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23 Kommentare

Kommentar von: Lutz Clausen [Besucher]
Hallo-
über den Standort des Hauses vermag ich nichts zu sagen, aber es lässt sich dennoch einiges aus der Fotographie herauslesen.
M.E. hat dieses Haus im Bereich des Stadtrandes gestanden, wenn es sich denn um eine städtische Immobilie gehandelt hat. Hierfür spricht die "freie Lage".
Gegen eine ländliche Lage spricht außerdem die Art des Baukörpers: Hochparterre und ein Obergeschoß.
Eine relativ freie Freitreppe führt in das Haus, um das sich städtisch gekleidete Menschen gruppiert haben.
Im seitlichen Hintergrund erkennt man außerdem eine mit weißer Schürze gekleidete Hausangestellte, die sich offensichtlich um ein "Kind des Hauses" kümmert.
Ich weiß - alles nur Spekulationen, aber es wird wohl ein Haus "gutsituierter Städter" sein....aber wo?
16.07.09 @ 09:45
Kommentar von: Torsten Hansen [Besucher]
Spontan fiel mir dazu Brodersby ein - irgendwie glaube ich, daß man bei einer Fahrt durch die Schleidörfer sicher etliche dieser Haustypen finden wird.
Aufgrund der hohen Bäume würde ich eher auf eine Lage außerhalb der Stadt tippen.
Läßt sich anhand der anderen gefundenen Bilder vielleicht ein Zusammenhang herstellen ???
16.07.09 @ 10:08
Kommentar von: Gerd Tams [Mitglied] E-Mail · http://www.duettundatt.de/index.php
Hinter der Eingangstür über der Freitreppe sieht man eine weitere "Bedienstete" mit weißer Schürze...
16.07.09 @ 10:15
Kommentar von: Norbert Neidebock [Besucher]
Ich wehre mich gegen den "gutsituierten Städter" ;)
Wenn de Buer sien Schapptüch rutholt har, seh he ook nich veel anners ut, as de Lüüd op´n Foto.
Das Haus war zu der Zeit auch schon etwas älter, denn das Reetdach ist schon gut vermoost. Reiche bzw. gutsituierte Bauern hatten sich damals schon gerne große Häuser hingestellt, die auch etwas den Häusern der Gutsbesitzer mit Freitreppe ähnlich waren. Man zeigte seinen Nachbarn, daß man ein paar Taler fuffzich auf der Kante hatte.
Wenn es schon länger am Stadtrand gestanden hat, würden im Hintergrund auch andere zu sehen sein, denn die Stadt dehnte sich doch immer irgendwie aus.
Ergo: Es konnte überall im norddeutschen Raum, wo mit Reet gedeckt wurde, stehen. Egal ob auf´m Lande oder sonstwo.
Hätt dat wat bröcht? Nöööööö:P
16.07.09 @ 10:23
Kommentar von: Gerd Tams [Mitglied] E-Mail · http://www.duettundatt.de/index.php
Wenn man das Album in Händen hätte, könnte man wie Schörlock Humbug seine Schlüsse ziehn und mit spitzem Finger das Anwesen auf der Karte ausmachen ;D
16.07.09 @ 10:29
Kommentar von: Lutz Clausen [Besucher]
Mag ja sein Norbert - aber gegen die ländliche Theorie spricht zum einen der "hochrädrige Kinderwagen" - der allenfalls in der Stadt "lief" .
Bei den weißbeschürzten Damen müßte es sich dann um sogenannte Binnerdeerns handeln - und ich weiß nicht, ob das bei einem Hof dieser - für mich dann geringen Größe - usus war.

Der Admin gugelt:

Binnendeern

Deerns gab es in Angeln auf den Bauernhöfen seit Jahrhunderten. Sie gehörten zum Gesinde und überbrückten die Zeit vom Schulabgang bis zur Ehe.

Erst in der 2. Hälfte des 19. Jh. kam es zu einer Unterteilung in Binnen- und Butendeerns. Diese Bezeichnung hat aber nur etwa 80 Jahre bis 1920 bestanden und änderte sich dann in „junges Mädchen“.

Binnendeerns waren Hausmädchen mit Familienanschluss. Sie wurden wie Haustöchter behandelt und arbeiteten im Gegensatz zur Butendeern, die einen niederen Mägdestatus hatte und für die Stall- und Feldarbeit zuständig war, nur im Haus. Die Binnendeern erfuhr dagegen eine Erziehung zur Bäuerin und je nach ihrer Herkunft auch eine Vorbereitung auf ihre gesellschaftlichen Pflichten. Meistens waren die Binnendeerns Töchter reicher Bauern.
16.07.09 @ 10:37
Kommentar von: Norbert Neidebock [Besucher]
Wat harrn de Buern denn för´n Kinnerwogen? Mit grode Rööd kunna man over beeter dörch´n Schiet schuven!;D
16.07.09 @ 15:38
Kommentar von: Norbert Neidebock [Besucher]
Wo liefen denn hauptsächlich Matrosen rum?
Kiel oder FL.
Aber das hat nix zu sagen.
Teutschlands Zukunft lag bei Kaisers und den div. Marinevereinen ja auf dem Wasser!
23.07.09 @ 10:25
Kommentar von: Norbert Neidebock [Besucher]
Warum sollen in SL keine Matrosen gewesen sein?:yes:
Wenn ich den Knick der Straße so sehe, dann könnte es z.B. die Plessenstraße sein (Höhe Capitol). Es gibt sicher noch mehr Straßen mit Knick, die so ähnlich aussehen (Friedrichstr.), in SL.
Es wird wohl das große Indianergeheimnis bleiben.:P
25.07.09 @ 15:31
Kommentar von: Hanns M. [Besucher]
Un wat is mit de dorden Schienens, wo doar dwars öber de Stroat dörch dat Bild lopen?
25.07.09 @ 21:32
Kommentar von: Gerd Tams [Mitglied] E-Mail · http://www.duettundatt.de/index.php
Dat is'n Büx! De heff ick noch goarnich sehn!!!
25.07.09 @ 21:44
Kommentar von: Norbert Neidebock [Besucher]
Tschäää, wo gingen Schienen quer über die Straße?
Beim Hauptbahnhof (Karpfenteich) und beim Kreisbahnhof (Plessenstraße und Lange Straße).
Nun stellt sich auch die Frage, welche der damaligen Schleswiger Firmen hatte einen Gleisanschluß? Vielleicht gibt es ja einen, der eine Karte des Schienennetzes zu Kaisers Zeiten hat?
Schwierig, schwierig!
26.07.09 @ 10:52
Kommentar von: Gerd Tams [Mitglied] E-Mail · http://www.duettundatt.de/index.php
Damals gabs ja auch noch 'ne Straßenbahn - bis 1910 mit Hottehühbetrieb, also ohne Oberleitung (auf dem Foto ist keine Oberleitung sichtbar). Guggsdu bei Sönke...;)

