Kategorie: Was so anliegt
Lange Straße 1 - 41
4. September 2010Zitat Heinrich Philippsen: Lange Straße, zu Beginn dieses Jahrhunderts eine der ältesten und vornehmsten Straßen der Altstadt mit lebhaftem Durchgangsverkehr.
Es haben sich Fotos aller alten Häuser der "ungeraden" Seite der Langen Straße angesammelt. Die werden hier alle der Reihe nach gezeigt:
Das ist ein Kartenauschnitt aus einer Karte von 1969 - also vor der großen Sanierung 1976 - aber schon ohne die Nr. 13 und 15 (am Kreuzungspunkt mit der Kreisbahn).
Kirsten:
Es gab lt. Einwohnerbuch von 1931 auch eine Nr. 27a. An der Ecke zur Kälberstr. war Nr. 27 (Musik Fock), dann Nr. 27a und dann wir mit der Nr. 29
1902 hat mein Uropa Johannes F. Jessen in der Langen Str. 29 eine Baustoffhandlung eröffnet. 1902 hieß es allerdings "Lager von Baumaterialien, Kalk, Zement, Gips", außerdem gab es noch "Öfen und Herde". Kalk, Zement und Gips wurde damals, auch noch in den Fünfziger Jahren, PFUNDWEISE verkauft.
Nr. 1 und 3
Nr. 1 bis 5
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Nr. 7 bis 11
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Nr. 9 - 11
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Nr. 9 - 25 mit Nr. 13 und 15
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Nr. 11 - 25 ohne Nr. 13 und 15
Was sagt denn Dr. Ilse Schneider (1931) zu den beiden Häusern Nr. 15 und 17?
Nr. 15: Zweistöckiges Etagenhaus, Backstein, nach 1870, Wohnhaus
Nr. 17: Dreistöckiges Giebelhaus, Fachwerk, vor 1870, Wohnhaus
Auf diesem Foto von 1937 scheinen mir die beiden Häuser noch da zu sein...
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Nachher...
Das erste Haus rechts (auf dem linken Foto) war früher die Nr. 37 auf dem re. Foto.
Herbsträtsel Nr. 5
4. September 2010(Schwierigkeitsgrad: leicht
)
Kirsten:
Na gut, dann löse ich eben dieses Rätsel:
es handelt sich um das stattliche Bürgerhaus neben dem Kaiserlichen Postamt, in dem am 1.4.1895 die Spar- und Leihkasse ihren Geschäftsbetrieb eröffnete (1901 übernahm der Postfiskus dieses Haus und ließ es später abbrechen)
Jawoll Kirsten! Ich lese mal weiter aus "Die Stadt Schleswig" von Helgo Klatt vor:
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Die Sparkasse erbaute 1901 ein neues Gebäude in der Poststraße, die um diese Zeit entstand ... Nach nur 44 Jahren wurde ein neues Postgebäude in den Jahren 1911/12 errichtet.
Noch'n Tusch! für Kirsten (ein richtiger!)!
Admin: Auf dem Foto (oben) sieht man einen Zipfel des später abgebrochenen "stattlichen Bürgerhauses". Im Hintergrund macht übrigens lt. SN vom 4.9.2010 ein "Penny" auf...("Aus Hertie wird Penny")![]()
Herbsträtsel Nr. 4
3. September 2010Achtung!!! Dieses Rätsel lebt wieder auf! Es muss weiter geraten werden! Siehe weiter unten! Admin: Gelöst!
Zu diesem Haus wird eine Adresse genannt,
die es herauszufinden gilt.
Wenn es sich herausstellen sollte, dass die Adresse falsch ist, bitte ich jetzt schon um Vergebung.
Auch bei längerem Hingucken stellt sich bei mir kein Aha-Effekt ein...
Zwischenstand: Im Stadtweg sind wir schon mal angelangt... (unten Schienen!)
Habe soeben bei Sönke gefunden, dass lt. Adressbuch von 1878 in dem Haus ein "Weinhändler und Gastwirth" ansässig war.
(Über die Suchfunktion auf Sönkes Seite kommt man zur Lösung des "Falles"
)
Kirsten:
Stadtweg 43, Herm. Schnoor
Tusch!
Das Haus Nr. 43 muss dann ja links neben Haus Nr. 45 gestanden haben. Die Nr. 43 war ja lange Jahre der Sitz der Fa. Ihms.
