Baldur Petri

Uwe C. Christiansen:

Hallo Gerd, seit Wochen bin ich u.A. damit beschäftigt unseren ehemaligen Spielkameraden Baldur Petri dingfest zu machen. Bisher konnte ich folgende Einzelheiten in Erfahrung bringen:

Baldur Petri geboren möglicherweise in Preetz, wahrscheinlicher in der Umgebung von Preetz.

Er starb mit 16 Jahren, ertrunken bei einem Seenotfall der MS Merkur vor Stavanger.

Rechnet man rückwärts ergeben sich folgende Daten:

Tod 1959, Alter 16 Jahre; Schulentlassung 1957; eingeschult 1950; geboren wahrscheinlich 1943
Er hatte eine Schwester, Alter und Name unbekannt.
Baldur kam zur Fam. Raschke, Moldeniterweg in Pflege und ging in die Gallbergschule.

Ich suche Schulkameraden, die mit ihm zur Schule gingen und ca. 1957 die Gallbergschule verließen. Wer kennt Baldur und weiß weitere Einzelheiten über ihn. Hier das einzige Bild welches ich auftreiben konnte von dem feststeht, dass es Baldur ist.

Admin: Kopiert von hier:
Der Junge im Vordergrund ist möglicherweise Fritz. Nachname unbekannt. Nachdem er die Volksschule fertig abgeschlossen hatte, ging er ins Ruhrgebiet und trat dort eine Lehre an. Möglicherweise wurde er Bergmann, da bin ich aber nicht sicher. Der kleine Bub im Hintergrund ist möglicherweise Baldur Petri. Dieser war ebenfalls ein Pflegekind der Fam. Raschke. Sein junges Leben endete tragisch. Er ertrank am 09.12.1959 bei dem Versuch, von der in Seenot geratenen “MS Merkur” auf den norwegischen Erzfrachter “Raunula” mit Leine herübergeholt zu werden.


In diesem Gebäude (Nr. 19) wohnten die Eigentümer Hönkes. Ich glaube er war Zimmermann gewesen, lebte aber bereits im Ruhestand. Es gab hier ein Pflegesohn Fritz. Nebenan wohnte das Ehepaar Hansen, Postbote, mit dem Sohn Hans Dieter der später soweit ich weiß auch zur Post ging. Am anderen Ende des Hauses wohnte die Familie Raschke. Das Ehepaar war kinderlos. Deshalb gab es dort auch einen Pflegesohn Baldur. Später fuhr er zur See. Bei einem Sturm in der Ostsee kenterte das Küstenmotorschiff und Baldur kam ums Leben.


Wiki: 9. Dezember 1959 Frachter Merkur – Vor der südnorwegischen Küste gerät das mit Schamottstein beladene Flensburger Kümo Merkur (400 BRT) in Seenot, nachdem eine Luke des Schiffs von schweren Brechern zerschlagen wurde. Bei der Bergung der Besatzung durch den schwedischen Frachter Ranula kommen sieben der acht Besatzungsmitglieder ums Leben. Nur der Kapitän überlebt. Später kann die Merkur in einen norwegischen Hafen abgeschleppt und repariert werden.

Von hier: 8.2.1960: Das Flensburger Seeamt spricht den Kapitän des am 8. Dezember 1959 vor der norwegischen Küste in Seenot geratenen Küstenmotorschiffes »Merkur« von dem Vorwurf frei, für den Tod seiner Besatzungsmitglieder verantwortlich zu sein. Der Kapitän hatte sich als einziger der aus acht Männern bestehenden Besatzung retten können. (21, S. 26)

Norbert: Ich bin 1961 mit dem Kapitän auf dem Kümo “Hermann Althoff” zusammen gefahren. Rasmussen war sein Name. Er hatte sich eine Leine um den Bauch gebunden und ist zur Ranula geschwommen. Das ist vom Seeamt gelobt worden. Als die Leute auf der Merkur das sahen, sind sie auch ins Meer gesprungen und versuchten sich an der Leine entlang zur Ranula zu ziehen. Soweit ich es erinner ist die Leine jedoch gebrochen, sodaß keiner es geschafft hat. Der ganze Moldeniter Weg war traurig darüber, denn Baldur war beliebt, ein sehr freundlicher Junge.


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Ein Gedanke zu “Baldur Petri

  1. Ich bin 1961 mit dem Kapitän auf dem Kümo “Hermann Althoff” zusammen gefahren. Rasmussen war sein Name. Er hatte sich eine Leine um den Bauch gebunden und ist zur Ranula geschwommen. Das ist vom Seeamt gelobt worden. Als die Leute auf der Merkur das sahen, sind sie auch ins Meer gesprungen und versuchten sich an der Leine entlang zur Ranula zu ziehen. Soweit ich es erinner ist die Leine jedoch gebrochen, sodaß keiner es geschafft hat.
    Der ganze Moldeniter Weg war traurig darüber, denn Baldur war beliebt, ein sehr freundlicher Junge.

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