| « Kleiderbügel | Datum? » |
Auf der Freiheit 1959 - Feldartilleriebataillon 61
Zur Überprüfung an unsere Experten: Stimmt das, was ein Soldat von damals heute in den SN sagt?
"Es war eine tolle Garnisonsstadt" ... In der Kaserne sei es dagegen noch zugegangen wie bei der Wehrmacht. „Abends war immer nur bis zehn Uhr Ausgang. Wir haben trotzdem immer etwas unternommen, und wenn es nur ein Bier in der ‚Schleihalle’ oder im ‚Deutschen Keller’ war. Dazu gab es ja noch zwei Kinos.“
(Der Admin hat nicht gedient)
Zum Baumhof: Es war nicht nur das vierte Kino in Schleswig und ein Striptease-Lokal, sondern auch eine Bar, in der "oben-ohne" serviert wurde.
(Gerd Tams: Die Baumhoflichtspiele (Bauli) Großer Baumhof existierten von 1953 - 1963 lt. Falk Ritter)
Bei Sönke Hansen wird das "Feldartilleriebataillon 61" nicht genannt...aaaber wir haben ja noch Gugel...und auch ein Foto von der Freiheit...Wat'n Zufall; der Traditionsverband hat heute Jahreshauptversammlung!
12 Kommentare
Regelmäßig warnte uns später der "Freiheitssender 904" auch vor nächtlichen Aktionen, gerne incl. Name, Dienstgrad und Einheit der Beteiligten.
Mindestens ungünstig war wohl, daß wir bis zur ersten Beförderung zum Gefreiten nach frühestens einem halben Jahr monatlich DM 30,- als Sold erhielten, von dem noch einiges wie z.B. Creme für die Stiefel zu bezahlen war, Nebenverdienstmöglichkeiten =0. Von unserem verheirateten Gruppenführer (Stuffz=Stabsunteroffizier) weiß ich, daß er sein Auto stehen lassen mußte, weil sogar sein Berufssoldatensold für Benzin nicht immer reichte. Aber vorher im Zivilleben als Lkw-Fahrer bei Bartels-u.Langneß war es noch weniger gewesen...
Bezahlte Famlienheimfahrten gabs zwei pro Jahr, die meisten von uns kamen aus Hamburg bzw. Schleswig-Holstein, zwei aber auch aus Niederbayern.
Also, wenn man den Rest Feierabend nimmt, fast keine Kohle hat, spätestens um 22 Uhr im Bett liegen muß, da wundert es mich nicht, daß ich bei einem ganzen Jahr und einem viertel
( beim Start 1 Jahr Wehrpflicht, dank Mauerbau 1/4 dazu ) mich nur an zwei kameradschaftliche Privatausflüge in die Stadt erinnere: einmal Stampfmühle ein(!) Bier - so eisig, daß es noch im Magen schmerzte, einmal Peermarkt - wieder ein Bier, so knapp eingeschenkt, daß ich vom Nebentischkaffeegedeck immer noch das Sahnekännchen hege. Das zugehörige Kaffekännchen tat bis zu seinem traurigen Absturz viele Jahre treu seine Pflicht...an mir war´s hängengeblieben, hatte als einziger ne Jacke mit Taschen dabei - Einspruch Euer Ehren, Ausrede... Einspruch abgelehnt... Danke, Euer Ehren!
Die hatten einen Rausschmeisser, weil da ständig Krawall war.
Deshalb gab es folgenden Spruch:
Bist bin in Bauli-----bums bist buten.
ich habe in Schleswig 1979 und 1. Quartal 1980 Wehrdienst geleistet.Die Grundi in der 4./sPiBtl 620 ,später in
der PipelinePiKp 641 als selbständige Kompanie.Ich war der Feldkoch.Es war eine schöne Zeit.Schleswig und Umgebung ist wirklich sehr schön.
Mit kameradschftlichen Grüssen
Peter Szillat
der von Dir erwähnte Oberst Konrad von Wangenheim - Goldmedalliengewinner von 36 - starb 1953 in Stalingrad.