Nochma: Aber 'ne Straßenbahn hat es wohl so an sich, immer dem Verlauf der Straße zu folgen, statt sie zu queren. Es könnte höchstens das Gleis sein, das ins Depot führt; aber das war am Rathausmarkt, wo eindeutig keine Häuser standen, die den abgebildeten ähnlich waren.

Nochma: Ein paar Schienen gibt es schon - bei Sönke! Aber nach meiner Meinung sind die zum Foto passenden Schienen nicht dabei. :no:
26.07.09 @ 10:56
Kommentar von: Benny Gutmann [Besucher]
Bei der Baustelle auf den Königswiesen kann es sich um den Rundbau der damaligen
Pumpstation(jetzt Aussichtsturm) handeln. Ich meine, daß diese Pumpe auch Schuld daran war, das man beim Baden im Freibad(Ködelbad) mit Fäkalien konfrontiert wurde (trotzdem sind wir groß geworden)
Gruß Benny
10.08.09 @ 09:59
Kommentar von: Torsten Hansen [Besucher]
Das Foto von den Königswiesen deutet wohl eher darauf hin, daß die Bilder im Umkreis von Schleswig gemacht wurden.
Das Bauernhaus paßt m.E. irgendwie zu den Schleidörfern, beim Schienen-Matrosenbild habe ich auch an Friedrichsberg (im Bereich der heutigen Volksbank -links-) gedacht oder an Kappeln (unten am Hafenbereich) -
Gibts noch mehr Fotos ?? und keine Vermerke auf den Rückseiten ??
10.08.09 @ 15:45
Kommentar von: Wolfgang Kather [Besucher]
Es gab noch ein Gleis das eine Straße querte, nämlich im Husumer Baum ein Anschlußgleis zur Magarethenwallstraße. Aber die Bebauung paßt m.E. nicht, falls es um 1900 überhaupt dort schon eine Bebauung gab.
10.08.09 @ 16:50
Kommentar von: Gerd Tams [Mitglied] E-Mail · http://www.duettundatt.de/index.php
Sönke hat mir gestern gesagt, dass das Reetdachhaus zwischen zwei Baustellenbildern der Lornsenschule eingeklebt ist...

(Oder verwechsle ich das jetzt mit der Stampfmühle...:oops: ?)

Nachtrag: Es war die Stampfmühle!!
10.08.09 @ 18:01
Kommentar von: Torsten Hansen [Besucher]
Abgesehen davon, daß das Partybild beweist, daß man in Schleswig (?) oder Umgebung immer schon gut feiern konnte, bin ich der Meinung, daß es zeitlich nicht zu den anderen Bildern paßt - es ist bestimmt erst in den 20ern aufgenommen worden.
11.08.09 @ 08:25
Kommentar von: Norbert Neidebock [Besucher]
Auf dem rechten Bild sieht der dritte von rechts wie "Pat" von Pat und Patachon aus ;D
11.08.09 @ 11:31
Kommentar von: Lutz Clausen [Besucher]
Bei dem Bild:Club AMICITIA - handelt es sich um einen der ältesten Kegelclubs Schleswigs,der heute aber nicht mehr existiert.
11.08.09 @ 13:31
Kommentar von: Lutz Clausen [Besucher]
nochmal ich.
Wenn ich mir das rechte Bild anschaue,dann sind es eben jene Kegelbrüder von "Amicitia" bei ihrem Sommerausflug-wahrscheinlich Herrentagstour.
Es dürfte nicht schwer sein,einige Namen herauszubekommen-und dann eventuell Rückschlüsse auf den "Eigner" des Albums zu ziehen-der theoretisch Mitglied von Amicitia gewesen ist.
11.08.09 @ 13:37
Kommentar von: Sönke [Besucher] · http://www.alte-schleihalle.de
Da bin ich nun platt, das das Rätsel um den Club AMICITIA hier so schnell gelöst wurde.

Das Reetdachhaus war auf der Seite mit den Fotos von der Stampfmühle. Vielleicht ein damaliges Nebengebäude ??
11.08.09 @ 19:06
Kommentar von: Gerd Tams [Mitglied] E-Mail · http://www.duettundatt.de/index.php
Lt. Philippsen wurde die "neue" Stampfmühle 1910 gebaut.
12.08.09 @ 08:19

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