Rainer

Wer weiß was?
Ich bin Schleswiger. Mein Vater, Dr. Hans Hinrichs, war erster Bürgermeister und Landrat nach dem 2. Weltkrieg. Man kann wohl wieder Möweneier essen. Wo und wie kann ich die bekommen? Jede Hilfe ist willkommen.
Gruß, Peter Hinrichs
(Admin: Die beiden Links habe ich angebracht)

Das Thema hier ist ja wieder aktuell und wird also in bewährter Manier im “Klassentreffen” auf die Seite Eins gehievt.
Da das “Klassentreffen” nicht nur meckern will, wird hiermit ein kreativer Vorschlag unterbreitet, um den von Rainer Hannberg vorgeschlagenen “Rattenkönig von Schleswig” in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen.
Möge dieses neue Logo dem Tourismus in der Stadt Schleswig auf die Beine helfen!

Hallo! Eine Bitte! Mir ist aufgefallen, dass seit dem 10.9.08 alle Welt etwas über die Möweninsel und den Titel des Fischers Ross wissen will. Hier kann man erfahren, dass er (nehme ich doch an) “Möwenkönig” ist. Jetzt die Bitte: Könnte jemand von Ihnen im Kommentar kurz sagen, wer diese Frage gestellt hat? Ich will auch reich werden
(Eicke P. teilte mit: “Die Frage im Rätsel galt der Möveninsel.”)
Aus den SN von heute (16.8.08):
Ortstermin: Mit Fischer Jörn Ross geht es raus auf die Möweninsel. Alle Mann an Deck, die Schleswiger Jagdgemeinschaft will sich einen aktuellen Eindruck vom Zustand der Insel verschaffen. Unter anderem mit dabei: Willi Jöns, Alfons Lucht, Arne Hansen und Claus Ehrich. Allesamt mit großen Ferngläsern und Gummistiefeln ausgestattet.
Sönke Hansen:
Aus dem Buch “Gruss aus Schleswig” von Theo Christiansen :
Die Familie Hannberg auf dem Holm hat durch mehrere Generationen das Privileg, die Möweneier auf der Möweninsel einzusammeln. Sie sind Ende Mai bis Anfang Juni eine Schleswiger Delikatesse.
In dieser Karte von 1912 ist sehr primitiv ein Möwenschwarm einkopiert worden.
Gerd Tams: Dieser Dampfer passt wohl auch nicht so ganz, oder? :p
Hier die Möwenkönige in der chronologischen Abfolge:
1834: Mövenkönige dürfen gegen Pacht die Möweneier sammeln. Erster Möwenkönig ist Nicolaus Wilhelm Andreas Hannberg von 1834 bis 1880.
1881-1911: Zweiter Möwenkönig ist Georg Hannberg, genannt “Scharte Schorsch” (1853-1912)
1912-1941: Dritter Möwenkönig ist Julius Hannberg, genannt “Null” (1879-1941)
1942-1978: Vierter Möwenkönig ist Georg Hannberg, genannt “Schorsch” (1901-1982)
1979-1984: Fünfter Möwenkönig ist Gerhard Sinram
1985-1989: Sechster Möwenkönig ist Rainer Hartel
1989: Die Eier der Möweninsel dürfen nicht mehr gesammelt werden. Der “PCB”-Gehalt sei zu hoch.
(Das Königsfoto ist aus dem Buch “Schleswig, so wie es war”, Droste Verlag; weiß jemand welcher König abgebildet ist?)
Gerd Meyer: Moin Leute,
der abgebildete Möwenkönig ist Georg “Schorsch” Hannberg, der von 1942-1978 “regierte”. Er führte damals unsere Stammkneipe “Schleimöwe”. Er schipperte mit uns Holmer Görn während der Eiersaison täglich um 17.00 `rüber zur Möweninsel. So um die zehn Eimer war meistens die Ausbeute. Bei 0,50 Pfg das Stück war das ein guter Schnitt in Fünfzigern. Und das sechs Wochen lang.
Also, mit den Eiern war das so: Schorsch Hannberg hatte es so geregelt, daß wir Görn die Knickeier bekamen. Und es gab viele Knickeier. Übrigens, die Eier wurden bei uns folgendermaßen zubereitet:
12 Min. kochen, pellen, längs halbieren, einen guten Klott Butter, Pfeffer und Salz und dann genießen. Schade, daß es so ewas Leckeres nicht mehr gibt.
So, das wollte ich doch noch beitragen.
Die besten Grüße aus Ostfriesland
Aus “Schleswig, so wie es war”:
Die Möweneier mit ihrer sehr dünnen Schale werden mindestens geschlagene 12 Minuten lang gekocht und dann stehend in einer Schüssel mit Salz serviert. Dann schneidet man das Ei der Länge nach auf. Es bietet sich ein anderer Anblick als bei einem “ordinären Hühnerei”. Der Rand an der Schale ist grün, und im Eiweiß ist ein rosafarbenes Dotter eingebettet. Eben dieses Dotter wird nun mit dem Löffel herausgenommen, mit etwas Essig und Butter, Pfeffer und Salz regelrecht geknetet und wieder in die “Kuhle” im Einweiß zurückverbracht. Dann erst wird die ganze Schale ausgelöffelt und genossen. Zu jedem Ei wird – dieser Teil der Tradition wird ganz besonders gepflegt – ein klarer Schnaps getrunken.
Norbert Neidebock: Als ich das erste Mal Möweneier aß, war ich ca. 25 Jahre alt! Ich war fürchterlich enttäuscht. Sie schmeckten m.E. nicht viel anders, als Zwerghuhneier (die wiederum nicht anders schmeckten als normale Hühnereier;D. Meine Mutter hatte Zwerghühner.). Ich hatte mir wunders was vorgestellt, da sie fast 1,- DM im Laden pro Stück kosteten. Einige Leute sagten mir, daß die Eier einen leichten Fischgeschmack haben. Naja, den kann man bei Hühnereiern auch mit Fischmehlfüttern erreichen oder einfach Sild oder Fischeier raufpacken;D
HmmHmmHmmm Viel schlimmer empfinde ich es, daß es DANK den Vogelschützern auf der Möweninsel keine Lachmöwen mehr gibt:’( (siehe oben erwähnten SN-Artikel)
Von berufener Seite wird übrigens jetzt vorgeschlagen, statt von einem Möwenkönig jetzt von einem “Rattenkönig von Schleswig” zu sprechen! Das deckt sich m.E. nicht mit den Intentionen von “Jordsand“. XX(
Ansichten: 291 Schlei: Möweninsel, Schleswig



















