Frühlingsrätsel Nr. 54


Frühling in?

Ein Tipp: heute haben wir Schleswig besucht und das Dorf durchquert…

Die Kuh muss doch vom Eis zu kriegen sein! Auch wenn dieses Rätsel öde zu sein scheint, muss etwas passieren! Das Foto links kommt auch aus dem zu ratenden Dorf. Geht’s jetzt?

Susanne: bei dem schönen Wetter muss man einfach in die Natur! Ein zartes Grün läßt sich blicken – der Garten ruft! Dann doch noch eine Frage zum Rätsel: welche Strecke bist Du von Kiel nach Schleswig gefahren? Die B76? Falls ja, dann rate ich einfach mal und tippe auf Fleckeby.

Der Admin :D Susanne, herzliche Glückwunsch, dass Du Dich auf das Eis begeben hast, um die Kuh zu retten! Es ist tatsächlich Fleckeby. Auf beiden Ansichtskarten hatte ich “Fleckeby” wegretuschiert. Tusch! Susanne!

Die folgenden Bilder sollen Frühlingsgefühle in Euch hervorrufen…

jetzt hör’ ich erstmal auf, mit den Frühlingsfotos. Die Leserinnen und Leser sind offenbar nur noch an der frischen Luft, so dass für die Rätselfrage keine Zeit bleibt… :roll:


Ansichten: 61 Stimmung: Frühlingsgefühle Schlei:

Schleifahrt von Kappeln nach Schleswig


Achim Gutzeit: Hallo Gerd,
nachdem du mir so freundlich beim Aufbau meiner Kappeln-(Schul-)Webseite auf die Sprünge hilfst, schicke ich Dir mal einen kleinen Beitrag zum obigen Thema, den ich beim Stöbern gefunden habe. Es handelt sich um eine Geschichte aus meinem Heimatkundebuch von 1958 (da war ich in der 3. Klasse der Grundschule in Kappeln). Wenn Du möchtest, kann ich den Beitrag auch gern abtippen – meine automatische Texterkennung versagt hier leider vollends.

Admin: Vielen Dank Achim, ich habe die vier Blätter aus Deinem Heimatkundebuch an den passenden Stellen “eingeflochten”. Mein erster Eindruck ist, dass sich Deine Beschreibung der Schlei weitgehend mit dem Bericht Strohmeyers deckt…Texterkennung brauchen wir nicht, Deine Handschrift ist sehr gut leserlich! :-D


Admin: Ich habe in der Landesbibliothek das “Schleswig-Holsteinische Wanderbuch” von Ernst Strohmeyer aus dem Jahr 1905 (Dritte Auflage 1913) ausgeliehen. Aus diesem Buch werde ich den Text zur “Schleifahrt von Kappeln nach Schleswig” jetzt Wort für Wort abschreiben und dabei das hinzufügen und “verlinken”, was sich so “am Wege” findet. Es wäre schön, wenn ihr an dieser beschaulichen Reise Anteil nehmt. Es geht los:

2. Schleifahrt von Kappeln nach Schleswig.
(Mit den kleinen Schleidampfern in 3 1/2 Stunden)

Durch die Kappelner Enge, wo man, wie auch späterhin, die teils sehr alten Heringszäune (zum Aufhalten und bequemeren Fangen der einziehenden Fische angelegt) sieht. – Nach kurzer Verbreiterung verengert sich die Schlei wieder zum Arniser Kanal (bis hierher reicht die Fischereigerechtigkeit der Holmer Fischerzunft in Schleswig).

