Moin!

Mal ein “modernes” Thema: facebook (“fb”)!

Das Thema: Der Schleswig-Holsteinische Datenschützer Thilo Weichert verlangt von allen hiesigen Webseiten-Betreibern, bis Ende September den “Like-It-Button” (das ist nur ein Link auf ein Foto!) von fb zu entfernen und Plugins zu löschen, mit denen auf fb-Fanseiten verlinkt wird. Er droht Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 € an.

Er argumentiert, dass nicht nur fb sondern auch die Webseiten-Betreiber gegen Datenschutzgesetze verstoßen.

Zu fb gibt es zwei Sorten von Menschen: fb-Hasser (“fbH”) und fb-Anwender (“fbA”)

Die Argumente:
fbH: die Menschheit muss vor fb geschützt werden.
fbA: ich wende fb an. Neben dem allseits bekannten “Social Network” habe ich auch noch eine Fan-Seite, die mir für mein privates oder kommerzielles Anliegen nützlich ist.

fbH: zunächst geht es darum, dass die technischen Abläufe der Datenverarbeitung vollständig transparent gemacht werden. Und Facebook muss nachweisen, dass die Folgen der Datenverarbeitung wirklich für die konkreten Zwecke erforderlich sind… usw. usw. (Originalton Thilo Weichert in einem Interview mit dem WDR)
fbA: ok, man weiß nicht hunderprozentig was genau fb macht. Aber wissen wir es von google, bing, ebay, amazon, stayfriends usw. usw.? Ich fühle mich aber nicht von fb bedroht, weil ich immer noch selbst weiß, was ich im Netz veröffentliche und was nicht. Wenn Leute so dämlich sind, z.B. Fotos von sich in kompromittierenden Situationen bei fb zu zeigen, sind sie… dämlich, eben!

fbA: Bestehende Rechtsunsicherheiten im datenschutzrechtlichen Umgang mit Web 2.0-Diensten drohen so gezielt auf dem Rücken gerade kleinerer, auch privater Anbieter ausgetragen zu werden, die in der Regel nicht die Mittel haben, ein entsprechendes Bußgeldverfahren zu riskieren und daher in der Regel auch keinen rechtlichen Widerstand leisten werden (aus einem Text des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.).

Admin (wütend!): Thilo Weichert mit seiner Behörde kann natürlich klagen. Er hat ja das “unbegrenzte” Geld des Steuerzahlers im Rücken!!! Damit muss auch der “normale” fb-Benutzer mit seinen Steuern die fb-Hasser unterstüzen. Sauerei, das! :evil:

PS: Die Bemerkung des Admins ist natürlich polemisch – dafür aber ehrlich!
PPS: Die IHK Schleswig-Holstein stellt sich gegen das fb-Ultimatum
PPPS: Staatskanzlei hält an Facebook fest
PPPPS: das “Klassentreffen” hatte auch schon mal den “Like-It-Button”, hat ihn aber aufgrund von ablehnenden Kommentaren wieder entfernt. Man wird, wie in Religionsfragen, in diesem Punkt wohl (nie?) nicht auf einen Nenner kommen. So ist das Leben…

Ein Tipp: ich empfehle allen fbH’s sich mal bei fb vorübergehend registrieren zu lassen. Dann wissen sie jedenfalls, wie sich fb “anfühlt”… Wissen ist Macht!


Ansichten: 110

12 Gedanken zu “Moin!

  1. Der Herr Weichert wird darauf verzichten, Privatpersonen anzuklagen. Diese werden zunächst in Ruhe gelassen, da sich Einzelpersonen nach Weicherts Aussage nicht wehren können.

    Meine Meinung : Herr Weichert ist im Grunde gar nicht an dem Datenschutz interessiert, sondern er ist ein mediengeiler Beamter ? (ist er das?), der es versteht, sich perfekt mit Hilfe der Massenmedien ins öffentliche Gespräch zu bringen. PR ist alles – das wusste schon Herr Goebbels.

    Ich habe mal in den AGB´s der “Modernen Hausfrau” – einem Versandhaus für Dinge, die kein Mensch benötigt – gelesen. Dabei stellte sich heraus, dass bei einer Bestellung die Kundendaten sowohl individuell, als auch listenmäßig weiter verkauft werden. Weiterhin werden bei zwei Firmen Auskünfte über meine Zahlungsfähigkeit eingeholt. Und als ob das noch nicht ausreicht, werden anhand von mathematischer, statistischer Algorithmen, die auf meiner Adressangaben beruhen, meine Solvenz errechnet.
    Und da regt sich der Weichert über FB auf.

    Wenn der Mann ein Problem mit den informationstechnischen Institutionen der freien westlichen Welt hat, möge er bitte sein berufliches Wirken nach China verlegen, dort werden sicherlich noch diktatorisch und zensierende Schreibtischtäter gesucht.

