Der “Husar” Chresten Jacobsen


Uwe C. Christiansen:

…mein Großvater wird in den dänischsprachigen Unterlage immer Chresten geschrieben. In einigen deutschsprachigen Urkunden wurde daraus Christen, bei den Soldaten sogar Christian. Das ist alles falsch. Das Originaltaufattest lautet eindeutig auf Chresten…


Der Husar Christian Jacobsen geboren den 20. Oktober 1891 zu Dünthfeld Kreis Sonderburg hat vor der unterzeichneten Prüfungskommission die durch das Gesetz vom 18. Juni 1894 vorgeschriebene Prüfung zum Nachweis der Befähigung zum Betriebe des Hufbeschlaggewerbes bestanden.


Schleswig, den 30. Juli 1914

Die Prüfungskommission des Husaren-Regts.
Kaiser Franz Joseph.

Stern, Rittmeister
Rosenbaum, Stabsveterinär
Unleserlich, Oberveterinär
Wolff, Oberfahnenschmied

Eine Frage an Uwe: Ist Dünthfeld hier?

Uwe C. Christiansen:

Düntfeld müsste heute, richtig übersetzt, Dyntmark heißen. Es ist wahrscheinlich richtig, denn es wird in anderen Urkunden “Sogn Broager” angegeben, was soviel wie Kirchspiel Broager heißt. Und das liegt ja direkt nebenan.

Übrigens:

Der Krieg begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien.

Uwe C. Christiansen:

Gemeint ist hier das Königlich Preußische Husarenregiment Nr. 16 von Schleswig-Holstein des Kaisers Franz Josef von Österreich, König von Ungarn mit dem Standort Schloss Gottorp.

Christian Jacobsen, mein Großvater mütterlicherseits war dabei. Er erlernte dort den Beruf des (Huf)-Schmiedes, den er bis zu seinem Berufsende in der Fa. DAPA, Aabenraa, ausführte.

(Er ist der Mann in der Mitte, Klick!)


Angetreten zum Appell rechts von Schloss Gottorp (Foto aus Archiv Uwe C. Christiansen)

Hier und hier noch ein paar Husaren-Bilder.

Und dieses Bild ist auch recht schön:

…letzten Sonntag haben wir hier geparkt:D

Wolfgang Kather:

Zum Bild der da einzeln auf ihren Ausbilder zugehenden Soldaten, das kenne ich aus eigener Anschauung. Zum Glück hatten wir keine weißen Hosen. Die Husaren müssen ganz arme Schweine gewesen sein! Scheiß Militär! Es grüßt Euch der Obergefreite der Reserve!


Das “Geschäftszimmer der Kavallerie Brigade” mit Schreibmaschine (oben)…

Gut gelaunte Husaren auch auf dieser (l.) am 22.1.1914 nach Stade abgeschickten Ansichtskarte!



Naja… diese Bescheinigung war für einen Husaren natürlich obligatorisch!


Ansichten: 345
Strassen:

9 Gedanken zu “Der “Husar” Chresten Jacobsen

  1. Ich finde es ganz amüsant, wie oft Soldaten aus Kaiserszeiten hier erwähnt werden. Zu Uwe´s Opa kann man nur sagen :FESCH!
    Wenn man allerdings dem Simplicissimus oder Jaroslav Hasek Glauben schenken darf, war das Offizierskorps (ob teutsch oder österreichisch), insbesondere das ältere, leicht bis schwer vertrottelt!!! ;-))

  2. Wenn ich mir das Bild der zum Appell angetretenen Husaren anschaue muß ich doch darüber staunen, daß die davor liegende Straße und der Fußweg genau in dem Zustand sind, in dem ich sie aus den fünfziger Jahren kenne, nur der davor stehende Sperrzaun existierte nicht mehr.
    Da stellt sich mir die Frage: ist der Zustand heute noch so?

  3. Ich war gerade mit unserem japanischen Besuch da. Entweder ist jetzt Rasen da (mit Skulpturen – Achtung moderne Kunst – drauf) oder Katzenkopfpflaster. In den Gebäuden sind Teile des Museums, Ausstellungen oder Ateliers. Hinten, kurz vor dem Weg nach Neuwerk, war doch früher die Polizei mit ihren Autos drin. Jetzt hat da ein Künstler sein Atelier, der offenbar Tiere in Originalgröße herstellt.
    Der Schlosskeller ist auch wieder in Betrieb (mit kleiner Terrasse vor dem Eingang). Die ganze Anlage ist mächtig angehübscht worden.

  4. Stimmt! Hast Du ja auch geschrieben! Ich Tüffel. Es kommt mir auch so vor, als wenn sich mit der Straße und dem Fußweg nichts geändert hat. Die Straße ist jedenfalls nix für hohe Hacken!

  5. Zum Bild der da einzeln auf ihren Ausbilder zugehenden Soldaten, daß kenne ich aus eigener Anschauung. Zum Glück hatten wir keine weißen Hosen. Die Husaren müßen ganz arme Schweine gewesen sein! Scheiß Militär! Es grüßt Euch der Obergefreite der Reserve!

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