Hier!!!!
Dieses Foto desselben Hause ist aufgetaucht und es tauchen sehr berechtigte Zweifel auf, dass das Haus im Stadtweg 43 steht!!!
Kirsten! Wir haben die einmalige Situation, dass der Tusch! zumindest vorläufig wieder eingezogen werden muss.
Wir, besonders aber der Admin, sind sehr wahrscheinlich der falschen Beschriftung des Fotos auf den Leim gegangen!
Lutz:
...dann ist es eventuell der Vorgängerbau von Lollfuß 43/45 oder Lollfuß 51
Hurra! Geschafft!
Der Admin ist davon überzeugt, dass der berühmte Theodor Möller das damalige Haus Lollfuß 43 fotografiert hat.
Lutz bekommt den Tusch! geblasen - und weil Kirsten so äußerst engagiert bei diesem Rätsel mitgemacht hat (und der Admin den Falschtusch mit verursacht hat) wird ihr der Tusch h.c.! getutet!
Glückwunsch Euch Beiden!
Badefreuden in Schleswig
2. September 2010Eine Leserbriefschreiberin erinnert sich in den SN vom 2.9.2010 (Auszug):
Zur Berichterstattung über die Gesundheitstherme. Ein Gutachten jagt das nächste, das Stadtsäckel wird immer leerer, aber kein Mensch spricht mehr von der Sole. Ich kann mich erinnern, dass bei der Vorstellung der Gutachten der Firma Geyer und Geyer vor zwei Jahren in der Ratsversammlung zur Sprache kam, dass man ja für die Beckenfüllung Sole brauche. Diese solle unter Überwindung einiger Schwierigkeiten in Fahrdorf aus großer Tiefe gefördert werden. Dazu bedürfe es allerdings einer Probebohrung, die sich meiner Erinnerung nach preislich in sechsstelliger Zahlenhöhe ansiedeln würde...
Das "Klassentreffen" hat sich da mal Gedanken gemacht und ein Szenario der Soleversorgung von Fahrdorf aus entworfen. So könnte es doch sein, oder? (Achtung! Das "Szenario" ist als Scherz gedacht. Aber es wird hier nicht gelacht. Dann ist es wohl nicht so einfach, Leute zum Lachen zu bringen...
)
Susanne Römer:
Moin Gerd!
Auf dem Foto abgebildet siehst du meinen Vater, zu der Zeit Bademeister im
Louisenbad.Er "hüpft" da gerade vom 3m-Brett.
Sind in dem Gebäude im Hintergrund die Ruderboote untergebracht?
Admin:
Susanne! Dein Papa macht gerade einen gelungenen gestreckten Salto rückwärts!
Nochmal Susanne:
Die Friedrich-Ebert-Schwimmhalle wurde am 11.04.1970 eingeweiht.
Zur Eröffnungsfeier sprangen ein paar Jungen und Mädchen vom Schleswiger TSV ins Wasser.
Ich hüpfe vom Startblock 4. Die Aufnahme stammt aus dem Buch SL - die 70iger Jahre, Foto von Eva Nagel.
So sahen früher die Meldeergebnisse der Schwimmsportler aus. Ein himmelweiter Unterschied zu heute. Aber... Papier und Tinte war haltbarer.
Hier mal ein kleiner Ausschnitt, was die damaligen Schleswiger Leistungsschwimmer des TSV in den 70igern geleistet haben. Und das trotz geringer Trainingsmöglichkeiten in der Friedrich-Ebert-Schwimmhalle. Im Sommer wurde die Schwimmhalle geschlossen.
Somit mussten wir nach Kropp ins Freibad ausweichen, um zu trainieren.
Die Zeitungsausschnitte sind aus 1974. Leider hat meine Oma, die die Schleswiger Nachrichten hatte, kein Tagesdatum notiert.
Dafür hat sie meinen Namen unterstrichen. Hmm! Umgekehrt wäre es mir lieber gewesen.
Bilder von Schleswiger Badefreuden - halbwegs chronologisch sortiert:
Der Knabe hat Schuhe und Strümpfe ausgezogen (wenn er welche hatte) und sich in das Hafenwasser begeben.
Am Netzetrockenplatz der Holmer Fischer ging man auch schon mal bis zu den Knien ins Wasser.
