Theater

Der Schleswiger Zahnarzt Dr. Falk Ritter beschäftigt sich auf seiner Homepage u.a. auch mit Schleswiger Geschichte.

Zur “Stumpfen Ecke” findet sich folgendes Zitat in einer Veröffentlichung zur Geschichte des Schleswiger Theaters:

…Auf der westlichen Ecke Lollfuß / Gutenbergstraße stand früher das Stammlokal der Theaterleute und Tennisspieler, die “Stumpfe Ecke“. Wenn er (Dr. Horst Gnekow, Foto) sich von seinem Tisch erhob und “nur mal kurz” wegging, dann überließ er seinen Kumpanen die Zeche, denn unter drei Stunden blieb er nicht weg. Er hielt dann Hof auf der Straße: Schleswiger Bürger sprachen ihn dort an, um ihm ihre Referenz zu erweisen…

Dr. Gnekow war homosexuell. Die Schleswiger wussten es:

…Im Nachhinein betrachtet ist die Toleranz der Schleswiger zu bewundern. Woher sie diese nahmen, ist ungeklärt. Vielleicht weil er offiziell als noch verheiratet galt? Befragte ältere Schleswiger erklärten dem Autor: “Wir waren damals so mit unseren eigenen Problemen beschäftigt, dass wir gar keine Zeit hatten, uns noch um den Lebenswandel des Intendanten zu kümmern. Außerdem ist es weiß Gott nichts Neues, daß sich gerade am Theater warme Brüder tummeln.”


Im Jahr 1915 hatten die Schleswiger übrigens mit der Kultur nicht viel am Hut. Das Stadttheater wurde ganz schnöde zum Reservelazarett umfunktioniert!


Ansichten: 42
Strassen: , ,

2 Gedanken zu “Theater

  1. Bei Peterchens Mondfahrt hatte mein Vater, Heinz Wieherdt, die musikalische Leitung,so kam ich auch in den Genuß, das Märchen zu sehen.

Keine Angst vor'm Kommentieren!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erförderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

:D :-) :( :o 8O :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :yes: :no: :/ (-.-)zzz