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Bitte vergleichen!

11. Januar 2008

Falk Ritter:

...ich habe gerade die Schulchronik auf der homepage der
Bruno-Lorenzen-Schule gefunden.
Gehen Sie mal auf Startseite - Schulfakten - Geschichte.
Dann vergleichen Sie "deren Geschichte" mit den Fakten, die ich bisher herausbekommen habe...

Wir schreiten zum Vergleich:

Falk Ritter:
1939 - 1947 Aufbauzug an der Gallbergschule

BLS:
April 1939

Einschulung von 18 Jungen und 21 Mädchen in die Aufbauzug-Klasse A 3 der "Altstädter Knabenschule" (Gallbergschule)

Falk Ritter:
1946 - 1952 Mittelschule an der Bugenhagenschule

BLS:
03.01.1946

Unterrichtsbeginn des ehemaligen Aufbauzuges als "Städtische Mittelschule" in den Räumen der Bugenhagenschule

Falk Ritter:
1952 - heute Realschule an der
Bruno-Lorenzen-Schule

BLS:
16.10.1952

Einweihungsfeier des neuen Mittelschulgebäudes an der Spielkoppel (1. Bauabschnitt)

Ergebnis: Die "Daten aus der Schulgeschichte" der BLS stimmen :D

Falk Ritter ermittelt...

9. Januar 2008

Update (16.1.2008): Die neue, korrigierte und erweiterte Zeitleiste ist hier.

... am 9.1.2008 im Stadtarchiv und schreibt am gleichen Tag eine Email:

Hallo Herr Tams,

heute war ich im Stadtarchiv und habe recherchiert.
Die haben da alle Akten über die Schleswiger Realschulen.

Die Mittelschule 1945 an der Bugenhagenschule ist falsch, das war 1946, ebenso der Aufbauzug an der Wilhelminenschule, das war die Gallbergschule.

Die Zeitleiste sieht jetzt so aus:

1848 - 1864 private Realschule im Stadtweg 72.

1893 - 1937 Realschule in der Domschule. In diesem Gebäude existierten also zwei Schulen nebeneinander: Das altsprachige Gymnasium und die Realschule. Die Realschüler waren seit der Jahrhundertwende in der Überzahl.

1937 Umwandlung "des altsprachigen Gymnasiums und der Realschule" in eine "Deutsche Oberschule". Die Stadt zahlte seit den 1890er Jahren Geld für die Realschule an das Provinzialschulkollegium. 1937 stellte sie die Zahlungen ein mit der Begründung: Keine Realschule - kein Geld - basta!

1939 - 1947 Aufbauzug an der Gallbergschule

1946 - 1952 Mittelschule an der Bugenhagenschule

1952 - heute Realschule an der
Bruno-Lorenzen-Schule

1963 - heute Realschule an der Dannewerkschule

Darüberhinaus können heute Realschulabschlüsse gemacht werden an der Dom-, Lornsen- und Gehörlosenschule.

Realschulabschluß wurde früher immer gleichgesetzt mit dem
„Einjährigen“. Was war eigentlich das Einjährige?

In den Schleswiger Nachrichten vom 29.9.1895 stand z.B.:

„An dem hiesigen Gymnasium bestanden die Prüfung für den Einjährigen Freiwilligendienst die Sekundaner [Abschluß 10.Klasse] Bandholz aus Kropperbusch und [Friedrich] Firjahn aus Schleswig.“

Das bedeutete:
Wer einen Realschulabschluß hatte, brauchte statt 2-3 (?) Jahre
Wehrdienst nur 1 Jahr zu dienen, wenn er sich selbst verpflegte und einkleidete. Er wurde dann dann als Reserveoffiziersanwärter
entlassen. Außerdem stand den Realschulabschlußabsolventen die mittlere Beamtenlaufbahn offen.

Frage: Wie lange war eigentlich der normale Wehrdienst im Kaiserreich? Weiß das jemand?

Wozu dient eine Realschule?
Das Problem war damals (vor 160 Jahren), dass die Gesellschaft dringend eine Schule brauchte, die den Bedürfnissen der Industrie, des Handels und der staatlichen Verwaltung genügte. Die Volksschüler hatten nur Grundkenntnisse. Die Gymnasium-Absolventen waren dafür auch nicht geeignet, denn was soll man mit Latein, Griechisch und Hebräisch, was an der Domschule gelehrt wurde, anfangen?
Man brauchte Absolventen mit guten Kenntnissen der modernen Sprachen wie Englisch und Französisch, Mathematik, Physik und anderer naturwissenschaftlichen Fächer.

