Wenn ich auf den Link unter dem Titel klicke, wird mir schwindlig. Die Seite ist völlig mit Werbung verfilzt (mit dem neuen gugelbrauser, nicht aber mit firefox, da kann man Werbung unterdrücken), grafisch unmöglich und dann auch noch auf englisch. Ich mach mal den Versuch, das, was vielleicht interessant ist, für das Klassentreffen zu “retten” und verdaulich aufzubereiten (man weiß nie, wann eine Adresse im Internet wieder verschwindet).
Ein britischer Soldat namens “Jim” schwärmt von seiner Zeit bei der R.A.F. Schleswig (Flugplatz Jagel) und dem Flugzeug B35 Mosquito, das damals von der “2nd Tactical Air force” im Rahmen der Nato geflogen wurde.
Jim wurde beim Aero Club Schleswig begeisterter Segelflieger.
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Auf dem Foto links sind Heine Erichsen und Helmut Schulte abgebildet.
Schulte steht vor einem seiner Lastwagen.
Hier ist einer von Helmuts Lastwagen dabei, den “Kranich” und die “Weihe” zum Startpunkt zu ziehen. Dieser sehr große LKW wurde auch genutzt, um die Kabel von der Winde zu ziehen. Es war ein prächtiger Maybach mit einer eingebauten Seilwinde.
Gerd Tams: In dem Beitrag von Theo Christiansen zu Johann Jürgens, dem Betreiber der “Schleihalle” in den “Beiträgen zur Schleswiger Stadtgeschichte” steht folgendes zum “Maybach“:
[1936]…Die “Schleihalle florierte und Jürgens gab seinem Hang zum Angeben nach. Er erwarb auf einer Auktion ein Maybach-Auto, in dem er zur Erstaunen der Schleswiger stolz durch die Stadt fuhr. Nach dem 2. Weltkrieg schenkte Jürgens den desolaten Wagen den Segelfliegern. Ein findiges Mitglied wußte, daß der Wagen den gleichen Motor wie ein bestimmter deutscher Panzertyp hatte, von dem etliche Exemplare in Flensburg zum Verschrotten bereitstanden. Ein noch funktionierender Motor wurde ausgebaut, er paßte genau in den alten Wagen. Der hintere Teil der Karosserie wurde zu einer Plattform umgebaut, auf die dann eine Seilwinde montiert wurde. Der Motor konnte auf diese umgeschaltet werden. Das seltsame Gefährt hat mehrere Jahre die Segelflugzeuge in die Luft gezogen.
Jim: Durch das Segelfliegen hatte ich einige gute Freunde in Schleswig. Der Kontakt ist nach so vielen Jahren leider abgebrochen. Hier sitzt Doc in der Mü 13 und bekommt noch Instruktionen. Mit dem Rücken zur Kamera steht “Pastor“.
Hier wird Phil Jones von Helmut vor seinem ersten Flug in der “Weihe” gebrieft.
Die Segelflugzeuge waren in zwei Hangars untergebracht. Auf diesem Foto sieht man Jerry Francis und “Hargs” zu einem der Hangars gehen, in dem man vorne die Weihe und dahinter die K2b des Aero Clubs Schleswig sieht. Der Mann im Hangar ist “Doc”, ein Kumpel aus der Gegend.
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Jim: The Bamboo Bomber or Kranich II….Ugly, heavy, but delightful to fly.
Hier sind einige Segelflieger zu sehen. Links Gerry Francis, “Doc” über Heine Erichsen und rechts Jim mit Pfeife.
Aus einem anderen eingestaubten WWW-Winkel:
Other playmates at the time were Helmut Schulte, Brusow, Paul Renz, Phil Jones and many whose names I can’t remember…I’m sorry about that.
Jim schreibt noch, dass amerikanisches Militär in Schleswig war. Sie lehnten es ab im “Camp” zu wohnen und wohnten wohl in einem Hotel in Schleswig. Ein komischer Haufen, der nur den ganzen Tag Radio zu hören schien. Auf dem Foto ist Dennis zu sehen, dem die Folgen von zuviel Radio hören anzusehen sind – Schnaps!
Für Jim war es eine sehr gute Zeit in Schleswig und er konnte bei vielen Gelegenheiten noch häufiger in Schleswig sein. Schleswig war für Ausflüge nach Dänemark und das schöne Lübeck günstig gelegen und vor allen Dingen nach Hamburg, seiner bevorzugten europäischen Stadt neben Berlin.
Natürlich war Schleswig auch nicht ohne Charme. Wer könnte die Schleihalle (mit Anita’s Bar im ersten Stock), die großen Orgel im Dom, den Jazzclub, den Schlosskeller, Benzin für 10p für zehn Liter, Zigaretten, 60p für 200 Stück! Scotch für 12/6 die Flasche, das sind ungefähr 65p in heutigem Geld! Gute Zeiten!
Hier bin ich, in Dänemark, und freue mich an einer billigen Zigarette. Kennt mich jemand? Mein Name ist Jim. Man konnte mich oft beim Saufen in der Schleihalle oder in der Bauerschänke, gleich auf der anderen Straßenseite, gegenüber vom Flugplatz finden.
Die Bauernschänke war für die beste Ochsenschwanzsuppe und das beste Bauernfrühstück in Norddeutschland berühmt
Jim würde sich freuen, wenn sich jemand aus der alten Zeit melden würde…
Wenn wir schon mal in Jagel zugange sind: 1960 schienen die Engländer ein Kino in Eigenregie betrieben zu haben. Unter dem Foto steht hier der Text:
Clive Pidduck at the ticket desk of the Astra Cinema, Schleswig
Hier sind noch mehr Fotos.
(Übrigens hat meine Mutter, wahrscheinlich bis 1941, auf dem Flugplatz in Jagel im Büro auf der Schreibmaschine geklappert, ihr oberster Chef hieß Hermann G., der Übergewichtige)
Ansichten: 198 Strassen: Die Schleihalle, Lollfuß, Vom Amtsgericht bis zur Schleihalle


Si tacuisses philosophus mansisses
Da ich und ein paar andere des Lateinischen nicht mächtig sind, habe ich das WWW befragt und prompt folgende Übersetzung erhalten:
Nun können wir darüber grübeln, was Rainer wohl gemeint haben könnte. Ist ihm vielleicht eine Laus über die Leber gelaufen?
Ich denke, der Jim müßte den William “Billy” Jaques kennen, den späteren Wirt aus der Lollfußtreppe, von dem ich aber leider nichts weiß.
…zu der absoluten Währung “Zigaretten” vor der Währungsreform: Mein Großvater hatte mir die Haare immer mit ner Krickekracke geschnitten. Dann kam mal Familienbesuch, der es wohl etwas dicke hatte und mich zum Friseur mitnahm – unten in der damals noch beidseitig mit Rotdornbäumen bestandenen Bahnhofstrasse. Der Friseur nahm für den Kinderhaarschnitt ne halbe(!) Zigarette, was alle als ungeheuren Wucher empfanden……Jahre später gegenüber der Post (Ecke Erdbeerenberg) im Kiosk kostete der Haarschnitt dann DM 0,70 – bis zur Konfirmation. Zu selbiger bekam ich vom Friseur Timm eine Glückwunschkarte, der Haarschnitt kostete DM 1,40, und als ich nachfragte, sagte er “Sie” zu mir…