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In Louisenbad hat man es damals mit dem Wasserkontakt nicht übertrieben. Das gesellschaftliche Leben am Ufer hatte eine höheren Stellenwert.
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Wie man am Kartenausschnitt von 1905 (undeutlich) und auf den beiden Ansichtskarten erkennen kann, gab es auch in der Bucht vor der Strandhalle eine Badeanstalt. Auf diesem Kartenausschnitt von 1910 ist die Badeanstalt gut erkennbar eingezeichnet.
Kunterbuntes Badeleben auf der Freiheit.
Vor den Königswiesen gab es ein Militärbad. Ein Foto von badenden wilhelminischen Soldaten kann ich leider nicht bieten.
Im Jahr 1910 gab es also westlich der Altstadt ein Militärbad, das Luisenbad und eine Badeanstalt vor der Strandhalle. Dazu kam noch das Marienbad.
Helgo Klatt erwähnt, dass "angeblich" auf dem sog. "Schild" (am Rathausplatz) ein Hallenbad errichtet werden sollte.
Das Marienbad gehört zwar zur Gemeinde Busdorf, soll hier aber nicht verschwiegen werden.
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Vor dem Kasernenbau hatte das Strandleben auf der Freiheit doch ein gewisses Niveau.
Nach Ablauf der Tausend Jahre, fanden es die Sieger auch ganz nett an der Schlei.
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Das "Volk", dem die Groschen für das Luisenbad fehlten, badete ein paar Meter weiter und näher dran an der Kläranlage (Kartenausschnitt rechts).
Die Holmer waren schon immer etwas Besonderes und hatten ihren eigenen Strand.
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Auf dem Kartenauschnitt wird zwischen dem Luisenbad und einem "Badestrand" unterschieden. Das Foto links zeigt das kostenpflichtige Luisenbad und im Hintergrund die Habenichtse.
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Die renovierungsbedürftige Schwimmhalle.
Die Gesundheitstherme, wie sie sich der Admin vorstellt. ![]()
(s.a. ganz oben am Kopf des Eintrags!)
Herbsträtsel Nr. 3
1. September 2010
Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn - ein Schlechtwetterfoto - im Herbsträtsel Nr. 3.
Bitte angeben, wo, wann, warum, usw. usw...
Vermutlich ist dieses Rätsel mal wieder lächerlich leicht?
- ich habe auch nur eine Kleinigkeit wegretuschiert.
Der Dom ist (wie sonst so oft) nicht im Hintergrund!
Der Himmel ist echt!
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Diese beiden Fotos haben mit der Rätselfrage nichts zu tun.
Sie sind dazu gedacht, die Leserinnen und Leser auf den Herbst einzustimmen. ![]()
(Im Gericht, Foto re., wurde ja am vergangenen Montag der Landesregierung das Wetter verhagelt. Und wenn man von den Königswiesen (li.) in Blickrichtung weiter wandert, kommt man - vielleicht - irgendwann zur Gesundheitstherme).

Ulrich Schenzel:
Vor der Vitrine rechts war wohl das Elektrogeschäft Voigt oder Vogt? In besagtem Haus war wohl die Praxis meines Augenarztes.
Zitat von Falk Ritter:
Von 1906 bis zu seinem tödlichen Herzinfarkt am 17.10.1940 wohnte und praktizierte er [Julius Doll] im Stadtweg 45 - heute Radio Voigt.
Da beißt die Maus keinen Faden ab: Nach dem Abriss war es "Radio-Voigt" - the winner is: Ulrich Schenzel - Tusch!
(Ich hab das Radio-Röhrenmännchen über der Vitrine weggemacht - sonst wäre es wohl zu einfach geworden
)
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Admin: Die Frankiermaschine, für die Radio-Voigt 1961 eine "Wertkarte" gekauft hat, stand wohl noch im Altbau - während die Werbung 1968 bereits mit der neuen Fassade protzt...
...Im Stadtweg errichtete Gralf Ibbeken ein Ladengeschäft, das heute von seiner Tochter geleitet wird. Der Vorgängerbau beherbergte u.a. die Druckerei Maas und eben auch die Praxis des Augenarztes Starke.
Außerdem lebte in jenem Haus auch der Texter des Schleswig-Holstein Liedes Chemnitz - während der "Vertoner" Bellmann sein Domizil im Stadtweg 14 hatte.












