Herbsträtsel Nr. 33

Teil I

Hollywood in Schleswig?

(Kai, Du darfst nicht mitmachen! :-D )

Torsten: Hotel Strandhalle?
Lutz: Strandhalle hat keine Außenanlage.


Admin: Tja, wir sehen die Strandhalle einmal mit – und einmal ohne Pool
Trotzdem – ein Tusch! für Torsten!

Teil II
Wo verlustiert man sich hier?

(Kai, Du darfst wieder mitmachen! :)) )

Torsten: ca. 500m östlich Königswiesen?
Lutz: Was ist denn mit Kropp?
Admin: Ganz schön daneben meine Herren! :no:

Torsten sollte mal die Richtung ändern – Lutz sollte zu Hause bleiben…


Kirsten:

Vielleicht: Gottorfstraße beim Kanonendenkmal???

Tja Torsten, Du hast gedanklich falsch rum gestanden. Den Tusch! bekommt Kirsten!

(Auf dem Foto re. diese lauschige Ecke ca. 60 Jahre später…)


Ansichten: 139 Strassen: , , Schlei: ,

Gab es ein Zuchthaus in Schleswig?




Diese Dokumente habe ich noch im “Bildarchiv Foto Marburg” gefunden.

Wer hilft beim “Graben” nach einem geplanten – und wahrscheinlich nie gebauten – Zuchthaus in Schleswig?


Definition “Zuchthaus” aus “Die Geschichte einer psychiatrischen Klinik”:

Im Laufe des 18. Jahrhunderts waren Zuchthäuser als Arbeitsanstalten in den Herzogtümern errichtet worden, und zwar in Neumünster, in Glückstadt und in Rendsburg, wohin seit 1764 alle zur Karre (Zwangsarbeit d. Verf.) Verurteilten gebracht wurden. Das 1737 für Flensburg geplante Zuchthaus ist nicht gebaut worden…

In der Verordnung wegen der Extrasteuer für die Errichtung des Flensburger Zuchthauses wird ausdrücklich gesagt, daß “..ein besonderes Zucht- und Werck-Haus erbauet” werden soll, “..damit in selbigem alle frembde, starcke und gottlose Bettler … zur Arbeit mit Zwang angetrieben …” werden können.

Mit diesem Schwerpunkt auf die Arbeitsleistung waren die arbeitenden Zuchthausinsassen letztendlich besser gestellt als die “Tollhäusler”. Obwohl das Zuchthaus und das Tollhaus weiterhin eigene Abteilungen bildeten, vermischten sich beide Bereiche.


Und noch eins (mit Bleistiftvermerk “Legende für die Zeichnungen”) … Jochen hat entziffert:

Grund = Profil = und Auf = Risse,

Vornach das für das Hertzogthum Schleswig, hierselbst neu anzulegende

algemeine Werck- und Zucht-Haus, auf der dazu vorgeschlagenen, im Lollfus dich

te bey dem Dohm Ziegelhofe an der Schley belegenen und mit genügsamen Zu

vielerley Gebrauch nützlichen, auch zu Abführung der Retraits bequemen Quell=Was

ser versehenen Koppel, erbauet warden kann;

Wie solches alles aus den Sub. Li: A : B : C : D : hiebey zusammen gehef

teten Rissen und der Situations Carte Lit : E : imgleichen aus der Sub Lit : F :

dabey angelegten Beschreibungen und dazugehörigen pertinenten Anschlag Lit : G :

Breiter [?] zu ersehen ist. Schleswig den 23t = December Ao = 1758.

Jh. [?] Müller xxx [?]

Anmerkung: Die Schleswiger Irrenanstalt wurde erst 1818 neu gebaut.


Es hat eine Zwangsarbeitsanstalt am Domziegelhof gegeben…


Ansichten: 53 Schlei: ,

Die Strandhalle und der Klotz

Die zahlreichen Fotos, auf denen die Strandhalle drauf ist, schreien danach, sich alle mal zu versammeln.

Und bei der Gelegenheit nehmen wir uns das jetzt klotzig bebaute Gelände (vom Wasser aus) hinter der Strandhalle und links neben der Domschule gleich mit vor.

So sei’s denn:

Die (sehr kurz) gefasste Geschichte der “Strandhalle”: In einer kleinen Bucht, im inneren Schleibecken, wurde 1905 der Grundstein zur heutigen Strandhalle gelegt. Zunächst wurde sie als Badeanstalt und Fährbetrieb genutzt. Danach ist sie zu einer Gaststube umgebaut und zum Hotel erweitert worden.

Das behagliche Hotel wird nach wie vor von der Familie Patzig in der vierten Generation geführt.

Stimmt der letzte Satz? In der Reihe der Fotos findet man die Besitzernamen “Aug. Jochimsen” und “Gerda und Kurt Kreis“. Gehören die alle zur Familie?

Lutz Clausen: …also, August Jochimsen hatte eine Tochter – Gerda – die Kurt Kreis geheiratet hat. Aus dieser Ehe sind zwei Töchter hervorgegangen, wobei eine von ihnen – Birgit – Günter Patzig geheiratet hat.

1900 (noch keine Strandhalle)


(immer noch keine Strandhalle)


Plopp! Da ist sie ja!











1910

Ich vermute mal, dass diese komischen Gebilde am rechten Rand Umkleidekabinen sind… andere Vorschläge?


1917











1938


1940





1950








Auf dem (leider sehr unscharfen) Foto re. sieht man das Areal links neben der Domschule, wie es die Älteren unter uns noch kennen.