    Nun möge man mich verklagen – ich denke, dass ich auch als Privatperson in der Lage bin, meine Meinung und mein Verhalten im Internet zu verteidigen.

    Ich wünsche dem KT ein schönes WE :mrgreen:

  2. Danke für Deinen Kommentar, Sönke. Ich muss mich als Betreiber einer Webseite aber “offiziell” von Deinem Goebbels-Vergleich distanzieren. Dabei verstehe ich natürlich richtig, dass Du den Datenschützer selbst nicht mit diesem zitierten Herrn vergleichst, sondern nur von einer PR-Methode “à la Goebbels” sprichst! :-D

  3. Sein Aggressionspotential wird nicht annähernd so groß sein, wie das meinige.

    Ansonsten wurde er sich nicht darauf beschränken, einige wenige kommerzielle FB-Verlinker verklagen zu wollen, sondern er würde “Nägel mit Köpfen” machen.

    D.h. das Verbot aller technischer Möglichkeiten, mit denen Daten allgemein übermittelt werden können – ein Missbrauch ist ja niemals ausgeschlossen.

    Es ist somit aus Datenschutzgründen unumgänglich, in Schleswig-Holstein das Internet komplett zu kappen. Da es sicherlich Querulanten geben wird, die mittels ihres Smartphones das Internet nutzen, wird gleichzeitig – in SH – auch das Mobilfunknetz abgeschaltet.
    Auch über Stromleitungen werden natürlich Daten übertragen – Abschaltung des elektrischen Stromes in SH ! Es geht um den Datenschutz – Sicher ist sicher !!

    Achja, wenn ich nun meinem Gesprächspartner meinen Namen und Adresse sage, dann weiß ich nicht, ob er diese Angaben nicht auch mißbraucht. Aus diesem Grunde dürfen Schleswig-Holsteiner auch nicht mehr miteinander sprechen. Nur zur Sicherheit.

  4. Nanana! Nun man nicht so hysterisch!
    Wenn man bei fb registriert ist, hat man halt den Button.
    Es tut aber nicht nötig, diesen Button auf alle Webseiten zu packen, oder?
    Dazu kommt ja auch noch, daß die meisten User gar nicht wissen (oder wissen wollen), daß sie immer gläserner werden.
    Bei mir z.B. weiß ich, da ich im ÖD war,daß meine Daten, jedenfalls der Regierung und dem MAD, bekannt sind.
    Deswegen habe ich gegen eine Volkszählung auch nix, da der Staat ja wissen muß, wieviele “Untertanen” er hat. Was mir aber stinken würde, wäre: Wenn jede kommerzielle Firma oder Gesellschaft mit meinen Daten (auch wenn es nur Pipikram ist)Handel treiben kann.Nicht nur FB ist so eine Firma. Mittlerweile haben etliche Firmen meine Daten. Aber ich versuche es, das auf ein Minimum zu beschränken, allerdings nicht sehr erfolgreich. :| Hier im KT habe ich auch schon viel von mir preisgegeben.
    Ich sehe es aber nicht ganz so verkniffen, ärgere mich aber etwas über div. Spams.
    Dieser Button ist aber gefährlich für alle dummen Typen. Von denen gibt es leider Gottes einen ganzen Haufen.Als Datenschützer ist Herr W. auch für diese Leute verantwortlich und muß sie vor Mißbrauch ihrer Daten bewahren.
    Also erstmal:Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greift lieber zur HB und trinkt ´ne Tasse Tee :wink:

  5. Viel Schall und Rauch!!
    Die vertikale u/o horizontale, Meinung, nach der die Rechtmäßigkeit und Aufrechtigkeit und Zuverlässigkeit die hinter allen (eigenen) gelebten/geäußerten Gedanken,innerhalb des ureigenen “Ich s”`sich erläutern/erklären, das sind die Werte, die sich scheinbar lohnen, sich intellektuel als eigenes Bild konservieren, um zuknftige Genarattionen zu geißeln.
    Das ist der (Un)Rat der Gutmenschen.

  6. Ich bleibe ja auch ruhig (bei einem Becher Kaffee) :mrgreen:

    Ich verstehe nur nicht, dass der Datenschutz-Papst so einen Wirbel um FB macht. Google, Yahoo, und auch Amazon und co. werden auch versuchen, mit meinen Daten Geld zu verdienen. Entweder verbietet der Mann alles, oder hält den Schnabel.

    Die Datenstrukturen von FB sind für mich genauso undurchsichtig wie die von Google usw. Also ist der Nutzer gefordert, sorgfältig zu prüfen, was er von sich Preis gibt.