Ich habe als Anhang eine Kopie vom Originalbild der ersten Realschule von Schleswig angehängt. Die ist besser als Ihre und meine „Kopie von der Kopie“.

Mit freundlichem Gruß, Ihr

Falk Ritter

Gerd Tams: Das habe ich zu den beiden "roten" Fragen gefunden (PDF):

Deutsches Reich (1871-1914)

...Die Reichsverfassung schreibt die allgemeine Wehrpflicht für Männer mit einer dreijährigen aktiven Dienstzeit fest. 1893 wird die aktive Wehrdienstzeit für Fußtruppen auf zwei Jahre verkürzt. Junge Männer mit höherer Schulbildung und guter finanzieller Ausstattung haben die Möglichkeit, ihren Wehrdienst als so genannte Einjährig-Freiwillige verkürzt auf ein Jahr abzuleisten...

Zeittafel der Schleswiger Realschule

7. Januar 2008

Update (9.1.2008): Die neue, korrigierte und erweiterte Zeitleiste ist hier.

Zeittafel der Schleswiger Realschule (von Falk Ritter)

1848 - 1864 Realschule im Stadtweg 72
1864 - 1937 Realschulzweig in der Schleswiger Domschule
1909 - 1937 Realschulzweig in der Lornsenschule (noch nicht abgesichert)
1946 - 1952 Mittelschule in der Bugenhagenschule
1953 bis 2008 Mittelschule bzw. Realschule in der Bruno-Lorenzen-Schule

Anmerkung Gerd Tams: Nach diesem Bericht in den "Schleswiger Monatsheften" hat eine Mittelschulklasse am 14.2.1945 in Schleswig die Abschlussprüfung abgelegt. Dieses Jahr fehlt (noch) in der Zeittafel(?)

Noch eine Anmerkung von Gerd Tams: Aus dem Lebenslauf des Lehrers Peter Ganz: ...Seine erste Stelle erhielt er 1948 an der Wilhelminen Schule, der sog. Altstädter Knabenschule in Schleswig um 1951 nach Ablegung der Zweiten Lehrerprüfung an die Mittelschule Schleswig zu wechseln. Diese befand sich damals noch im Schichtunterricht in einigen Räumen der Bugenhagen–Schule bis 1952 der erste Bauabschnitt der Bruno–Lorenzen–Schule auf der Spielkoppel bezogen werden konnte...

Anmerkung Falk Ritter: Theo Christiansen schrieb in seinem Buch 1945-1962:

"Am 7. Februar 1946 wurde beschlossen, eine Mittelschule zu errichten. Frau Margarete Schäffler nahm zusammen mit zwei weiteren Lehrkräften im Herbst in der schon überfüllten Bugenhagenschule die Arbeit auf."

Anmerkung Gerd Tams: Theo Christiansen schrieb in seinem Buch 1945-1962:

Eine dringende Aufgabe war der Bau einer deutschen Mittelschule. Sie hatte inzwischen 352 Schüler, es konnte in der Bugenhagenschule kein geordneter Unterricht bei einem weiteren Anwachsen der Schülerzahl mehr gewährleistet werden. Der Magistrat beschloß daher am 24. August 1950 für einen Neubau auf der Spielkoppel einen Bauplatz auszuweisen und gleichzeitig dort auch einen Platz für den Bau einer Landwirtschaftsschule vorzusehen. Da die Regierung mit Finanzierungszusagen zögerte, wurde 1951 ohne finanzielle Sicherung mit dem Bau des 1. Abschnitts begonnen; er konnte am 15. Okt. 1952 eingeweiht werden.

Anmerkung Gerd Tams: Im Klassentreffen findet sich hier folgender Satz:

Margareta Schäffler verstarb am 23. Januar im Alter von 89 Jahren. Bis 1969 war sie Rektorin in unserer Schule. Nach Anfängen nach dem Krieg in der Bugenhagenschule genehmigte das Amt für Volksbildung ab 1.4.1946 die Einrichtung einer neuen Schule, der heutigen Bruno-Lorenzen-Schule.

(Quelle leider vergessen, auf dem Foto ist Frau Schäffler leider verdeckt)

Falk Ritter:

Ich suche alte Zeugnisse von der Mittelschule!
Da dürfen ruhig 5en drin sein!


Gibt es ein Bild von Frau Schäffler?

Der Anfang

7. Januar 2008

Hallo Herr Tams,

gibt es eigentlich schon eine Geschichte der Schleswiger Realschule? Wenn nein, so wäre es doch toll, wenn die hier entwickelt und veröffentlicht würde - natürlich mit Bildern garniert.