Arnis,
ursprünglich eine Halbinsel, wurde durch König Erich (den Pommern) der in seinen Kämpfen mit den Holsten längs der ganzen Schlei Befestigungen anlegen ließ, abgegraben; später wurde es wieder landfest. – Früher gehörte der Ort zum Schleswiger Domstift; 1667 erhielt seine Einwohnerschaft einen bedeutenden Zuwachs, als 100 Kappelner Familien, um sich den Bedrückungen der Roester Herrschaft zu entziehen, hierher zogen. – 1864 gingen die Preußen unter Prinz Friedrich Karl hier über die Schlei. – Der Ort betrieb früher viel Schiffahrt und bedeutenden Handel; jetzt scheint er sich als bescheidener Badeort entwickeln zu wollen.

Die jetzt folgende lange Strecke der Schlei, die fast 1 km breit ist, heißt die “Lange Breite”. Links liegen Schloß und Gut Karlsburg,

einst dem Landgrafen Karl von Hessen gehörig, der 1800 das Schloß erbauen ließ. Die hier am Ufer belegenen Hügel (bei der Fischerwohnung Schwonsburg) sollen unter Erich dem Pommer befestigt gewesen sein.

Hart am Ufer liegt l. Dorf Winnemark, das früher dem Schleswiger Bischof gehörte, r. Karschau.


Dann folgt l. das Gut Bienebek, vom Herzog Friedrich Ferdinand erworben, mit einem Wohnhaus im Schweizerstil (dieser Besitz wurde um 1500 aus zwei Dörfern gebildet), r. Pagerö,

ehemals ein Hof, den 1406 die Königin Margareta dem Domkapitel in Schleswig zum Bau des Domes schenkte.

Gleich darauf l. Sieseby mit seiner alten, malerischen, von Bäumen eingefaßten Kirche.

Das Dorf ist sehr alt und wird schon im 18. Jh. erwähnt; später ward es von der Familie Sehestedt dem St. Johanniskloster in Schleswig geschenkt.

Bei der l. vorspringenden Landzunge “Stubbereck” endigt die “Lange Breite”; hier liegt das Gut Stubbe.

Stubbe war in früheren Zeiten ein stark befestigtes Schloß und Sitz der Schleswiger Bischöfe, die in den Kämpfen zwischen den dänischen Königen und den holsteinischen Herzögen aus Seiten der Dänen standen. Darum zerstörten die Holsten das Schloß zweimal.

Bei der Eisenbahnbrücke von Lindaunis die Haltestelle, von der aus die Dampfer den Anschluß an die Züge herstellen. – Unter der Brücke hindurch; dann r. der Eingang des “Lindauer Noors”, l. die Gutsgebäude von Stubbe; in der Nähe sieht man mehrere Hünengräber. Nach r. erweitert sich sodann das Wasser zum Gunnebyer Noor; l. liegt hier Gut Büstorf (stattliches Herrenhaus mit zwei Türmen), früher dem Schleswiger Bischof gehörig; – r. sieht man die Kirche von Ulsnis,

an welcher der Vater des unglücklichen dänischen Ministers Struensee † 1772, Prediger war. – (Man zeigt dort noch den Baumgang, in dem der Vater auf und ab geschritten sein soll, als der Sohn in Kopenhagen das Schafott bestieg.)

Die Schlei verengert sich wieder (durch die Enge Blick auf die fernen Hüttener Berge); r. werden die Dörfer Hestoft und Goltoft sichtbar. – Nachdem das Schiff das Eiland Kieholm und die Goltofter Ziegelei passiert hat, steuert es an einem l. belegenen Landvorsprunge vorbei, der jetzt ein modernes Wohnhaus trägt: Es ist die sogenannte “Königsburg“, auf der noch die Wallreste der 1415 von Erich dem Pommer erbauten großen, festen Burg, welche die Holsteiner und die Hamburger 1417 vergeblich belagerten, zu sehen sind.

Die nun folgende Strecke des Gewässers ruft die Erinnerung an den bekannten Brudermord hervor, der, wie die Sage erzählt, König Abel nicht im Grabe ruhen läßt, so daß er noch als “Wilder Jäger” umherziehen muß: Die südlich der “Könisburg” gelegene Bucht ist der “Zug zum finsteren Stern“.

