ist, schreien danach, sich alle mal zu versammeln.
Und bei der Gelegenheit nehmen wir uns das jetzt klotzig bebaute Gelände (vom Wasser aus) hinter der Strandhalle und links neben der Domschule gleich mit vor.
So sei’s denn:
Die (sehr kurz) gefasste Geschichte der “Strandhalle”: In einer kleinen Bucht, im inneren Schleibecken, wurde 1905 der Grundstein zur heutigen Strandhalle gelegt. Zunächst wurde sie als Badeanstalt und Fährbetrieb genutzt. Danach ist sie zu einer Gaststube umgebaut und zum Hotel erweitert worden.
Das behagliche Hotel wird nach wie vor von der Familie Patzig in der vierten Generation geführt.
Stimmt der letzte Satz? In der Reihe der Fotos findet man die Besitzernamen “Aug. Jochimsen” und “Gerda und Kurt Kreis“. Gehören die alle zur Familie?
Lutz Clausen: …also, August Jochimsen hatte eine Tochter – Gerda – die Kurt Kreis geheiratet hat. Aus dieser Ehe sind zwei Töchter hervorgegangen, wobei eine von ihnen – Birgit – Günter Patzig geheiratet hat.
1900 (noch keine Strandhalle)
(immer noch keine Strandhalle)
Plopp! Da ist sie ja!



1910
Ich vermute mal, dass diese komischen Gebilde am rechten Rand Umkleidekabinen sind… andere Vorschläge?
1917



1938
1940

1950



Auf dem (leider sehr unscharfen) Foto re. sieht man das Areal links neben der Domschule, wie es die Älteren unter uns noch kennen.
So sah die südliche Seite des Domziegelhofs aus, bevor sie für den “Klotz” abgerissen wurde. Auf Sönkes Karte von 1950 kann man sich die Bebauung im Jahr 1950 ansehen… eine Gärtnerei war auch dabei.
1955
1959

1960
Was waren das für Häuser, rechts neben der Domschule, die dem “Klotz” weichen mussten?

Torsten Hansen: Soweit ich mich entsinne, wurde die Straße “Am Südhang” in den 60ern speziell für die Angehörigen und Familien der auf der Freiheit stationierten Soldaten gebaut. Die direkt westlich an die Domschule angrenzenden Häuser waren ziemlich unansehnliche Mietskasernen – wahrscheinlich wird man in 50 Jahren genauso über die Südhang-Siedlung urteilen.
1962
1962

Dann wurde der “Klotz” gebaut – Von der Michaelisallee aus sieht er so aus…

Vom Wasser aus sah der “Klotz” 1970 so aus (re.). Man hatte sich wohl schon daran gewöhnt.
Der Wikingturm stellte natürlich die bisherigen Anschläge auf die Schleswiger Silhouette in den Schatten (das Foto re. ist dem Band Schleswig der Reihe Bildergeschichten entliehen).
Der “Klotz” hat die Adresse “Am Südhang 1″ oder liege ich falsch? Gugel liefert zu dieser Adresse (fast) nichts. Wieso? Warum ist ein großer Wohnkomplex dem Internet unbekannt? Wer ist der Vermieter? Da steht ein hässlicher Klotz an der Schlei und hat kein Profil. Schämen die sich, ein altes Wohngebiet platt gemacht zu haben?
1968
1968



Ich hoffe, dass die zeitliche Anordnung ungefähr stimmt. Bei einigen Fotos steht das Jahr fest. Dieser Eintrag soll auch als Einstimmung auf den Sommer dienen…;)
Hier haben wir das Thema schon mal verfrühstückt…
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