Die Anfänge der Schleswiger Realschule stehen in den „Beiträgen zur Schleswiger Stadtgeschichte“ des Jahres 1959 Seite 45-58:

Erichsen, Ernst: Die Schleswiger Realschule 1848 - 64.

Mit freundlichem Gruss, Ihr
Falk Ritter

und dann...

Hallo Herr Dr. Ritter,

ich bin leicht zu begeistern, wenn es das "Klassentreffen" betrifft. Zeit habe ich auch, seit dem ich Pensionär bin. Allerdings fehlen mir die Kenntnisse und die Ambitionen, mich als Hobby-Historiker zu betätigen. Dazu fehlen mir, glaub ich, die passenden "Gene". Wenn es darum ginge, einen vorhandenen Text zu veröffentlichen und grafisch mit Bildern "aufzupeppen", dann wäre ich dabei.
Ich wäre auch gerne bereit, das "Klassentreffen" als Basis für eine Veröffentlichung zu gestalten, wenn Leute vom Fach die Daten lieferten.
Kurzum, das "Klassentreffen" entsteht "Locker vom Hocker"; veröffentlich wird, was kommt und passt. Das schließt aber nicht aus, dass die Ansprüche eines Hobby-Historikers respektiert werden würden, wenn er das "Klassentreffen" als Plattform für seine Texte aktzeptieren würde.

Aber Spaß muss die Sache machen!

Wir können die Sache gerne dikutieren,
Ihr Gerd Tams

und am nächsten Tag...

Hallo Herr Tams,

also ich bin auch nur ein Hobbyhistoriker - das aber seit 14 Jahren. Ich stell mir das so vor: Ich fange mal an, über die Schleswiger Realschule zu sammeln und gebe ab und zu Meldung über neue Funde.

Wer Lust von Ihren Klassenkameraden hat daran teilzunehmen, ist herzlich dazu eingeladen.

Anmerkung von Gerd Tams: Den Begriff "Klassenkameraden" erweitere ich mal ganz eigenmächtig auf alle Schleswiger und Butenschleswiger

Eine erste Bitte habe ich aber:

Ich bin kein ehem. Schüler der Bruno Lorenzen Schule. Könnten vielleicht Sie oder jemand anders beim Direktor dieser Schule vorstellig werden und dort anfragen, ob es bereits eine kleine Geschichte gibt - und wenn es nur eine kurze Chronologie ist. Dann diese kopieren und mir bitte zukommen lassen. Wenn ich das erst mal habe, dann kann ich (genau auf der anderen Straßenseite) im Stadtarchiv aktiv werden.

Ihr Falk Ritter

daraufhin...

Hallo,

das ist ein Wort! Ich werde mal sehen, dass ich eine "Connection" mit dem Rektor der Schule zustande bringe. Dann melde ich mich.

Beste Grüße
Ihr Gerd Tams

Erste Aktivitäten...

7. Januar 2008

...z.B. von Wolfgang Kather:

Da sollte man die etwas älteren fragen. Ich glaube mich zu erinnern, daß die Realschule bis zum Neubau Anfang der fünfziger über die Schulen oder einige Schulen im Stadtgebiet verteilt war. Ich meine mein Bruder ist örtlich in der Bugenhagenschule und der Berufsschule bis zur Einweihung des Neubaus gewesen. Ich kann ihn nicht mehr fragen da er vor über zwanzig Jahren verstorben ist. Aber der Walter Rolfs, der auf dem Foto von Klaus-Jürgen Teufert ist, auf dem auch Bernd Wulf ist, war, so meine ich, eine Klasse unter meinem Bruder, der müßte also etwas wissen. Ich weiß, daß Walter Rolfs nach wie vor auf dem Holm wohnt, aber im Telefonbuch finde ich ihn nicht.
Vielleicht wäre das ein Hinweis für den Falk Ritter.

...und Birgit Friedrich (Schwester von Klaus-Jürgen Teufert):

Walter Rolfs wohnt Süderholmstr. 28
Telefon 04621 - (........)
Viel Erfolg. Walter hält sich viel auf dem Netzetrockenplatz auf, oder befindet sich bei seiner Freundin.
Evtl. könnte Priörin Frau von Schiller weiter helfen. Tel. (.......)
Aber erst mal bei Walter versuchen.
Gruß Birgit (Schwester von Klaus)

Anmerkung Gerd Tams: Birgit, ich habe die Telefonnummern aus Datenschutzgründen entfernt. Wer anrufen möchte, bekommt sie von mir. Einfach per Kommentar oder Email nachfragen!

Hier kannst Du mit Google-Technik im "Klassentreffen" suchen!

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