Hier ließ der Ritter Lauge Gudmundsen mit Herzog Abels Einverständnis den König Erich – nach einer von ihm eingeführten Landessteuer Erich “Plogpenning” genannt – enthaupten. Der Körper wurde mit Ketten beschwert und versenkt. (Im Schleswiger Dom zeigt man noch die Kette und Mütze von König Erich.)
Auf dem nun l. folgenden Vorsprunge stand wohl die Kapelle zum finsteren Stern, die zum Gedächtnis des ermordeten Königs erbaut worden sein soll. (Nach anderer Überlieferung soll von dieser Kapelle der Priester geholt worden sein, der dem König Erich das Abendmahl reichte.)

Gleich hinter dem nächsten Vorsprunge sieht man den Eingang zum Ornumer Noor; geradeaus ist Missunde sichtbar. – Der Dampfer biegt nach r. zur Missunder Enge (100 m breit), von der r. das Brodersbyer Noor ins Land einschneidet. Bei Missunde ist ein wichtiger Übergang und eine vielbenutzte Fähre.

Die Wasserstraße hieß hier in alten Zeiten Maglandskanal und war als alte Fährstelle schon früh befestigt. – Bekannt ist Missunde, das an der Schwansener Seite liegt, durch die von den Dänen angelegten Schanzen und die Gefechte in den Feldzügen 1848, 1850 und 1864.

Die Dampfer legen an der Angelner Seite, beim Fährhause, an.

Zu den Schanzen gelangt man, wenn man mit der Fähre ans Südufer fährt: hier gleich l. die Reste des Brückenkopfes; im Dorf an den Häusern eingemauerte Kugeln; – gleich hinter dem Dorfe l. die mit Anlagen versehenen Reste der Hauptschanze mit dem Denkmal.


Durch die Missunder Enge gelangt das Schiff zuerst um die hohe Halbinsel “Alte Burg” (r.), die höchstwahrscheinlich schon im Altertum befestigt war und als “Fliehburg” bei räuberischen Einfällen diente – 1864 hatten die Dänen dort Schanzen – dann um den niedrigen Vorsprung “Kielfot” (l.) herum, in die “Große Breite” oder das “Wesen-Noor“. – Hier gleich r. eine Bucht, an der man, an das hohe Ufer der “Alten Burg” amschließend, den niedrigen Strand des Syllermoors erblickt.

Dort soll König Erichs Leiche angetrieben worden sein; der Ort ward durch ein hölzernes Kreuz bezeichnet und “Kreuzort” benannt.

Links voraus erblickt man die Ziegeleien von Borgwedel, weiter zurück an der Bucht das bekannte, dem Herzog Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holstein gehörige Luisenlund.

Am rückwärts liegenden Ufer des Noors Weseby, bei dem früher eine stark befestigte Burg gestanden haben soll. – Nach Westen scheint sich das Wasser zu schließen; hier ist die Stexwiger Enge, die durch die von Norden hervorspringende niedrige Halbinsel Reesholm mit der Spitze Palörde gebildet wird. – Am Dorfe Stexwig (l.) vorbei durchsteuert das Schiff die Enge und fährt in die “Kleine Breite“.

Hier eröffnet sich zugleich ein ungehinderter Blick zur schön belegenen Stadt Schleswig und zum Ende des Meerbusens. Rechts verbreitert sich das Wasser zum Winninger Noor, wo beim Gute Winning die Loiter oder Füsinger Au, das Hauptgewässer Angelns mündet; hier erblickt man die Kirchen von Moldenit und Kaleby.

Links voraus sieht man Fahrdorf (vorm. Wagerdorf), von wo eine Fähre für Fußgänger nach der “Freiheit” in Schleswig führt.

Etwas weiter die kleine Kirche von Haddeby, – hinter ihr erblickt man einen bewachsenen Hügel, die “Hohburg” genannt.

