Die Dörfer des Tages


Die Gemeinde Böel hat irgendwann Böelschuby eingemeindet. Früher waren es zwei Gemeinden. Rechts ist eine alkoholfreie Gastwirtschaft, die Pastor Jensen (s.u.) nicht erwähnt hat…

Gerhard Poel: Mein Beitrag zu Böel – der Notgeldschein von 1920 beidseitig, der Kirche und Volkshochschule zeigt.


Pastor Jensen in „Angeln“, 1922: Böel. Das Kirchspiel hat im Süden seine natürliche Grenze in der Loiter Au, wodurch es von Süderbrarup, Loit und Tolk getrennt wird, im Norden, wo es an die Kirchspiele Sterup und Sörup stößt, in dem Bach, der den Anfang der Bondenau und damit den einen Quellarm der Treene bildet. Auch im Westen und Osten, hier an der Grenze gegen das Kirchspiel Norderbrarup, dort gegen die Kirchspiele Thumby und Struxdorf, finden sich verschiedene Wasserläufe, die jetzt unscheinbar sind, früher aber ohne Zweifel wahrnehmbare natürliche Grenzen gebildet haben. … Die in dem Dorfe Böel, in der südöstlichen Ecke des Kirchspiels belegene Kirche, [ist] aus Ziegelsteinen erbaut… Der gewöhnliche Eingang in die Kirche ist an der Südseite durch einen Vorbau….
Das Dorf, in welchem die Kirche liegt, ist jedenfalls ein sehr alter Ort. Es ist recht ansehnlich, ziemlich geschlossen gebaut. Die alte Landstraße von Norderbrarup nach Struxdorf, die an der Nordseite der Loiter Au entlang führt, geht durch das Dorf; von dieser zweigt sich hier die Landstraße nach Satrup ab. Nahe der Kirche, südwestlich davon, liegt das Pastorat, etwas von der Straße zurück in einem recht großen Garten. … Südöstlich von der Kirche liegt die zweiklassige Schule mit zwei Klassenzimmern und der Wohnung des Küsters und des ersten Lehrers. Die Wohnung des zweiten Lehrers liegt ein wenig südlich davon. …
In dem Dorfe Böel sind drei Kaufmannsgeschäfte, zwei Wirtshäuser, Schmiede, Meierei, mehrere Handwerker, außerdem Landbesitzungen und Wohnstellen.

Von den 10 Hufenstellen haben die beiden größten, die von K. Lausen und Fr. Friedrichsen jede nahe an 50 ha Land. … Das Dorf Böel ist ehemals bedeutend größer gewesen. In alten Zeiten hat jedenfalls alles dazu gehört, was jetzt der Name Böelschuby unter sich begreift…


Die Landgemeinde Böelschuby liegt westlich von Böel; sie besteht aus dem gleichnamigen Dorfe und dem adligen Gut Böelschubyhof das bis 1895 seinen eigenen Gutsbezirk gebildet hat. … Im 18. Jahrhundert hat die Gemeinde Böelschuby sich bedeutend vergrößert, indem die von Böel nach dem Westerfeld und nach Thiesholz ausgebauten Stellen zu Böelschuby gekommen sind. …
In dem Dorfe Böelschuby liegt ferner die einklassige Schule. Etwas südlich vom Dorfe, zwischen diesem und Böelwesterfeld liegt die Mühle an der Landstraße von Böel nach Struxdorf, desgleichen eine Zementsteinfabrik.

Zur Gemeinde Böelschuby gehört endlich noch die zwischen Böel und dem Dorfe Böelschuby belegen, aus einer Anzahl von Katen bestehende Ortschaft Böelulegraff.

Die rechte Ansichtskarte ist mit „Boel-Süderhöft“ beschriftet. Ich glaube nicht, dass „Süderhöft“ zu Böel oder Böelschuby gehört. Wer hilft?

Karl Pusch: Moin, die rechte Ansichtskarte stammt nicht aus der Gemeinde Böel in Angeln. In der Chronik der Gemeinde Böel wird kein Boel-Süderhöft erwähnt. Deiche, wie auf der Ansichtskarte zu sehen, sind mir in Böel auch noch nicht aufgefallen. Auch die flache Landschaft spricht für Boel (Böhl) bei St. Peter- Ording.

Sommerlochrätsel Nr. 125

Kirsten

Diese schöne Ansicht eines Hofes mit Teich in Angeln ist ja schon eine Augenweide. Aber weiß jemand, wo das ist?

Güderott, Hof Jessen, wurde bei Facebook schon mal vorgeschlagen. Es ist aber weiter westlich…

…es ist in diesem Bereich (oben). Ein Tipp: Es ist nicht in Arup, Bellig oder Treholz… :no:

Kerstin S. (bei Facebook): Koltoft! Rechts ist die legendäre Partyscheune!
Admin: Jawoll! Die Karte wurde mit der Bezeichnung „Koltoft, Hof A. Brix, 1914″ angeboten. Tusch! Kerstin!

Böklund


Das „Klassentreffen“ ist heute mal modern und zeigt Bilder aus dem pulsierenden Zentrum der Ortschaft. Es kommt mit so vor, als wenn die untere Ansicht „neuer“ ist als der obere Bildausschnitt (oben links) – oder?

Für diejenigen, die sich besser auskennen, noch ein Blick von oben:

Siegrid M. bei Facebook: Böklund so ungefähr 1973, bevor die Auenwaldschule gebaut wurde, Mitte linker Bildrand zeigt den Bauplatz.

PS: Die Böklunder Bratwürste, die ein großer deutscher Yacht-Ausstatter kürzlich mal anbot, sollen lt. einem Fernseh-Test hervorragend geschmeckt haben…