  7. Ist schon nicht schlecht, einen Datenschutzbeauftragten zu haben; auch wenn der manchmal unverständlich agiert. Ich kann dazu nur beitragen, das den meisten Bürgern in meinem derzeitigen Aufenthaltsland es überhaupt nicht bedenklich finden, wenn alles, sprich Alles mit der sog. CPR nr. verknüpft wird und werden kann. (Centrales Personen-Register nr., die sich aus dem Geburtsdatum und einer vierstelligen Ziffer zusammensetzt, gerade nummer bei den Damen, ungerade bei den Herren) Gläserner Bürger? Hier kann man kein Buch leihen, kein Telefon kaufen, sich keine Telefonkarte anschaffen, ohne das Anliegen mit der vermeintlich persönlichen und geheimzuhaltenden CPR-nr. zu verknüpfen. Öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen interagieren hier mit den Personen über ein amtliches E-mailkonto und ein festgelegtes Bankkonto, die man sich sozusagen anschaffen muss. Zugang möglich über ein globales login mit einheitlichen code. Weitere Kontoeröffnungen, Checks ausgezahlt bekommen, Kredite beantragen, Euros umtauschen usw. ganz selbstverständlich nur inkl. CPR In der Praxis ist sogar der Erwerb eines jeglichen Gegenstandes, von der Zahnbürste bis zum Paket Butter mit diesem Code verknüpft, da das Bargeld hier praktisch abgeschafft ist, und alles, sprich Alles, mit Kreditkarten bezahlt wird/werden kann. Im Supermarkt wird so nur etwa ein Viertel der Waren oder sogar noch weniger mit Bargeld bezahlt, Tendenz rapide fallend; nur wer schwarze Einnahmen hat, braucht wohl noch Bargeld, oder? Zudem gibts da ja nun auch reichlich Mitglieds- und Rabatkarten….
    Wohnt man also in einer Gemeinde, wo der Hausmüll per Gewicht abgerechtnet wird, lässt sich hier fast genau herausfinden, wer zu wenig oder zu viel in den Müll wirft, wer wieviel schuldet, welche Bücher liest, wieviel und welchen Alkohol trinkt, Kontaktlinsen trägt, welche Medikamente nötig hat oder vielleicht zu wenig Obst kauft, raucht obwohl er Lungenkrebs hat und zudem einen genetischen Defekt hat, der für die Lebensversicherung untragbar ist. Der Fantasi sind hier keine Grenzen gesetzt, und wie gesagt, braucht man hier gar nicht extra sein Einverständnis zu erklären. Ohne diese Vernetzung kann man seinen Alltag nur sehr, sehr schwierig bewältigen. Ich brauche mir also keine Sorgen mehr zu machen, ob Google weiss, wem ich welche Emails unter Nennung welcher bevorzugten Worte schicke usw. oder welche www seiten ich ansteuere. In diesem Lande haben solche Infos einen geringen Marktwert sozusagen… :twisted:

  8. …ich “sach” das mal “platt”: ich als befürsorgende Person verfüge über die “Allmacht” eine Personenumbenennung über das Amt zu veranlassen, verfüge also auch darüber, dass betreffende Person einen wg. heirats notwendige Umbenennenung im Rentenverfügungssystem vorsieht. Ich teilte das dem Rentenversicherungsträger mit (Heiratsurkunde) und erhielt die Mitteilund, dass das “Amt” diese Mitteilung durch das zustndige Amt schon bekommen hätte.
    Gläsern sind alle gemeldeten deutschen Staatsbürger.
    Noch ne Frage? Fragt fragwürdige “Politiker”!!!

  9. Ich habe z.B. kundgegeben, daß ich ein Säufer bin, lieber Bier trinke, und kein Genießer, der lieber Wein säuft. :mrgreen: (wobei Wein einen höheren Alkoholgehalt hat als Bier)
    Nunja!Zu FB u.ä.:
    Mit dem Begriff “sozial” verbinden die meisten Leute etwas Gutes (hier social networks oder social plug-ins ).Nun frage ich mich, wie derartige Firmen von den Rating-Agenturen zu den wertvollsten der Welt gezählt werden? Ich sachma, bestimmt nicht, weil sie so sozial eingestellt sind!
    Spenden für wohltätige Zwecke sind sehr gut und den Empfängern herzlich egal, wo sie herkommen. Aber ich gehe hier davon aus, daß diese hauptsächlich der Imageförderung dienen.

  10. Hallo Norbert, ich empfehle Dir eine kostenlose “Schufaauskunft” (1 mal jählich kostenlos) einzuholen.
    Hier gibt es für mich nachweisbare Schufascore bis 5 %, hier total überschuldet (23 Jahre, männlich) auch verständlich!!
    Wenn ich jedoch bei mir, nachweislich einen Gesamtschufascore von 99,22 % vorweise und der Schufascore von mir bei meiner Hausbank “nur” 98,15 % zuspricht, stelle ich alle Berechnungen in Frage.
    Soviel zum Glasmenschen.
    Übrigens finde ich es Klasse (auch Du) , dass Mitmenschen gehobenen Alters sich Gedanken über Sozialisationen in diesem, unseren Staat, machen.

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