In der Ferne der Königshügel mit dem Denkmal für die gefallenen Österreicher; dahinter die Hüttener Berge.

Weiter nach r. schließt sich im Landschaftsgebilde der Stadtteil Friedrichsberg an, dessen Abschluß das große Regierungsgebäude bildet. – Rechts im Vordergrunde die Stadt Schleswig; zunächst, auf einer Halbinsel, das St. Johanniskloster mit seiner Kirche;

weiterhin der Dom mit seinem neuen, 112 m hohen Turme; auf der Höhe die Michaeliskirche. – Mitten in der Schlei die Insel Möwenberg.

Hier stand schon 1105 ein Schloß, die Juris- oder Jürgensburg; – eine Brücke, deren Reste bei sehr niedrigem Wasserstande noch sichtbar sind, führte zum Festlande. Auf dieser Burg residierte der bekannte Knud Laward, der im Kriege mit den Holsten auf der Insel sein Lager hatte, ward dort von seinen nimmer rastenden Feinden überfallen und entkam nur mit genauer Not. – In neuerer Zeit war das Eiland durch das Möwenschießen, das Volksfest der Schleswiger bekannt.

(Das war’s)


Ansichten: 550 Schlei: , , , , , , , , , , , , , ,

Frühlingsrätsel Nr. 33

Frühling! Heraus ins Grüne!

Ich hätte da eine Empfehlung! :))

So geht es scheibchenweise nach rechts weiter…

Wolfgang: Sieht aus wie die Kegelbahn an einem Ausflugslokal, ich habe aber keine Ahnung wo es sein könnte. :cry:

Jochen: Scheersberg?

Admin: Hier habt ihr das gesamte Anwesen… Kegelbahn würde mir einleuchten, Scheersberg nicht!

Jürgen Brandt: Waldgasthof Louisenlund? Admin: Stimmt auffallend. Tusch, Jürgen!


Ansichten: 86 Schlei:

Frühlingsrätsel Nr. 22

Kai

Dieser Garten ist klein genug für Norbert! Schnell ein bisschen Unkraut gezupft und dann – uff! – hingesetzt und ein Bierchen auf den Gartentisch!

(Links sehen wir Hertas Häuschen aus einer anderen Perspektive)

Wo?

(Wir erinnern uns: Dieses hier war das letzte Frühlingsrätsel 2010 – Das erste Frühlingsrätsel war dieses hier – vor genau einem Jahr!)

Torsten: Klensby Admin: :no:

Lutz: …muß irgendwie aus der Kaiserzeit sein… Reichsadler, Poststelle mit Ausspann? Admin: Reichsadler ja, Poststelle wohl eher nicht

Norbert: Kneipe mit ADAC-Emblem. Vielleicht Triangel? Admin: Keine Kneipe, auch nicht Triangel

Lutz: …dann wird Herta`s Häuschen auf dem Lande eine Art öffentliche Einrichtung gewesen sein. Der amtliche Reichsadler und der Aushang im Schaukasten spricht dafür (wohlgemerkt – kein “öffentliches Haus” aber vielleicht eine “Bürgermeisterei“) Admin:sterei ist schon sehr gut!

Lutz: …Herta passt zwar nicht – und auch nicht der Aushang – aber, wie wäre es mit “Försterei”? Admin: Försterei ist richtig! (“Hertas Häuschen” nur, weil auf dem Strohdach “Herta” steht… :roll:

Lutz: …war es vielleicht die kaiserliche Försterei in Idstedt? Admin: :no:

Lutz: …dann müßte es die Försterei in Schleswig gewesen sein. Admin: Wieso?

Admin: Ein Tipp: man benutze diese Suchfunktion im “Klassentreffen”… :roll:

Norbert: Ick hävv söcht: Louisenlund

Hier hest du dien Tusch mien Jung! Lutz hett di düchdich dorbi hulpen!


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