So sah die südliche Seite des Domziegelhofs aus, bevor sie für den “Klotz” abgerissen wurde. Auf Sönkes Karte von 1950 kann man sich die Bebauung im Jahr 1950 ansehen… eine Gärtnerei war auch dabei.


1955


1959


1960

Was waren das für Häuser, rechts neben der Domschule, die dem “Klotz” weichen mussten?



Torsten Hansen: Soweit ich mich entsinne, wurde die Straße “Am Südhang” in den 60ern speziell für die Angehörigen und Familien der auf der Freiheit stationierten Soldaten gebaut. Die direkt westlich an die Domschule angrenzenden Häuser waren ziemlich unansehnliche Mietskasernen – wahrscheinlich wird man in 50 Jahren genauso über die Südhang-Siedlung urteilen.



1962


1962


Dann wurde der “Klotz” gebaut – Von der Michaelisallee aus sieht er so aus…


Vom Wasser aus sah der “Klotz” 1970 so aus (re.). Man hatte sich wohl schon daran gewöhnt.

Der Wikingturm stellte natürlich die bisherigen Anschläge auf die Schleswiger Silhouette in den Schatten (das Foto re. ist dem Band Schleswig der Reihe Bildergeschichten entliehen).

Der “Klotz” hat die Adresse “Am Südhang 1″ oder liege ich falsch? Gugel liefert zu dieser Adresse (fast) nichts. Wieso? Warum ist ein großer Wohnkomplex dem Internet unbekannt? Wer ist der Vermieter? Da steht ein hässlicher Klotz an der Schlei und hat kein Profil. Schämen die sich, ein altes Wohngebiet platt gemacht zu haben?


1968


1968










Ich hoffe, dass die zeitliche Anordnung ungefähr stimmt. Bei einigen Fotos steht das Jahr fest. Dieser Eintrag soll auch als Einstimmung auf den Sommer dienen…;)

Hier haben wir das Thema schon mal verfrühstückt…


Ansichten: 78 Schulen: Schlei: ,

It’s a long way to Landesgartenschau

Auf Wunsch einer einzelnen Dame aus Köln :p hier ein Foto des werdenden Domturms im Jahr 1990 1890 aus dem Buch “850 Jahre St.-Petri-Dom zu Schleswig”

Die Schleibahn gibt’s schon seit 1880. Sie ist hinter den Büschen versteckt. Anstelle der Strandhalle steht da noch ein Holzschuppen.

Jetzt ist sie da, die Strandhalle. Aber dieser Schornstein, links daneben. Gehört der zur Lederfabrik?

Wolfgang Kather: Den Schornstein würde ich eher der Fleischfabrik Rasch zuordnen.

Falk Ritter: Der Schornstein gehört zur Lederfabrik Firjahn, denn 1880 gab es Rasch noch nicht.

Also, ich habe ja den Verdacht selbst in die “Welt” gesetzt, dass der Schornstein zu Firjahn gehören könnte. Aber Sönke Hansen hat mir das Foto links geschickt (bitte klicken!) auf dem der Rasch-Schornstein zu sehen ist. Dieser Schornstein (oder ein Vorgänger dieses Schornsteins) kann unmöglich der auf der alten Postkarte abgebildete sein! Und der Firjahn-Schornstein kann es schon gar nicht sein, weil sich dieser weiter links befindet!
Aber woher nehmen wir jetzt einen Ersatz-Schornstein? Hier rechts haben wir ihn (mit einem Klick! wird er größer!). Die geneigten Leserinnen und Leser bitten wir jetzt, sich diese leider nicht größer vorhandene Postkarte etwas genauer anzusehen. Dann sehen “wir” folgendes lt. Sönke:

Wenn Du Dir die Karte, die ich Dir geschickt habe, einmal gaanz genau anschaust, stellst Du vielleicht auch fest, daß der Schornstein sich im Vordergrund befindet, man könnte meinen, fast am Wasser. Mein Bild bei Google Maps bestätigt, so finde ich, diese Meinung. Ich behaupte mal, daß dort eine Art Räucheranlage war, daneben oder dahinter wurde dann später die Strandhalle errichtet.

Die Postkarte von Sönkes Google-Map ist übrigens auch hier zu finden und belegt eindeutig, dass bei der Strandhalle so etwas wie ein Schornstein zu sehen ist!


Oh, sie ham’ die Standhalle weiß gestrichen! Mit dieser Karte verschickt ein Dr. Rudolph im Jahr 1910 Ostergrüße. Vielleicht gibt es ja ganz zufällig verwandtschaftliche Beziehungen zu unserem verstorbenen Mitschüler Gernot Rudolph?

Nee, nicht da links ist die Landesgartenschau. Rechts! Weiter rechts!

Hier nochmal der Schornstein…

Wir befinden uns jetzt im Jahr 1940. Die Landesgartenschau rückt näher.

1960! Nur noch 48 Jahre bis zu Landesgartenschau!

Ein weiterer schöner Einfall der LGS-Planer – eine schwimmende Telefonzelle (vielen Dank für das Foto, Susanne Römer!)


Schwups! Und schon sind wir bei der LGS 2008! :))

Torsten Hansen: Hallo Klassentreffen, auch Landesgartenschau! Jedoch LGS 2008 Rheinland-Pfalz in Bingen – aber die LGS in Schleswig ist wirklich schöner! (nicht nur weil ich Butenschleswiger bin).


Ansichten: 83 Strassen: , Schlei: ,